Politik braucht Bildung und Wissen !

Zur Erinnerung; denn viele haben anscheinend heute dies vergessen: Politik braucht Bildung und Wissen !
Und zwar von den Jungen bis zu den Alten und von den Wählern bis zu den Gewählten !

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung fördert das dringend notwendige Nachdenken über Alternativen und öffnet Perspektiven für eine gerechtere Welt. Gerade jetzt in Zeiten des fragilen neoliberalistischen Weltsystems ist das überaus wichtig!

Die Eckpunkte jedes politischen Handelns müssen Freiheit und Gerechtigkeit in Solidarität, individuelle und soziale Menschenrechte sein.

Publikationen
https://www.rosalux.de/publikationen/ 

RETROSPEKTIVE:


https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/RosaLux/RosaLux_SO_20Jahre-RLS.pdf
.

Rosa-Luxenburg-Stiftung:
«Die Stiftung bringt kritische Denker zusammen und fördert deren Austausch. Damit trägt sie entscheidend zur Erneuerung einer dynamischen und internationalen Linken bei – in einer Phase, in der sich eine ganze neue Generation wegen der inneren Widersprüche des Kapitalismus für kritische Gesellschaftsanalysen und fortschrittlichen sozialen Wandel öffnet
Rick Wolff, US-amerikanischer Wirtschaftsprofessor

.

«Die politischen Bildungsprozesse, die von der Stiftung angeschoben wurden, tragen zu einem größeren Gender- und zum sozialen Bewusstsein der Frauen in Guatemala bei. Ich schätze die ‹geschwisterliche›, solidarische Zusammenarbeit sehr. Sie gelingt, weil wir gemeinsameZiele haben: neue Werte und Bedeutungen zu entwickeln. Wir machen weiter mit dem Herzen auf der linken Seite. »
Walda Barrios Klee, Union Guatemaltekischer Frauen

.

«Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist ein wichtiger Anlaufpunkt für bildungshungrige Menschen und Plattform für den Austausch über drängende gesellschaftliche Fragen. Ihre Arbeit liefert wertvolle Impulse für die LINKE und das gesamte linke Spektrum. Sie wird auch künftig eine gute Adresse sein, wenn es um kritische und emanzipatorische politische Bildung geht.»
GESINE LÖTZSCH

.

«Schon vor einem Jahrhundert hatte Rosa Luxemburg verstanden, dass die Fortsetzung der Logik der Kapitalanhäufung zur Barbarei führt.
Unter der Ägide dieses großen Namens engagiert sich die Stiftung an der Seite derArbeiter der Welt, streitet mit ihnen für die Emanzipation auf demokratischem Weg.»
SamIr Amin, Ägyptischer Ökonom

.

«Eure Solidarität ist für uns von außerordentlicher Bedeutung. Wir bewahren das Vermächtnis Rosa Luxemburgs, wonach die Herausbildung eines politischen Massenbewusstseins unumgänglich ist, um soziale Transformationsprozesse voranzubringen. Anerkennung und weiter viel Erfolg bei Bildungsprojekten für die menschliche Emanzipation.»
João P. Stédile, Landlosenbewegung Mst/Brasilien 

.

«Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine Herausforderung, sich jenseits der aktuellen Tagespolitik viel eingehender mit politischen Themen auseinanderzusetzen und kann daher in jeder Hinsicht ein Gewinn sein. Sie ist ein Ort kritischer Gesellschaftsanalyse und Forum kritisch Denkender, die über gesellschaftliche Alternativen gründlicher nachdenken und ebenso handeln wollen.»
Gregor GYSI

.

Quelle:
Rosalux, Sonderausgabe 2010
https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/RosaLux/RosaLux_SO_20Jahre-RLS.pdf
und
http://bilgungwissen.blogspot.co.at/2013/08/rosa-luxenburg-stiftung-politik-braucht.html
.

Siehe zu diesem Thema „Bildung und Wissen“ auch:
Was ist politische Bildung?
Über die Zerstörung der Rationalität in den Bildungsinstitutionen ! 
„Wahres Wissen“ und demokratisch verfasste Gesellschaft 

Warum FPÖVP die AK schwächen/vernichten wollen!

Durch die Schaffung der Arbeiterkammern ist die Arbeiterschaft zur gesellschaftlichen und menschlichen Gleichberechtigung aufgerückt, die durch die gewerkschaftliche Arbeit vorbereitet wurde.

Eine erfolgreiche Vertretung der ArbeitnehmerInnen muss auf drei Ebenen stark sein:
– Vorort im Betrieb (Betriebsräte / Personalvertretung),
– in der Branche (Gewerkschaften) und
– gegenüber Staat und Politik (Arbeiterkammer).

Die AK sendet VertreterInnen in Organisationen wie zB Gebietskrankenkasse, Pensionsversicherungsanstalt, das Arbeitsmarktservice, sowie Arbeits- und Sozialgerichte.

.
In der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung haben die konservativen und neoliberalen Kräfte das Sagen und schon seit langen wollte die FPÖVP die AK durch die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft schwächen.

Und wer die AK schwächt, schwächt die Gewerkschaften und damit die ArbeitnehmerInnen.

In Österreich gibt es (noch?) eine große KV-Deckung, 95% sind durch Kollektivverträge erfasst.
Es kann sich jeder selbst ausrechnen, was dies bei einer neoliberalen Ausbeutungspolitik ohne AK und Gewerkschaft für die Arbeitnehmerschaft bedeuten würde.

Man kann es auch schon heute am Negativ-Beispiel Deutschland erkennen, wo nur max. 60 % durch KVs abgedeckt sind und trotz nie geahnter, maximalen Gewinnen vieler Firmen es der Arbeitnehmerschaft immer schlechter geht und für viele im desaströsen HarzIV endet.

Nur mit einer sozialen und demokratischen Mehrheit haben die ArbeiternehmerInnen eine starke AK, denn das Ergebnis der AK hat wesentliche Auswirkungen auf die AK-Leistungen!

Die sozialen Ziele  der AK sind unter anderen:

– Anerkennung statt Ausbeutung
Wir fordern mehr Respekt vor der Leistung arbeitender Menschen. Dazu gehört zuerst eine gerechte Entlohnung. Doch Respekt ist mehr: Gesunde und familienfreundliche Arbeitsplätze, an denen ein positives Betriebsklima gefördert wird. Wo Wertschätzung gelebt und Freizeit als solche akzeptiert wird. Und wo betriebliche Mitbestimmung eine Selbstverständlichkeit ist.

Es geht nicht um Jobs, sondern um gute Arbeit, die den Lebensstandard sichert.
Wolfgang Katzian

– Einkommen zum Auskommen
Wer arbeitet, muss auch davon leben können. Darum fordern wir einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto pro Monat und wirksame Maßnahmen gegen „Lohn- und Gehaltsdiebstahl“. Den ArbeitnehmerInnen muss es leichter gemacht werden, von Teilzeitjobs in Beschäftigungen mit mehr Stunden zu wechseln.

Leistung muss sich lohnen – das muss auch für die Beschäftigten gelten!
Erich Foglar

– Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
Die Einkommensschere in Österreich muss geschlossen werden. Ein Hebel dazu: In den Betrieben muss echte Einkommenstransparenz durchgesetzt werden und das Gesetz für verpflichtende Gehaltsangaben in Stellenausschreibungen gehört ausgebaut. Dabei soll in Zukunft auch der Ist-Lohn beim jeweiligen Arbeitgeber ausgewiesen werden – nicht nur der Mindestlohn. Aber vor allem müssen Gesetzesverletzungen verfolgt werden.

– Arbeit entlasten, Vermögen besteuern
Wir fordern weniger Steuern auf Arbeit und mehr auf Vermögen. Wer ein Privatvermögen von über einer Million Euro hat, soll einen größeren Beitrag leisten. Mit den erzielten Einnahmen kann die Lohnsteuer reduziert werden. Darüber hinaus lassen sich Investitionen in soziale Dienstleistungen, Bildung, den sozialen Wohnbau und in die Infrastruktur finanzieren.

Gerechtigkeit heißt: Wer viel hat, muss auch mehr beitragen.

– Kein Ausverkauf öffentlicher Dienstleistungen
Internationale Erfahrungen zeigen, dass die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen für BürgerInnen und betroffene MitarbeiterInnen meist negative Folgen hat.
Arbeits- und Ausbildungsplätze gehen verloren, die täglich notwendigen Dienstleistungen werden teurer und die Versorgungssicherheit ist gefährdet. Etwa in Portugal, wo in vielen Regionen das Wasser nach einer Privatisierungswelle vier Mal so teuer wurde.

– Sechs Wochen Urlaub
Druck am Arbeitsplatz ist ungesund. Um psychischen Erkrankungen vorzubeugen, sollen alle ArbeitnehmerInnen nach 25 Arbeitsjahren Anspruch auf eine sechste Urlaubwoche haben – auch jene, die nicht durchgängig beim selben Dienstgeber beschäftigt waren.

Die Beschäftigten in Österreich gehören zu den produktivsten in Europa. Schon jetzt kommen österreichische ArbeitnehmerInnen auf eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden. Damit liegt Österreich europaweit an zweiter Stelle. Aber zu viel Druck in der Arbeit macht krank. Das zeigt sich auch daran, dass Österreich bei den psychischen Erkrankungen im europäischen Spitzenfeld liegt.

– Gute Ganztagsschulen für alle SchülerInnen
Alle Kinder sollen so gefördert werden, wie sie es brauchen. Deshalb fordert die FSG, dass alle SchülerInnen die Möglichkeit haben, eine ganztägig geführte Schule mit verschränktem Unterricht zu besuchen. Denn nur in solchen Schulen steht genügend Zeit für die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen zur Verfügung. Und damit werden die Bildungschancen für alle verbessert.

In unserer Gesellschaft sollen alle Kinder dieselben Chancen haben. Und dazu gehört schließlich auch, dass alle in die gleiche Schule gehen.

– Chancen für die Jugend, her mit der Fachkräftemilliarde
Die FSG fordert die Realisierung der sogenannten „Fachkräftemilliarde“. Alle Unternehmen zahlen dabei ein Prozent ihrer jährlichen Bruttolohnsumme in einen Topf ein. Das bringt eine Milliarde Euro, mit der Betriebe gefördert werden sollen, die Lehrlinge ausbilden.

– Gute Pensionen durch gute Arbeit
Die Höhe der ASVG-Pensionen darf für künftige Generationen nicht verringert werden. Ebenso ist eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters abzulehnen. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass ausreichende Mittel für die Pensionsversicherung vorhanden sind. Der beste Weg dorthin sind eine starke Beschäftigung und Arbeitsbedingungen, unter denen Menschen im Beruf länger gesund bleiben.

Sollte einer der üblichen Panikexperten in Sachen Pensionen mal arbeitslos werden, kann er sofort in Hollywood anheuern: Die erfundenen Schauergeschichten über unser Pensionssystem reichen locker für ein Dutzend Horrorfilme. Paul Kovanda

Österreich hat eines der leistungsfähigsten Pensionssysteme in der EU. Die älteren Generationen sind finanziell abgesichert und ihre Kaufkraft bleibt erhalten.

EU-Berechnungen zeigen, dass der Finanzierungsbedarf dafür NICHT explodieren wird. Ein staatliches Pensionssystem ist weitaus stabiler ist als die private Vorsorge, wie nicht zuletzt die Finanzkrise gezeigt hat.
In Folge der Einbrüche auf den Finanzmärkten wurden nach 2008 viele PRIVATE Pensionen stark gekürzt.

weiter Themen sind:

– BESCHÄFTIGUNGSOFFENSIVE, Investieren, um Arbeit zu schaffen
– PENDELN, Ausbau des öffentlichen Verkehrs
– WEITERBILDUNG, eine Woche bezahlte Weiterbildung pro Jahr
– ERSCHWINGLICHES WOHNEN, Wohnen muss billiger werden – LEISTBARES LEBEN, Lebensmittelpreise senken
– BESSERE KINDERBETREUUNG, mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder
– PFLEGE, Pflege durch Profis
– FINANZMÄRKTE, neue Finanzkrisen verhindern
.


.

.
Quelle
AK
ÖGB

Ich habe einen Traum !


.

Statement von Markus Gartner bei der Solidarwerkstatt-Kundgebung „Es lebe der Staatsvertrag!“ anlässlich des 63. Jahrestages der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 2018 in Wien.

Liebe Österreicherinnen und Österreicher!

Ich habe einen Traum – den Traum der neutralen Friedensrepublik Österreich im Geiste eines Bruno Kreiskys und eines Leopold Figls – jener zwei Politiker, die federführend den österreichischen Staatsvertrag ausverhandelten, der dann am 15.Mai 1955 von der österreichischen Bundesregierung im Schloß Belvedere unter dem Motto „Österreich ist frei“ präsentiert wurde.

Jenes „Österreich ist frei“ müssen wir wieder für uns entdecken und weiterentwickeln.
– Österreich soll frei sein von Armut, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit.
– Österreich soll frei sein von Ausgrenzung, Fremdenhass und Rassismus.
– Österreich soll frei sein vom umweltschädigenden Freihandel, militärischer Aufrüstung und den neoliberalen EU-Verträgen.
.
Setzen wir uns ein für ein Österreich, das frei, unabhängig, selbstständig, weltoffen, demokratisch, solidarisch und – und das ist das Wichtigste – neutral ist. Die Neutralität sorgt für Frieden in Österreich und trug auch für den Weltfrieden bei – bewahren wir uns daher unsere Neutralität.

Es lebe die neutrale Friedensrepublik Österreich!

Markus Gartner ist unabhängiger politischer Aktivist und Autor des Buches
„Politik muss wieder für die einfachen Menschen gemacht werden“.
.

.
– – – – – –
.

Zum Thema „Neutralität“ siehe auch:
Immer noch unverzichtbar: Unsere Neutralität
http://www.demos.co.at/immer-noch-unverzichtbar/

 

Kapitalismus; Privatisierung öffentlicher Güter und Korruption

Am 15.9.2008 kollabierte mit der Investmentbank Lehman Brothers zugleich die letzte Großideologie des 20.Jahrhunderts: Der Neoliberalismus. In den zwei Jahren vor der Finanzkrise hatten die Manager von Lehman allein an Bonuszahlungen acht Milliarden US-Dollar kassiert –Belohnungen für jene „Finanzprodukte“, die in die Pleite führten, oder Schweigegeld?

Heute werden die Billionenverluste der Finanzwirtschaft sozialisiert (d.h. den Staaten und damit den Bürgern aufgehalst), die Profite aber bleiben privatisiert. Wie –außer durch Korruption– lässt sich erklären, dass Medien und Politik dies alles propagierten und legalisierten?
Enron, ComRoad, Andersen alias Accenture, Flowtex, Bertelsmann, Blackwater –die Machenschaften großer Firmen müssen heute auch aus kriminologischer Sicht analysiert werden. Die Privatisierung der öffentlichen Güter vom Wasser bis zur Bildung, selbst des Militärs, bedrohen uns weiterhin.

Die Auswirkungen der Privatisierung auf die Gestaltung des öffentlichen Raums und daher auch auf die Rahmenbedingungen menschlicher Sicherheit sind weitreichend.

Menschliche Sicherheit bedeutet Freiheit von Furcht und Freiheit von Mangel („freedom from fear“ and „freedom from want“; UNDP 1994 ), die alltäglichen Bedrohungen durch Krankheiten, Hunger, Arbeitslosigkeit, Verbrechen, soziale Konflikte, politische Repression und Umweltschäden sollen ein Ende haben.
Die Bereiche, in denen menschliche Sicherheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts bedroht ist, können unschwer identifiziert werden. Es sind die Umweltsicherheit im Sinne der Verfügbarkeit lebenswichtiger Ressourcen wie sauberer Luft, fruchtbarer Böden und sauberen Wassers. Damit ist eng die Ernährungssicherung verbunden, und zwar sowohl im Sinne von „food security“ als auch im Sinne von „food safety“.
Doch als Folge eines weltweiten Verdrängungswettbewerbs steigt die Arbeitslosigkeit und es wächst die Arbeit im Schattenreich der Informalität.

Zusätzlich werden nun auch öffentliche Güter wie zB. Wissen, Wasser, Straßen, Opern, Strände, Bergkulissen, die öffentliche Sicherheit und die Feuerwehr zum Ziel renditesuchender Kapitalanleger.
Und wie unrentable Immobilien durch steuerliche Regelungen privaten Anlegern hohe Profite gebracht haben, so können auch öffentliche Güter zur Erzeugung von Renditenn genutzt werden!
.
Was wäre nun bei einer Privatisierung öffentlicher Güter zu berücksichtigen:

o Die Folgen für die Marktstrukturen; wird das öffentliche lediglich durch ein privates Monopol ersetzt?
o Die Folgen für Effizienz und Produktivität der privatisierten Einrichtungen; kommt die erwartete Steigerung zustande?
o Die Wirkungen auf die Beschäftigten, und zwar sowohl im Hinblick auf die Zahl der Beschäftigten als auch auf die Qualität der Arbeit, die Sicherheit der Arbeitsplätze etc.;
o Die Folgen für Kosten und Preise, die die Nutzer der nun privatisierten Güter und Dienstleistungen zu bezahlen haben;
o Die Konsequenzen für die Versorgungssicherheit, d.h. auch für Umwelt und Gesundheit;
o Die Wirkungen im globalen Rahmen, insbesondere in bezug auf EU-Regeln und GATS-Verhandlungen.
Doch in aller Regel ist bei Privatisierung öffentlicher Einrichtungen und Güter auch Korruption im Spiel.
Korruption kennt viele Dimensionen.
Sie reicht von der kleinen Bestechung von Staatsdienern über die Bestechung im großen Stil von hohen Beamten, ja von Staatspräsidenten und Königshäusern.
.
Auch die Kriminalität des Managements privater Unternehmen weist alle Elemente der Korruption auf, nämlich private Bereicherung auf Kosten Dritter, zumeist der Beschäftigten, der Kunden und der Staatskasse, illegales Handeln, Intransparenz.
.
Die Schädigung der Allgemeinheit zu Gunsten privater Vermögen ist das Prinzip!

Doch der Kapitalismus ist nicht stabil und krisenfrei. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte, sind für wachsende Ungleichheit, ja für Armut und Elend in der Welt verantwortlich.
Und eine kapitalistische Gesellschaft ohne Öl versinkt (derzeit immer noch) im Chaos. Im Innern der Gesellschaft reifen jedoch glaubwürdige Alternativen heran (solidarische Ökonomie, ökologisch nachhaltige Gesellschaft).Der Kapitalismus wie wir ihn kennen, gerät an ein Ende!
.
Quelle:
Elmar Altvater
– Privatisierung und Korruption: Zur Kriminologie von Globalisierung, Neoliberalismus und Finanzkrise
– Was passiert, wenn öffentliche Güter privatisiert werden?
– Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen

.

                                                     Elmar Altvater
.
Weitere Informationen siehe auch:
.
– Der Ausverkauf der Republik !
http://www.demos.co.at/der-ausverkauf-der-republik/
– Chaos, Fassadendemokratie, tiefer Staat, und …
http://www.demos.co.at/chaos-fassadendemokratie-tiefer-staat-und/
– Globalisierung durch Wandel? Wandel durch Globalisierung?
http://www.demos.co.at/globalisierung-durch-wandel-wandel-durch-globalisierung/
– Korruptionsbekämpfung
http://www.demos.co.at/korruptionsbekaempfung/
– Korruptionsbekämpfung 2
http://www.demos.co.at/korruptionsbekaempfung-2/
– wenn wir jetzt nichts tun …
http://www.demos.co.at/wenn-wir-jetzt-nichts-tun/
– Er macht Mut, dass auch Veränderungen möglich sind.
http://www.demos.co.at/er-macht-mut-dass-auch-veraenderungen-moeglich-sind/
.

Frisst die Industrie 4.0 die Jobs langsam ?

von Robert Manoutschehri
.
Schon heute ist jeder vierte sozialabgabenpflichtig Beschäftigte theoretisch durch Computer und computergesteuerte Maschinen ersetzbar, so die jüngste Studie zum politisch und wirtschaftlich in blauäugig, neoliberaler Technologiegläubigkeit relativ „ausgeblendeten“ Thema der heraufdämmernden vierten industriellen Revolution, die je nach Ausbaustufe und fehlender Vorbereitung des Bildungs- und Arbeitsmarktes bis zu 57 Prozent aller Arbeitsplätze überflüssig machen könnte.

.

.
siehe weiters:
.
– den Artikel unter
https://neue-debatte.com/2018/02/16/industrie-4-0-die-technologische-revolution-frisst-die-jobs-langsam/
.
– bzw.:
https://www.unsere-zeitung.at/2018/02/16/industrie-4-0-maschinelle-revolution-gefaehrdet-schon-jetzt-jeden-vierten-job/
.
– Infos des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung
http://www.iab.de/de/informationsservice/presse/presseinformationen/kb0418.aspx
.
– Kurzversion der IAB-Studie
http://doku.iab.de/kurzber/2018/kb0418.pdf
.

.
Robert Manoutschehri,
ist Fotograph, Grafikdesigner, Journalist und Texter für Bürgerinitiativen und NGOs.
.
.
Quellen:
IAB
Neue Debatte
Unsere Zeitung
.

Täglich grüsst der Mythos der zu hohen Abgabenquote

von Vanessa Mühlböck

Leider ein immer aktuelles Thema:
Wieder einmal ist die Höhe der Abgabenquote im Zentrum der Debatte: Österreich müsse dringend seine Steuern und Abgaben senken, da die Abgabenquote im internationalen Vergleich zu hoch sei.
.
Nur oberflächlich betrachtet klingt dies verlockend:
Die Abgaben und Steuern werden gesenkt, wir können alle billiger und mehr einkaufen bzw. mehr Geld zur Seite legen.
.
Komplett übersehen wird hierbei die Tatsache, dass das Einheben
von öffentlichen Abgaben und Steuern kein Selbstzweck ist.
.
Mit diesen Einnahmen werden wichtige Steuern und Abgabene Leistungen finanziert, von der Bildung, über die Krankenversorgung für alle bis hin zur Bereitstellung der
öffentlichen Infrastruktur (Straßen, Schienen, öffentliche Sicherheit etc.)
.
Diese sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und könnten sich viele von uns allein in dieser Qualität nicht leisten.
.
Lesen Sie den Beitrag auf
http://blog.arbeit-wirtschaft.at/taeglich-gruesst-der-mythos-der-zu-hohen-abgabenquote/


Vanessa Mühlböck
Referentin für Steuerpolitik / Abteilung Steuerrecht der AK-Wien
Arbeit & Wirtschaft

… wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder !

Fortschritt bedeutet Arbeitszeitverkürzung – der Ansicht waren schon Marx und Keynes

Wie Marx bereits feststellte, können technologische Innovationen zur gesellschaftlichen Emanzipation beitragen, solange sie NICHT REIN nach der Logik des Marktes und der Kapital-vermehrung eingesetzt werden, sondern im Interesse der Allgemeinheit.

Ähnlich wie Marx sah auch John Maynard Keynes das Ziel der historischen Entwicklung in einer Gesellschaft, in der der technologische Fortschritt es ermöglicht hat, die Arbeitszeit weitestgehend zu reduzieren und die Menschen sich in der Freizeit ihrer eigentlichen Bestimmung widmen können (siehe hierzu unten “Keynes“ selbst).

Es braucht eine andere Gesellschaft, die den Weg weist und zumindest für mehr Verteilung von Arbeit, Zeit und Teilhabe bei gleichzeitiger Reduktion von Sozial- und Gesundheitskosten sorgen kann; … es braucht also eine emanzipatorische Politik !

Als Voraussetzungen für eine drastische Reduktion der Arbeitszeit gilt die Kollektivierung der Produktionsmittel und damit verbunden eine gerechte Verteilung von Einkommen.
Man wird nicht herumkommen um die Verteilungsdebatte, da sie die Voraussetzung dafür ist, dass freiwillige Arbeitszeitverkürzung von einem Privileg der wenigen zu einer tatsächlichen Option für alle wird.

 

Quelle:
A&W – Arbeit und Wirtschaft
– Mit Marx über die Digitalisierung nachdenken
https://www.awblog.at/mit-marx-ueber-die-digitalisierung-nachdenken/
– Fortschritt bedeutet Arbeitszeitverkürzung
https://www.awblog.at/fortschritt-bedeutet-arbeitszeitverkuerzung-der-ansicht-waren-schon-marx-und-keynes/
– Arbeitszeitreduktion
https://www.awblog.at/fortschritt-bedeutet-arbeitszeitverkuerzung-der-ansicht-waren-schon-marx-und-keynes/

– Solidarische Verteilung von Arbeit (Erwerbs- und Reproduktionsarbeit)
https://www.awblog.at/faire-verteilung-der-arbeitszeit/

Keynes
– … wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder (Dieser Essay wurde erstmalig 1928 als Rede vor einigen kleineren Gesellschaften, darunter die „Essay Society“ des Winchester College und der „Political Economy Club“ in Cambridge, gehalten.)
http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/jenseits-des-wachstums/Keynes%20Enkelkinder.pdf


John Maynard Keynes

Ein ökologischer New Deal für Europa

Die Folgen der Finanzkrise halten an, und die Klimakrise hat längst begonnen.
Wie muss eine Strategie aussehen, mit der wir beides bekämpfen – und zugleich ein gutes Leben für alle möglich machen?
.
Ein Video-Statement von Yanis Varoufakis zum Thema, danach diskutierten Stefan Schulmeister und der Global2000-Klimaexperte Johannes Wahlmüller wie ökologisch sinnvolle Investitionen konkret aussehen können.
.
Siehe das Video auf
https://youtu.be/yXiinYNPRaE
.

siehe weiters auch
Er macht Mut, dass auch Veränderungen möglich sind.

Weitere Infos & Beiträge über “Arbeit / Wirtschaft 4.0” …

… zur Diskussion gestellt:
.

Freizeit oder Arbeitslosigkeit ?

Lässt sich die Grenze zwischen Arbeit, Freizeit und Konsum überhaupt noch klar ziehen?
.
– Können Roboter etwa auch Berufe wie Ärztin, Pfleger oder Lehrerin übernehmen?
.
– Wie weit kann das gehen und was bedeutet es, wenn z.B. 40% meines jetzigen Arbeitsalltags von einem Roboter übernommen werden und die restlichen 60% mich als Menschen brauchen?
.
– Wer bestimmt, was die Roboter bringen?
.
– Wird die Digitalisierung Heere von Arbeitslosen produzieren?
.
– Oder ermöglichen intelligente Maschinen mehr Freizeit und Wohlstand für alle?
.
Das hängt vor allem von politischen Entscheidungen ab, erklärt der Soziologe Jörg Flecker von der Universität Wien in einem Interview.
.
.
siehe weiteres unter
https://kontrast-blog.at/freizeit-oder-arbeitslosigkeit-wer-bestimmt-was-die-roboter-bringen-interview-mit-joerg-flecker/
.
.
Jörg Flecker ist Professor für Sozologie an der Universität Wien. Er forscht zum Wandel der Beschäftigungssysteme, zur Digitalisierung der Arbeit und zur Veränderungen im öffentlichen Dienst in europäischen Wohlfahrtsstaaten. https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Flecker


.
Siehe weitere Beiträge zu dem Thema

.
Thema – Arbeit / Wirtschaft 4.0
.
Arbeit der Zukunft – Möglichkeiten, Grenzen
.
Arbeit neu denken 
.
Die Automatisierung … 
.
Ein erfogreiches Kurzzeit-Arbeitsmodell – nur 5 Stunden ungestörte Arbeit / Tag ! 

.
Neue Arbeitsmarkt-Regeln bis zur Einführung der SLA
.