Sieben Schritte auf dem Weg von der Vision zur Realität

1. Finanzielle Gleichstellung aller freien Schulen mit den öffentlichen Schulen: Freie Schulen sind die Motoren eines sich wandelnden Bildungssystems, von dem a la longue auch die öffentlichen Schulen profitieren werden. Derzeit sind sie aufgrund der Notwendigkeit von Elternbeiträgen nur für einen Bruchteil der Interessierten leistbar. Durch eine volle Finanzierung dieser Schulen/pro Kind (also für Personal und die Infrastruktur) wird eine wirklich freie Schulwahl für alle ermöglicht.

Noch offene Fragen: Kontrolle der Schulen, wer darf unterrichten?, Schulverwaltung, Leistungsnachweise, LehrerInnen-Bildung, …

2. Auch außerschulische Wege des Sich-Bildens werden als gleichwertig anerkannt und nicht an eine jährliche Externistenprüfung gekoppelt. Den (jungen) Menschen werden MentorInnen zur Seite gestellt, die sie (und ihre Eltern) dabei unterstützen, das passende Angebot zu finden bzw. ein solches nachfrageorientiert zu schaffen.

Damit wird die Möglichkeit geschaffen, bereits ab sofort auch in der „alten Schule“ Bildungs-Räume zu schaffen, die nach und nach die „alten Schulen” zunächst ergänzen und vlt. irgendwann auch ersetzen sollen.

3. Anerkennung der elementarpädagogischen Begleitung von jungen Menschen als vollwertiges Bildungsangebot mit altersadäuquaten Methoden

Offene Fragen: Ausbildung, Gehalt der PädagogInnen, Dienstgeber? …

4. Öffnung der “Schulen” für alle Generationen, d.h. Aufhebung der strikten altersbezogenen Trennung, Schaffen von generationenübergreifende Bildungs-Räumen

5. An Schulen und Bildungsräumen/Lebensräumen kommen auch Wissende und Erfahrene zum Einsatz, nicht nur PädagogInnen mit abgeschlossener Ausbildung. Letzere übernehmen die Rolle von Bildungsweg-BegleiterInnen bzw. MentorInnen bzw. als Wissende und Erfahrene in ihrem Bereich.

6. Die Lehrpläne orientieren sich zunehmend an der Nachfrage der Lernenden und werden nach Interessen und Begabungen individualisiert. Die sogenannten Kulturtechniken (schreiben, lesen, rechnen) werden implizit erfahren bzw. „nebenbei“ mit vermittelt. Wer sich interessensgesteuert bildet, lernt diese Techniken automatisch mit. (Unterrichten ohne Plan bringt für Lernende die Gefahr steigender Frustration und für Lehrende das wachsende Risiko von Burn Out.)

7. Universitäten machen ihrem Namen wieder alle Ehre, indem sie disziplinenübergreifend forschen, lehren und erfahren. Sie dienen denen, die sich fachlich und persönlich weiterentwicklen wollen als Bildungs-, Forschungs- und Erfahrungs-Raum und arbeiten an der Lösung von Fragestellungen und Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

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