Von der Krise der Arbeit zur Krise des Sinns der Arbeit?

Wie wird Arbeit in Zukunft aussehen?
Über die Zukunft der Arbeit wird seit jeher intensiv diskutiert und spekuliert.
– Welche Erwartung stellen wir an die Arbeit?
– Welche Werte liegen dem zugrunde?
– Was bedeutet Arbeit für die Gesellschaft?
– Wie können wir den Wandel der Arbeit gestalten?

 

Begriffe wie „Arbeit 4.0“ oder „New Work“ deuten darauf hin, dass sich die Arbeitswelt in einem fundamentalen Wandlungs-prozess befindet.
Dieser wird unter anderem von der „digitalen Revolution“ angetrieben: Heutzutage nutzt ein Großteil der Beschäftigten Informations- und Kommunikationstechniken bei der Arbeit, was dafür sorgt, dass sich die Arbeitswelt grundlegend verändert.
.
Aber nicht nur die Digitalisierung fungiert als Treiber dieses Wandels, sondern auch andere Megatrends wie die Globalisierung, die stärkere Erwerbseinbindung von Frauen und der demografische Wandel.
Zudem werden durch verschiedene Krisen der zurückliegenden Jahre wie die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise oder die Klimakrise grundlegende Selbstverständlichkeiten des Arbeitens und Wirtschaftens wie etwa der Glaube an ein permanentes Wirtschaftswachstum infrage gestellt.
.
All diese Veränderungen erfordern ein neues Nachdenken darüber, wie Arbeit zukünftig gestaltet sein soll.
.
.

Themen des Essays von Friedericke Hardering
– Die Suche nach dem Sinn: Zur Zukunft der Arbeit
– Von der Krise der Arbeit zur Krise des Sinns der Arbeit?
– Gesellschaftlicher Sinn von Arbeit
– Individueller Sinn von Arbeit
– Neue Sinnsuchende der Arbeitswelt
– Neue Werte in der Arbeit?
– New Work gestalten
– Debatten versachlichen, Ambivalenzen nicht ausblenden
– Gute Arbeit fördern
– Alternative Arbeitsformen aufwerten
http://www.bpb.de/apuz/250657/die-suche-nach-dem-sinn-zur-zukunft-der-arbeit?p=all
.
Quelle:
bpb
APuZ – 26/2017 – Seite 4-10
Die Suche nach dem Sinn: Zur Zukunft der Arbeit
Friedericke Hardering
ist promovierte Politikwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leiterin des Projekts „Gesellschaftliche Vorstellungen sinnvoller Arbeit und individuelles Sinnerleben in der Arbeitswelt“.
f.hardering@soz.uni-frankfurt.de 
.
.
Weiterführende Literatur:
– Kurt Lewin; Die Sozialisierung des Taylorsystems
– Hannah Arendt; Vom tätigen Leben
– DGB Index Gute Arbeit; Der Report 2016
– Frithjof Bergmann; Neue Arbeit, neue Kultur
– BM f. Arbeit & Soziales; Wertewelten. Arbeit 4.0
– Tim Obermeier; Arbeitsmarktpolitische Reaktionen auf die Krise
– Institut für Menschenrechte; Inklusiver Arbeitsmarkt statt Sonderstrukturen
.
.
Weiterführende Beiträge :
Thema – Arbeit / Wirtschaft 4.0
ZEITENWENDE – Illusion 4.0 – Deutschlands naiver Traum von der smarten Fabrik
Freizeit oder Arbeitslosigkeit ?

2 Antworten auf „Von der Krise der Arbeit zur Krise des Sinns der Arbeit?“

  1. Literatur; siehe auch:
    „Atypische Beschäftigung und ihre sozialen Konsequenzen“

    Arbeits- und familiensoziologische GrundlagenAuswirkungen atypischer Beschäftigung auf Lebensbereiche von Familien und Paaren.
    Der vorliegende Band führt empirische Forschungsresultate aus unterschiedlichen Teilgebieten der Familien- und Arbeitsmarktsoziologie zusammen, die sich der Untersuchung der Folgen atypischer Beschäftigung für Familien und Partnerschaften widmen.
    Das Ziel des Bandes besteht darin, sowohl Impulse für zukünftige Forschungsansätze zu geben als auch empirisch fundierte Praxisbezüge jüngster Beiträge in diesem Forschungsfeld aufzuzeigen.

    Themen:
    – Wer sind die Prekären?
    – Migrantische Dienstleisterinnen
    – Subjektive Prekaritätsbelastung

    https://www.amazon.de/Atypische-Besch%C3%A4ftigung-sozialen-Konsequenzen-Familienforschung/dp/3658187352/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1531310561&sr=8-1&keywords=Atypische+Besch%C3%A4ftigung+und+ihre+sozialen+Konsequenzen

  2. Die wohl populärste Gruppe, die für das Einfordern neuer Arbeitswerte steht, ist die sogenannte Generation Y.
    Den zwischen 1980 und 1995 Geborenen wollen allerdings nicht nur mehr Sinn in der Arbeit, sie fordern nicht weniger selbstbewusst auch eine bessere Vereinbarkeit der verschiedenen Lebensbereiche und einen sicheren Arbeitsplatz.

    Es findet sich auch im Kontext der Postwachstumsbewegung ein neues Nachdenken über die Gestaltung von Arbeit und Wirtschaft.
    Die Sharing-Economy, die Rückbesinnung auf das Selbermachen der Do-it-yourself-Bewegung oder Urban-Gardening-Projekte lassen sich als Ausdrucksformen neuer Suchbewegungen nach anderen Formen des Wirtschaftens werten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*