Thema – Arbeit / Wirtschaft 4.0

Die Experten sind sich einig: 
Die digitale Revolution hat längst begonnen.
Auch in Österreich.
Jetzt kommt die Vollautomatisierung der gesamten Arbeitswelt !

 


Was haben Uhrmacher, Models und Immobilienmaklerinnen gemeinsam?

Ihre Berufe könnte es gemäß einer vielzitierten Untersuchung in 20 Jahren nicht mehr geben.
Hingegen können Sozialarbeiter, Zahnärztinnen und Förster aufatmen – die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Berufe in absehbarer Zeit von Computern oder
Maschinen übernommen werden, ist der Studie zufolge gering.

Maschinen, die Menschen ersetzen:
Diese Grundangst lässt sich bis zu den Anfängen der Industriellen Revolution zurückverfolgen und taucht bis heute in Automatisierungsdebatten auf.
Wo sich welche Technologien durchsetzen werden, wie menschliche Arbeit und digitale Technik dabei zusammenspielen und wie sich dies auf Berufsbilder  und den Arbeitsmarkt auswirken wird, ist nur bedingt vorherzusagen.

Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wie unsere Arbeitswelt von morgen aussehen wird, aber der Wandel ist da. Wir werden Zeugen einer digitalen Revolution, welche unsere Arbeitswelt schon bald auf den Kopf stellt!

In unserem Verständnis umfasst der Begriff „digitale Revolution“ verschiedene Phänomene der Digitalisierung, den verstärkten Einsatz von Computern, Robotern und Maschinen (und verwandten Technologien) sowie den allgemeinen Wandel der Technik, der im vergangenen Jahrhundert seinen Ausgang nahm.

Die digitale Revolution ist in vollem Gange. Man braucht längst keine Science-Fiction-Literatur mehr zu bemühen, um ein Bild des digitalen Zeitalters zu erhalten.
Die kommerzielle Nutzung von Informations- und Kommunikations-technologien wird zuletzt häufig mit Phänomenen wie dem „Internet der Dinge“, der „Industrie 4.0“, der „Sharing Economy“ oder auch „Crowdworking“ in Verbindung gebracht.

Damit wird vor allem der Trend beschrieben, dass intelligente und vernetzte Gegenstände sowie Onlineplattformen und virtuelle Marktplätze zunehmend in den (gewerblichen) Alltag und in Wertschöpfungsketten vordringen.

So sind in den vergangenen Jahren die Geschäftsmodelle einer Reihe von Industrien erheblich unter Druck geraten. Zum Teil müssen sie sich
deshalb neu erfinden. So kann der Wandel weiterhin als ein Prozess der „kreativen Zerstörung bezeichnet werden. Dazu gehört, dass namhafte Unternehmen vom Markt verschwinden, ebenso einstmals mächtige Wirtschaftszweige und altbekannte Berufe.

Es zeichnen sich weiters weitreichende Umwälzungen ab:
Denn während in der Vergangenheit das Humankapital der Unternehmen eng an die physische Präsenz der Mitarbeiter gebunden war, könnten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz diese Verbindung herausfordern.

Die technischen Voraussetzungen für lernfähige Roboter und Maschinen sind also längst in unserem Alltag gegenwärtig. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann sie entsprechend eingesetzt werden.
Dies hat auch Implikationen für künftige Verteilungsfragen:
Denn die Besitzverhältnisse an den Maschinen der Zukunft werden entscheidend für die Aufteilung in Gewinner und Verlierer sein.

 

Weiterführende Informationen zu Arbeit / Wirtschaft 4.0

o Zeitenwende
http://www.demos.co.at/die-grosse-zeitenwende/

o Arbeit neu denken
http://www.demos.co.at/arbeit-neu-denken/

o JA zur Wertschöpfung-Abgabe
http://www.demos.co.at/ja-zur-wertschoepfung-abgabe/

o ZEITENWENDE – Illusion 4.0
Deutschlands naiver Traum von der smarten Fabrik
http://www.demos.co.at/zeitenwende-illusion-4-0/

o Arbeit und Digitalisierung
– Die digitale Arbeitswelt von heute und morgen
– Arbeit und Technik bei Industrie 4.0
– Zur Persistenz der Argumente im Automatisierungsdiskurs
– Digitalisierung der Dienstleistungsarbeit
– Digitalisierung und „Wissensarbeit“
– Ambivalenzen digitaler Kommunikation am Arbeitsplatz
http://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/225700/arbeit-und-digitalisierung

.
Wir müssen die Chancen und Potentiale der Arbeit der Zukunft nutzen. Die Arbeit muss besser gestaltet werden, um Psychostress am Arbeitsplatz zu mindern, Qualifizierungen zu stärken und die Arbeitszeit IM SINNE der Beschäftigten zu flexibilisieren.Reiner Hoffmann:
– Nur mitbestimmte Arbeit ist Gute Arbeit !
– Gute Unternehmensführung ist mitbestimmte Unternehmensführung.
– Mitbestimmung ist aktive Demokratisierung in der Wirtschaft, welche über Arbeitsplätze und Betriebe hinaus wirkt.
Es wird auch unvermeidlich sein, die noch vorhandene Lohnarbeit neu zu verteilen.
Das bedeutet:
Wir müssen JETZT beginnen, die Arbeitszeit für alle Arbeiter und Angestellten stufenweise zu verkürzen – bei vollem oder weitgehendem Lohnausgleich, um möglichst keine Kaufkraft zu verlieren! Optimal wäre jährlich um eine halbe bis ganze Stunde, bis wir in 20 Jahren bei 22 bis maximal 25 Wochenstunden angelangt sind.

DemoS

Quellen:
bpb / APuZ
derstandard
DemoS
Reiner Hoffmann
Slideshare / GKrejci1

Hier gehts weiter:

Quo vadis Europa?

Österreichische Innenpolitik

Macht braucht Kontrolle

Korruptionsbekämpfung 1

Korruptionsbekämpfung 2

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2 Antworten auf „Thema – Arbeit / Wirtschaft 4.0“

  1. Da ich in letzter Zeit öfters gefragt wurde „was ist Digitalisierung“? Hier anbei einfache Erklärungen:

    – Streng genommen wird unter dem Begriff „Digitalisierung“ die Umwandlung analoger Daten in digitale Daten verstanden.

    – In einer erweiterten Definition bezeichnet der Begriff die durch das Internet geschaffene Möglichkeit der Allzeitverfügbarkeit und Zugänglichkeit von Daten (= Wegfallen zeitlicher und örtlicher Beschränkungen von Daten).

    – In der Folge der Weiterentwicklung des Internets und der digitalen Komponenten kam es zu Trends wie Big Data, Cloud Computing, Social Media, dem zunehmenden Einsatz mobiler Endgeräte oder auch der Entwicklung und Anwendung selbststeuernder / selbstprogrammierender / intelligenter Prozesse / Geräte (–> Roboter, IK – Künstliche Intelligenz !).

    – Im Bereich der Robotik zeichnen sich bereits Sensortechniken ab, die den menschlichen Sinnesempfindungen sehr nahe kommen. Des Weiteren werden Roboter mit selbstlernenden Elementen entwickelt.

    – Für die Arbeitswelt bedeutet dies weitreichende Veränderungen in Hinblick auf die Gestaltung von Arbeitsplätzen, auf die (Lebens-)Arbeitszeit und Arbeitsformen (z.B. Crowdworking) sowie auf Arbeitsprozesse. Diese Veränderungen werden schrittweise Platz greifen.

    Bundesarbeiterkammer, Gewerkschaftsbund, Wirtschaftskammer
    aus: Digitale Wirtschaft und Arbeitswelt

  2. „Software frisst die Welt auf!“
    Damit meinte ´Marc Adreessen´, dass im digitalen Zeitalter alles von Software gesteuert wird. Jedes Unternehmen muss sich umstellen, bis es schließlich in ein Softwareunternehmen mutiert ist. Dies gilt durch selbstlernende Software auch immer mehr für Privatpersonen.

    Und …
    92% haben noch nie den Begriff „Big data“ gehört
    88% haben keine Vorstellung von dem Begriff „Internet der Dinge“
    56% wissen nicht was „Digitalisierung“ bedeutet
    33% haben nie den Begriff „Digitalisierung“ gehört
    Yvonne Hofstetter, 2016

    >Künstliche Intelligenz entmündigt uns und übernimmt die Politik! ! <

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