Vision einer neuen Schule

Jeder Mensch soll in Österreich soll das Recht haben, sich zu jeder Zeit sein ganzes Leben lang zu bilden.  Dieses Recht soll staatlich garantiert werden und seine Umsetzung  wird ausschließlich (!) von der öffentlichen Hand finanziert. (Spendenannahmen, insbesondere „Sponsoring“ des Schulbetriebs wäre demnach grundsätzlich verboten, um jeden Einfluss der Wirtschaft und sonstiger Interessensträger – etwa von Religionsgemeinschaften – zu unterbinden.)

In unserer „neuen Lebens-Schule“ sollen durch neue „Bildungs-Netzwerke“ Lebens- und Bildungsräume eingerichtet werden, in welchen auf der einen Seite Bildungshungrige ihre Nachfrage kundtun können und auf der anderen Seite an dieser Nachfrage orientierte Angebote platziert werden können. Selbstverständlich muss auch Platz sein für neue – vorerst nicht nachgefragte – Bildungsangebote. Schließlich darf der Bildungssektor Innovation aus anderen Sektoren der Gesellschaft nicht im Wege stehen.

Dies bedeutet insofern einen Paradigmenwechsel im Bildungswesen, dass Curricula und Lehrpläne SchülerInnen sämtlicher Bildungseinrichtungen nicht länger auf die Bedingungen einer Konkurrenzgesellschaft vorbereiten, sondern sich am Potential, den Fähigkeiten und Talenten jedes Einzelnen im Sinne Albert Einsteins orientieren, der da sagte: „Es ist verrückt, anzunehmen, dass ein Problem mit jenen Mitteln gelöst werden könnte, die es erst verursacht haben.“ Damit meinen wir, dass nur durch das Kultivieren kritischen Geistes und Förderung von Kreativität die Herausforderungen der Zukunft gelöst werden können. Dazu braucht es eben eine Abkehr von bisherigen Bahnen im Bildungswesen.

Elementarpädagogik und Schule haben nach unseren Vorstellungen hingegen eine völlig neue Aufgabe als Lebens- und Bildungsräume, in denen nachfrageorientiert Wissen und Erfahrung angeboten wird. In diesen Lebens- und Bildungsräumen kommen Wissbegierige und Wissende zusammen, hier wird der Einzelne von Bildungs-BegleiterInnen “an der Hand genommen” und beim Finden und Entwickeln seines eigenen, individuellen Bildungsweges begleitet.

Die Persönlichkeits-, Interessens- und Potentialentwicklung stehen im Vordergrund. Die/der Einzelne wird in „unserer“ Schule Teil einer gemeinwohl- und lösungsorientierten Gesellschaft.

Menschen, die sich auf diese Weise gebildet haben, werden ihr Potential für die Weiterentwicklung der Gesellschaft einbringen, werden ihre Talente zum Beruf machen und nicht bloß einen Job erfüllen. Sie werden offen bleiben für eine lebenslange “Weiter”-Bildung im fachlichen und persönlichen Bereich. Für die Ausübung dieser Berufe bedarf es keiner Zeugnisse und Noten, sondern die persönliche Erfahrung und Kompetenz der/des Einzelnen. Im Zusammenspiel mit der SLA ergeben sich hier völlig neue Perspektiven für die Lebensgestaltung und eine positive Entwicklung in einer freieren Gesellschaft© Copyright: Demokratische Soziale Initiative

Die neue Schule: Erste Überlegungen zur Finanzierung

Ein Beispiel, wie so eine „neue Schule aussehen könnte.

Die neue Schule: Sieben Schritte von der Vision zur Realität

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