Die Digital-Utopie von Richard David Precht

Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben?
Sondern: Wie wollen wir leben?
Dieses Buch will zeigen, wo die Weichen liegen, die wir richtig stellen müssen.
Denn die Zukunft kommt nicht – sie wird von uns gemacht!
.
Richard David Precht spannt im seinem Buch Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft einen großen Bogen von der Dystopie einer ungebremsten Internetwirtschaft bis hin zu einer Utopie, wie die kommende Digitalisierung einen Nutzen für die gesamte Gesellschaft entwickeln kann.
Er beschreibt detailliert, warum es ein „weiter so“ in der Politik nicht geben kann.
– Die Auflösung der Privatsphäre,
– die Entmündigung des Bürgers durch automatische Algorithmen,
– die Vermehrung von Macht und Reichtum von ganz wenigen Menschen,
– der Verlust von Arbeitsplätzen durch Computer und Roboter,
– der Energiehunger von Kryptowährungen und nicht zuletzt
– der Verlust von menschlichen Eigenschaften wie Liebe. Fürsorge und Authentizität sind für ihn wichtige Punkte.
.
Das alte Bild der menschlichen Lohnarbeit als prägendes Merkmal individueller Selbstentfaltung und als Garant des Sozialstaats bismarckscher Konzeption hat in einer solchen Welt ausgedient.

Doch Precht entwirft eine Utopie für eine digitale Gesellschaft, die hoffen lässt.
„Sehen Sie, im 24. Jahrhundert gibt es kein Geld. Der Erwerb von Reichtum ist nicht mehr die treibende Kraft in unserem Leben. Wir arbeiten, um uns selbst zu verbessern – und den Rest der Menschheit.“ Mit diesem Zitat beginnt Precht sein Buch !
.

Precht erklärt, dass alle Berufe, die durch Computer ersetzt werden können, früher oder später aussterben – doch anstatt die drohende Massenarbeitslosigkeit zu beklagen, sollten wir uns freuen, dass uns die langweilige und entfremdete Arbeit abgenommen werde.
Endlich habe der Mensch Zeit, sein Leben frei zu gestalten und seiner wahren Bestimmung nachzugehen –was für ein luxuriöser Gedanke! .
.
Quelle:
audible.de
Goldmann Verlag
thomas-martens.de
vorwaerts.de zeit.de

5 Antworten auf „Die Digital-Utopie von Richard David Precht“

  1. Es bleibt die Frage, wovon wir leben, wenn ein Großteil der Erwerbsarbeit wegfällt!

    Der Philosoph hat auch darauf eine Antwort, sein Buch ist ein Plädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen, das sich problemlos durch eine Finanztransaktionssteuer finanzieren ließe. Um Prechts großen Wurf nachvollziehen zu können, müssen wir vor allem einen entscheidenden Gedanken zulassen:
    „Arbeit hat in der Zukunft nichts mehr mit Anerkennung und dem Erlangen von sozialem Status zu tun!“

    https://www.zeit.de/angebote/buchtipp/precht-5/index/seite-2

  2. Literaturempfehlungen zur „digitalen Zukunft“ von Richard David Precht

    Zygmunt Baumann: Verworfenes Leben
    Martin Ford: Der Aufstieg der Roboter
    https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/verwandte-themen/aufstieg-der-roboter/26378
    Steffan Heuer / Pernille Tranberg: Mich kriegt ihr nicht !
    https://www.arbeit-recht-soziales.at/mich-kriegt-nicht
    Reiner Hoffmann / Claudia Bogedan: Arbeit der Zukunft
    https://www.arbeit-recht-soziales.at/hoffmann-arbeit-zukunft
    Torsten Hübschen: Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen
    https://www.smartworkers.net/2015/05/buchtipp-out-of-office-warum-wir-die-arbeit-neu-erfinden-muessen/
    Andrew Keen: Das digitale Debakel
    Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit
    https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Recht_auf_Faulheit
    Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft
    https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Ende_der_Arbeit
    Klaus Schwab: Die vierte industrielle Revolution
    https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-die-vierte-industrielle-revolution/1423651
    Richard Sennett: Der flexible Mensch
    https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sennett#Der_flexible_Mensch
    Richard Sennett: Die Kultur des neuen Kapitalismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Sennett#Die_Kultur_des_neuen_Kapitalismus
    Philipp Staab: Falsche Versprechen
    http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/258450/falsche-versprechen
    Andreas Syska: Illusion 4.0
    Harald Welzer: Die smarte Diktatur
    Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Seele_des_Menschen_unter_dem_Sozialismus

  3. Gerfried Stocker
    vom Ars Electronca Center geht in seinem Vortrag auf die Auswirkung der Digitalisierung in den Schulen ein und betont: „Die Technologie ist nur ein Tool, es liegt an uns Menschen, wie wir sie verwenden!“.
    https://www.youtube.com/watch?v=WsC1vRhQu74&feature=youtu.be

    Für Stocker ist die Digitalisierung nichts Bedrohliches, vielmehr bietet sie neue Chancen und Möglichkeiten, die wir gut nützen können. „Dass Technologie ins Klassenzimmer gehört, steht ausser Frage“, so Stocker.

    Der Vortrag wurde am 29. Juni 2018 an der Pädagogischen Hochschule in Linz gehalten.
    https://www.youtube.com/watch?v=WsC1vRhQu74&feature=youtu.be

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*