Ich habe einen Traum !


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Statement von Markus Gartner bei der Solidarwerkstatt-Kundgebung „Es lebe der Staatsvertrag!“ anlässlich des 63. Jahrestages der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 2018 in Wien.

Liebe Österreicherinnen und Österreicher!

Ich habe einen Traum – den Traum der neutralen Friedensrepublik Österreich im Geiste eines Bruno Kreiskys und eines Leopold Figls – jener zwei Politiker, die federführend den österreichischen Staatsvertrag ausverhandelten, der dann am 15.Mai 1955 von der österreichischen Bundesregierung im Schloß Belvedere unter dem Motto „Österreich ist frei“ präsentiert wurde.

Jenes „Österreich ist frei“ müssen wir wieder für uns entdecken und weiterentwickeln.
– Österreich soll frei sein von Armut, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit.
– Österreich soll frei sein von Ausgrenzung, Fremdenhass und Rassismus.
– Österreich soll frei sein vom umweltschädigenden Freihandel, militärischer Aufrüstung und den neoliberalen EU-Verträgen.
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Setzen wir uns ein für ein Österreich, das frei, unabhängig, selbstständig, weltoffen, demokratisch, solidarisch und – und das ist das Wichtigste – neutral ist. Die Neutralität sorgt für Frieden in Österreich und trug auch für den Weltfrieden bei – bewahren wir uns daher unsere Neutralität.

Es lebe die neutrale Friedensrepublik Österreich!

Markus Gartner ist unabhängiger politischer Aktivist und Autor des Buches
„Politik muss wieder für die einfachen Menschen gemacht werden“.
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Zum Thema „Neutralität“ siehe auch:
Immer noch unverzichtbar: Unsere Neutralität
http://www.demos.co.at/immer-noch-unverzichtbar/

 

Der Preis des Profits …

… global steigende Armut, sinkende Bildung und Gesundheit
Von Robert Manoutschehri
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Schlechte Bildung und fehlende Gesundheitsversorgung führen dazu, dass Millionen von Menschen in einem Kreislauf aus Armut und sozialer Ungleichheit gefangen sind, der sich über Generationen fortsetzt. Sie haben oft keine Chance auf eine gut bezahlte Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben in Würde. Zudem verarmen jedes Jahr 100 Millionen Menschen, weil sie für Gesundheitsversorgung bezahlen müssen.
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Auch hierzulande sind wir von den gravierenden Folgen sozialer Ungleichheit betroffen:
Unser Bildungssystem macht es Kindern aus einkommens-schwachen Familien schwer, denselben Bildungsstand zu erreichen wie Kinder aus besser verdienenden Haushalten.

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Daher:
In Bildung und Gesundheit für alle investieren !
Denn der Zugang für alle zu öffentlichen Schulen und Universitäten mit gut ausgebildeten Lehrkräften sowie zu öffentlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren mit qualifiziertem Fachpersonal: Für Millionen von Menschen ist das eine Wunschvorstellung !!!
https://www.oxfam.de/system/files/ox_websheet_davos2018_bildung.pdf
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Weitere Themen:
– 82 % des globalen Vermögenswachstums gingen an das reichste Prozent der Weltbevölkerung
Gerechte Steuern, Steuervermeidung Superreicher stoppen
Faire Einkommen für Frauen und Männer
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Siehe den ganzen Bericht mit weiterführende Links: https://www.unsere-zeitung.at/2018/01/22/der-preis-des-profits-global-steigende-armut-sinkende-bildung-und-gesundheit/
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Quelle:
Robert Manoutschehri
UZ – unsere Zeitung
Neue Debatte
Oxfam
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Der Jugend von heute muss das klargemacht werden !

Für den größten Skandal hält Stephane Hessel die soziale Ungleichheit im Wirtschaftsleben, den Gegensatz von sehr reich und sehr arm in einer Welt, welche global zusammengewachsen ist.
Nicht genug, dass es reiche und arme Länder gibt, die kluft zwischen den beiden wird immer tiefer. Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten und eine wirkliche Abhilfe ist sofort nicht erkennbar.
Unsere Welt ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie ist seit der Finanz- und Bankenkrise aus den Fugen geraten, von den großen Profiteuren des internationalen Finanzsystems destabilisiert.
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Jedoch gegen diese Art Ungerechtigkeit etwas zu unternehmen ist viel komplexer, als sich im WKII gegen eine Besatzungsmacht aufzulehnen. Heutzutage bedeutet das :
nachdenken, publizieren, sehr LANGFRISTIG planen und handeln. Denn die Grundwerte, die in der Zeit der Resistance, des Widerstandes, gefordert wurden, diese Werte der Demokratie und der Menschenrecht, diese Werte des Kampfes gegen den Feudalismus der Finanzmächte sind sehr in Gefahr !
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Eine schlimme Gefahr ist, dass es auf der einen Seite eine ganz kleine Gruppe gibt – eben das eine Prozent der Bevölkerung, welche unglaublich reich ist und die mit ihrem immensen Geld und ihrem großen politischen Einfluss eine Allmacht ausübt, während es auf der anderen Seite Mernschen gibt, welche nur wenig und meistens gar keine Macht haben und Hunger leiden!
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Auf der ganzen Welt sieht es derzeit aus, als gäbe es keine Alternative mehr und nur noch diesen neoliberalen Raubkapitalismus, welcher so stark und unreguliert geworden ist, dass es nur noch schlimmer gehen kann.
Aber die Verletzung der Menschenrechte und die Zerstörung der Umwelt gehen uns alle an!
Und wie kann sich jeder Einzelne ganz konkret für eine bessere Gesellschaft stark machen?
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In einer Zeit der Sinnsuche und des Werteverlustes findet auch Stéphane Hessel millionenfach Gehör – ganz besonders bei der JUGEND dieser Welt!
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Die Botschaft Stéphane Hessels an die Empörten dieser Erde lautet: „Der Mensch hat nicht nur ein Gehirn, sondern AUCH EIN HERZ bekommen, und genau dieses müssen wir wieder stärken!
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Bleibt nicht dabei, empört zu sein, sondern zeigt Verantwortung. Verändert diese Welt, habt Mitgefühl, seid Bürger einer wahrhaften Weltgesellschaft !“

      

Frei nach Stephane Hessels
Engagiert Euch!” und
An die Empörten dieser Erde!
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Über den Autor STÉPHANE HESSEL,
geb. 1917, als Kämpfer der Résistance 1944 nach Buchenwald deportiert, überlebte drei deutsche KZ.
Fortan empfand er die moralische Verpflichtung, sein Leben in den Dienst der Menschenrechte zu stellen. Er beendete sein Philosophiestudium, trat in den diplomatischen Dienst ein.
Innerhalb der UNO setzte er sich für jene Ideale ein, denen er sich seit jeher verbunden fühlt: eine Welt ohne Atombomben, ohne Konzentrationslager, ohne Imperialismus – eine Welt, in der die Menschenrechte eingehalten werden.
Auch nach Ende seiner offiziellen Berufstätigkeit bleibt Hessel politisch aktiv, mahnt Recht und Gerechtigkeit, Verantwortung und Zivilcourage an – mit sensationeller Resonanz.
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Siehe weiters auch:
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Sparen steigert Ungleichheit !!!

Dass die Ungleichheit ansteigt, wenn öffentliche Ausgaben gekürzt werden, wurde jüngst auch auf europäischer Ebene im Umgang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 ersichtlich.

Wie Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen, hatte diese Sparpolitik negative Auswirkungen auf die ökonomische Ungleichheit in den betreffenden Volkswirtschaften.
– Die Budgetkürzungen verschärften die wirtschaftliche Krise und führten zu höherer Arbeitslosigkeit.
– Dadurch wurden die Kosten der Bankenkrise letztendlich vor allem von Menschen mit niedrigen Einkommen geschultert.
– Gleichzeitig lässt steigende Arbeitslosigkeit die Staatseinnahmen sinken, sodass die Sparbestrebungen paradoxerweise zu einem Bumerang für den öffentlichen Haushalt werden können.

Siehe den Beitrag von Romana Brait (AK-Wien Referentin für öffentliche Haushalte):
„Sparen steigert Ungleichheit – wer Sozialleistungen kürzt, vergrößert die Kluft zwischen Reich und Arm!“
unter
https://blog.arbeit-wirtschaft.at/sparen-steigert-ungleichheit-wer-sozialleistungen-kuerzt-vergroessert-die-kluft-zwischen-reich-und-arm/