Wahrheit? „Wahres Wissen“ und demokratisch verfasste Gesellschaft

Die Bedeutung des Ausspruch´s  vom „postfaktischen Zeitalter“ bezieht sich auch auf die Beobachtung, dass Vertreterinnen und Vertreter populistischer Parteien sich bei ihren Äußerungen nicht mehr an Fakten halten, sondern sich über etabliertes Wissen hinwegsetzen und bisweilen auch schlicht lügen.

Das reicht von der unqualifizierten Leugnung ihrer eigenen Aussagen aus der Vergangenheit, da die sich leicht belegen lassen, bis hin zur Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse wie zB des Klimawandels, welche nicht ganz so einfach zu überprüfen sind.

In der „Wissensgesellschaft“ heutzutage zählt Wissen als wichtigste Produktivkraft:
Wissenschaftliches Wissen, also „verlässliches Wissen“, ist von zentraler Bedeutung für den gesellschaftlichen Fortschritt.

Tatsächlich zeigt die Beunruhigung über den sich verbreitenden Populismus und Antiintellektualismus zweierlei:
– Zum einen hat die moderne Wissenschaft in den modernen Gesellschaften seit der Aufklärung eine immer größere Autorität als Institution erlangt.
– Zum anderen ist man sich der Fragilität der Demokratie bewusst. Es gilt zwar die Demokratie als die beste aller Regierungsformen …
Doch das urdemokratische Prinzip der Mehrheitsentscheidung hat jedoch, wenn es in größeren Gemeinschaften realisiert wird, eine Schwäche; es ist anfällig für Emotionalisierung, Skandalisierung, für Propaganda und darauf gründende Ad-hoc-Entscheidungen !

So stellt sich auch die Frage:
Was ist „wahres/verlässliches Wissen“ und wie kommt die Gesellschaft zu „wahrem/verlässlichen Wissen“?

Siehe weitere Kapitel dazu:
o Kleine Geschichte des „wahren Wissens“
o Wesensergründung, Beobachtung, Skepsis
o Ende der objektiven Wahrheit?
o Alles konstruiert?
unter
http://www.bpb.de/apuz/245215/wahres-wissen-und-demokratisch-verfasste-gesellschaft

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Quelle:
bpb / Peter Weingart
Politik und Zeitgeschichte
APuZ 13/20/17
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