Kapitalismus und Postwachstumsgesellschaft. Geht beides zugleich?

Darüber herrscht unter Experten weitgehend Einigkeit: Kapitalismus braucht ständiges Wachstum. Was passiert mit dem Kapitalismus, wenn Wachstum – schon Ressourcen-bedingt – in immer mehr Bereichen nicht mehr möglich sein wird? Welcher Stellenwert kommt dabei der Nachhaltigkeit-Debatte zu? Und was kommt nach dem Kapitalismus? Gibt es einen „friedlichen Wandel“ oder bedarf es eines Zusammenruchs ins völlige Chaos, ehe „DAS NEUE“ entstehen kann?

Diese und weitere Fragen zum Thema wollen wir hier mit Dir diskutieren.

Zur thematischen Anregung: https://experimentselbstversorgung.net/11-schritte-zu-einer-wirtschaft-ohne-wachstum/

 

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4 Antworten auf „Kapitalismus und Postwachstumsgesellschaft. Geht beides zugleich?“

  1. Da der Kapitalismus und eine Postwachstumsgesellschaft einander nach meiner Meinung völlig ausschließen, sollten wir also über den „Post-Kapitalismus“ diskutieren:

    Wird die Gesellschaft dann weiter vom „Kapital“ gesteuert werden? Wenn ja, mit welchen (absolutistischen?) Mechanismen?
    Wenn nein, WER steuert dann WIE das soziale, das wirtschaftliche und das gesellschaftliche Zusammenleben? Können wir uns darüber eine Vorstellungen bilden, die einigermaßen „realistisch“ sein könnte?

  2. Man könnte ja auch fatalistisch sagen: Na und, gibt es halt einen totalen Kollaps. Wir Menschen leiden und sterben so oder so. Das ist eine Tatsache des Lebenskreislaufes und mit dieser Tatsache müssen wir uns abfinden, dann brauchen wir uns nicht davor fürchten. Abgesehen davon lebt der Kapitalismus – der „Raubtierkapitalismus“ (ich bin mir nicht sicher, ob diese Differenzierung notwendig ist; sie impliziert, dass es einen menschenfreundlichen und naturfreundlichen Kapitalismus (auch) gibt – von Katastrophen: Zerstören und Wiederaufbau, aus beiden lassen sich Geschäfte machen. Aus welchen Motiven sollten Menschen sich gegen dieses Gewinnversprechen entscheiden? Warum sollte ich mir den mühevollen Weg des Widerstandes aneignen, wenn ich mit Anpassung leichter leben kann? Ich werde ohnehin sterben, meine Kinder ebenso. Wer früher stirbt, ist länger tot, eine rein physikalische Angelegenheit. Aus welchem Substrat sind Mitleidsgefühle für Verlierer? Sind dies am Ende religiöse Gefühle?
    Im übrigen möchte ich den Begriff „Postwachstum“ nochmals zu Diskussion stellen. Er ist meines Erachtens zu sehr auf die Wirtschaft bezogen. Gesamt gesellschaftlich gesehen wünsche ich mir immer ein Wachstum. Es kommt eben darauf an, welche Pflanzen wir setzen. Und selbst in der Ökonomie kann ich mir ein Wachstum ohne fossile Energieträger vorstellen.

  3. Ich frage mich immer, warum muss es ein Wachstum geben?
    Es ist mehr als genug für alle da.
    Die Frage ist, wie kann man ohne Gier und Geiz leben?
    Wie verändert man das Denken der Menschen?

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