Wenn wir die Ethik aus ihren Fesseln befreien …

Das große Geld, das schnelle Geld – Heilsversprechen einer entgleisten Gesellschaft. Geld wird zur Droge und die Geldgesellschaft zur Suchtgemeinschaft.
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Virtuelle Geldpakete umkreisen den Globus. Die Welt wird zum Riesenspielzeug. Schaukämpfe verschleiern die geheime Allianz von Finanzwirtschaft und Politik.
Das Geschäftsmodell der Zocker, Goldgräber der Geldzeit, ist ansteckend.
Es ist Zeit für die Bändigung der Unersättlichen, Zeit für Ethik als Erfolgsstrategie.
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Geldreligion als Weltreligion?
In den letzten Jahrzehnten wurde Geld zur anerkannten Religion!
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Doch diese zeichnet sich durch Unverständlichkeit und vorallem Undurchsichtigkeit aus.
Kaum jemand versteht noch, was die Bank(st)er mit dem Geld machen. Vor allem aber ist das Geld zum einzigen Ziel geworden. Geld sollte aber nicht ein Ziel, sondern ein Mittel sein.
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Die „Magie“ der Bank(st)er besteht darin, Geld, das Ihnen eigentlich noch von Schuldnern zustünde, gegen Zins schon wieder neu zu verleihen. Man wandelt sozusagen gebrochene Zahlungsverträge in versprochene Zahlungen um.
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In einer Gesellschaft, die ihre Ziele verloren hat,
– ist Geld zum Selbstzweck verkommen
– Es ist eine Droge, der die ganze Gesellschaft verfallen ist.
– Und es ist zur Ware geworden.
Die Geldverkäufer liefern Power pur, wenn sie Geldpakete kaufen und verkaufen. Natürlich immer mit Gewinn: Denn die Geldreligion kennt nur ein Ziel: Geldvermehrung.
Das Geschäftsmodell der Zocker ist ansteckend, auch die Politik wechselt ins Lager der Geldverbrenner.
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Ethik sei unter Bankern nicht gerade häufig anzutreffen. Sie stört, sie ist eine Spielverderberin, sie kostet Zeit.
Ethik würde die Ausbeuter im Namen des Geldes stoppen.
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Die Finanzkrise ist ein spätes Symptom einer systemischen Erkrankung: Nur wenn wir die Ethik aus ihren Fesseln befreien, können die entgleisten Energien für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden.
Ethik als Markenzeichen der Erneuerung im Business ist das Markenzeichen der neuen Agenda.
Denn Geldgeschäfte, wenn sie gut sind, handeln von Zielen, die mit Geld nicht zu bezahlen sind!
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Quelle: Gertrud Höhler
Götzendämmerung: Die Geldreligion frisst ihre Kinder
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Siehe dazu auch das youtube-Video „Götzendämmerung“


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Prof. Dr. Gertrud Höhler
ist Literaturwissenschaftlerin, Publizistin und Beraterin für Wirtschaft und Politik. Mit Alfred Herrhausen entwickelte sie die strategische Kommunikation der Deutschen Bank.
Sie ist Board Member der Schweizer Versicherung Bâloise Holding und des Ingenieurkonzerns Georg Fischer. Sie hat zahlreiche Bestseller zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Themen veröffentlicht und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
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Atomstrom ist die TEUERSTE Energieform !

Die von den Energieversorgungsunternehmen gemachten Angaben über den preisgünstigen Atomstrom entsprechen nicht der Wirklichkeit, wenn man die Gestehungskosten, wie in jedem anderen Unternehmen üblich, nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen errechnet und in die Kostenrechnung mit einbezieht.
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A – Die von Regierungen zur Verfügung gestellten Zuschüsse.
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B – Die Abschreibungen aus den Investitionen für den Bau von Kernkraftwerken unter Zugrundelegung ihrer tatsächlichen Lebensdauer.
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C – Die Kosten für die Zwischenlagerung und Endentsorgung von Nuklearmaterialn, die bis heute noch nicht einmal überschaubar sind.
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D – Die Kosten für ausgediente Atommeiler und die hierbei entstehenden Folgekosten.
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E – Die staatlichen Aufwendungen für den Polizeischutz der Anlagen und  Transporte, sowie bei Demonstrationen, die von jedem anderen Unternehmen und auch vom Bürger gezahlt werden müssen, wenn er Polizeischutz in Anspruch nimmt.
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F – Die Kosten für die öffentlichen Kontrollen durch die zuständigen Überwachungs- und Prüfungsinstanzen.
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G – Die Kosten für die, vor Ablauf ihrer Nutzungsdauer, stillgelegten Atomkraftwerke und nukleare Einrichtungen.
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weitere mögliche Zusatzkosten:
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H – Die Kosten für den wirtschaftlichen (Wieder-) Aufbau zur Beseitigung der Auswirkungen von grenzüberschreitenden Störfällen oder Supergaus der Nukleartechnologie (siehe auch Tschernobyl und Fukushima).
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I – Die Kosten zur Beseitigung der kurz- bis langfristig auftretenden Gesundheitsschäden durch grenzüberschreitenden Störfällen oder Supergaus der Nukleartechnologie (siehe auch Tschernobyl und Fukushima).
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Auszüge und frei nach:
Neues Energiezeitalter, alternative Energiequellen;
Prof. Wilhelm Seibel
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Frontal21 zeigt, dass Atomstrom weder billig noch sicher ist.

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Wie Regierungen auf EU-Ebene nicht die Bürger sondern nur die Konzerninteressen vertreten

Auf Entscheidungs- und Gesetzgebungsprozesse in der EU haben die Regierungen der Mitgliedstaaten einen großen Einfluss. 
Sie legen einerseits die strategische Ausrichtung der EU fest, andererseits sind sie sowohl an der Ausarbeitung als auch an der Umsetzung von EU-Richtlinien und Abkommen beteiligt.

Die vorliegende Studie zeigt, wie Konzerne ihre Interessen über die Mitgliedstaaten in die EU-Politik einbringen.
Solche Konzerne – meist Schlüsselindustrien in den jeweiligen Mitgliedstaaten – „kapern“ („captured states“) die Regierungen, sodass diese in EU-Fragen eher im Interesse der Konzerne, anstatt im Interesse europäischer Bürgerinnen und Bürger handeln.

Der Bericht der Brüsseler NGO Corporate Europe Observatory zeigt weiters, wie EU-Mitgliedstaaten auf EU-Ebene als Vermittler von Konzerninteressen agieren.
Die Konzernlobbys nutzen dabei die komplexen und intransparenten EU-Entscheidungsprozesse und die schwache parlamentarische Kontrolle der Regierungen.

Die Mitgliedstaaten und die nationalen Konzernlobbys haben dabei eine symbiotische Beziehung entwickelt, in der das Interesse der Konzerne – völlig zu Unrecht – zum Synonym für das nationale öffentliche Interesse geworden ist.
Extreme Beispiele sind der Einfluss der Automobilindustrie auf die deutsche Politik, die Nähe des spanischen Telekommunikationsriesen Telefónica zur spanischen Regierung, die Kohleindustrie Polens und die City of London, die darauf zählen kann, dass die britische Regierung eine möglichst schwache Finanzregulierung unterstützt.

Auch die österreichische Regierung wird in der Studie erwähnt.
Sie lobbyierte während der EU-Präsidentschaft für die Wasserstoffindustrie. Die Präsidentschaft wurde zudem – wie viele andere davor – direkt von Konzernen wie Porsche, Audi oder Microsoft gesponsert.
Es ist fraglich, wie dies mit einer Politik im öffentlichen Interesse vereinbar ist.

Einflussreiche Lobbygruppen, wie der „European Round Table of Industrialists“, das European Services Forum (ESF), der Verband der Energieversorger (Magritte-Group) und andere, verfügen über Zugänge zu Politikern und Ministerialbeamten der Mitgliedstaaten, die NGOs und Gewerkschaften verwehrt bleiben!

Siehe Deutsche Zusammenfassung mit Schwerpunkt Österreich und Deutschland auf Gekaperte Staaten: Wie Konzerne ihre Interessen durch Regierungen von EU-Mitgliedsstaaten umsetzen.
https://corporateeurope.org/sites/default/files/captured-states-exec-summary-de.pdf
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Englische original und Langfassung: Captured states. 
https://corporateeurope.org/sites/default/files/ceo-captured-states-final_0.pdf

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Quelle:
Attac Österreich
Attac Info 02/2019
Corporate Europe Observatory
EPSU – European Public Service Union
Corporate Europe Observatory
GÖD – Europäischer Verband der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes
Lobby Control
LobbyFacts

Dr. Stephan Schulmeister: „New Deal“ für Europa

Die große Krise stellt das „Endprodukt“ der finanzkapitalistischen Form einer Marktwirtschaft dar.
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Die Rahmenbedingungen dieser seit den 1970er Jahren dominanten „Spielanordnung“ lenken das Gewinnstreben auf Finanzveranlagung und -spekulation.
In und durch die Krise implodiert der Finanzkapitalismus in Etappen:
Nach einem Boom der Preise von Immobilien, Aktien und Rohstoffen
– verfielen diese Vermögenswerte,
– die resultierende Rezession samt Bankenkrise ließ die Staatsschuld steigen,
– Spekulation gegen immer mehr Schuldnerländer steigerte das Zinsniveau und
– vertiefte die Spaltung der Währungsunion,
– eine „gleich-geschaltete“ Sparpolitik begleitet von einem neuerlichen Rückgang der Vermögenspreise führt in die nächste Rezession.
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Die große Krise wird die Lebensbedingungen über Jahre verschlechtern und damit den Boden bereiten für eine Neuordnung des „Spiels Wirtschaft“:
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Das Profitstreben, wird wieder auf realwirtschaftliche Aktivitäten gelenkt werden. Gleichzeitig wird die Politik eine „ausgewogenere“ Balance anstreben zwischen der Entfaltung des individuellen Eigennutzes und der Stärkung des sozialen Zusammenhalts.

Siehe im Video:
https://www.youtube.com/watch?v=A53BQUq6dtI&index=1&list=PLyRk2yIHSNKkoEujQwhLHpBRN-euSpEf5

Ähnliches Foto.

Weitere Informationen zu Wirtschaft & Politik von Stephan Schulmeister:
1:45 Lange Zyklen: Realkapitalismus und Finanzkapitalismus 6:50 Ideengeschichtlicher Hintergrund
12:30 Vergleich: Wechsel der Spielandordnung 1929 und 2008, Zyklus vor 1914
21:48 Dialektik vs. Polarität?
23:55 Zinsrate als falsches Mittel der Konjunkturpolitik
35:58 Inflationsbekämpfung mit Verteilungs- statt Zinspolitik 48:25 Arbeitsmarkt und Güterhomogenität
53:10 W. Stützels übergreifende Theorie, Keynesianismus und (Neo)klassik einschließend
58:20 Theoriepluralität vs. Allgemeine Theorie
1:07:30 Empirie der Finanzmärkte
1:14:50 Wissenschaftstheorie und der Begriff „Paradigma“, L. Fleck und T. Kuhn
1:24:00 Rolle von Bewertungsänderungen bei Stützel, seine Position ggü. flexiblen Wechselkursen und Finanzialisierung
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https://www.youtube.com/watch?v=NE48zzkwkbI&feature=youtu.be
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Quelle
Stephan schulmeister
Attac
Anep Economics
youtube

Angriff auf die Menschenwürde der arbeitenden Menschen und ihrer Angehörigen

Die Industriellen, die IV und ihre ReGIERung agieren brutal und rücksichtslos in der Durchsetzung ihrer Eigeninteressen.

– Sie sagen „modern“ und meinen damit den gesundheitsgefährdenden 12-Stunden-Tag.
– Sie sagen „freiwillig“ und „flexibel“ und meinen damit ihre unbeschränkte Befehlsgewalt über unsere Arbeitszeiten.
– Sie sagen „Entbürokratisierung“ und meinen damit ihre Straffreiheit bei Sozialbetrug und Arbeitsunfällen.
– Sie sagen „Betrugsbekämpfung“ und meinen die Rasterfahndung unter Kranken.
– Sie sagen „Gerechtigkeit für Leistungsträger“ und meinen damit die Befriedigung ihrer nimmer satten Gier.

Der 12 Stunden-Tag ist dabei nur die schmerzhafteste Spitze der Entrechtung der Beschäftigten, der Unterordnung unseres Lebens in allen Aspekten unter ihr Profitinteresse.
Die Industriellen schreiben die Gesetze, Kurz und Strache peitschen sie durch und scheren sich dabei einen Dreck darum, ob zehntausende Leben zerstört werden !
Der Druck für ArbeiterInnen, sich nicht krankschreiben zu lassen wird massiv erhöht, Krankenstände sollen kriminalisiert werden.

Im Tourismus: Längere Arbeitszeiten, verkürzte Ruhezeiten u.v.m.; Einbußen für ArbeitnehmerInnen bei Freizeit, Geld und Gesundheit!
https://awblog.at/12-stunden-tag-tourismus/

Dieser Angriff auf die Menschenwürde der arbeitenden Menschen und ihrer Angehörigen beantwortet alle letzten Zweifel über den Charakter der Regierung!
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Daher muss die aktuelle und zukünftige Parole lauten:
„Keinen Schritt zurück, auch nicht den kleinsten!“
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Denn es geht auch GANZ ANDERS!
Während in Österreich die Höchstarbeitszeit auf 60-Stunden die Woche und 12-Stunden am Tag ausgedehnt wird, geht international der Trend in Richtung Arbeitszeitverkürzung.
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– Der 6-Stunden-Tag nützt allen – Göteborg hat den 6h-Tag getestet !
https://kontrast.at/andere-laender-zeigen-der-6-stunden-tag-nuetzt-allen/
– Ein erfogreiches Kurzzeit-Arbeitsmodell – nur 5 Stunden ungestörte Arbeit / Tag !
http://www.demos.co.at/ein-erfogreiches-kurzzeit-arbeitsmodell-nur-5-stunden-ungestoerte-arbeit-tag/
– Neuseeländische Firma kürzt Arbeitszeit – Vier Tage pro Woche sind genug
http://www.spiegel.de/karriere/neuseeland-firma-wechselt-zur-vier-tage-woche-fuer-alle-a-1231197.html
– Was wäre, wenn wir alle nur noch 20 Stunden arbeiteten?
https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reset/was-waere-wenn-wir-alle-nur-noch-20-stunden-arbeiteten 
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Quelle:
DemoS
derFunke-Juni2018-2
awblog
Kontrast
Brandeins
Spiegel
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Es wird Zeit für

… was bedeutet Imperialismus ?


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Als Imperialismus (von lateinisch imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“; bezeichnet man das Bestreben eines Staatswesens, seiner politischen Führung, bzw. der globalen Konzerne in anderen Ländern oder bei anderen Völkern wirtschaftlichen und politischen Einfluss zu erlangen, bis hin zu deren Unterwerfung und zur Eingliederung in den eigenen Machtbereich.
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Typischerweise geht das damit einher, eine ungleiche wirtschaftliche, kulturelle oder territoriale Beziehung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
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1. Politik
2. Politik/Geschichte
3. Imperialismus
4. Sozialdarwinismus
5. Europäischer Imperialismus
6. Die Motive des Imperialismus
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Bildergebnis für Imperialismus.
Quellen & weitere Informationsmöglichkeiten:
– Chronik der Deutschen Verlag S.553 Ausgabe 1983
– MSN Encarta-Sozialdarwinismus
– Wikipedia Freie Enzyklopädie
de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus 
www.duden.de/rechtschreibung/Imperialismus
– u.v.m.
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sowie Literatur (Hannah Arendt, Frank Deppe, Jared Diamond, Michael Mann, Oliver Nachtwey, Sönke Neitzel, Leo Panitch, Sam Gindin, John Pilger, Klaus Schwabe, Wolfgang Caspart, Christian Zeller , … ) dazu,
u.v.m. siehe weiters
https://informieredich.blogspot.com/2017/05/imperialismus.html
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PS.:
Gegen diese Art Ungerechtigkeit des Imperialismus etwas zu unternehmen ist viel komplexer, als sich im WKII gegen eine Besatzungsmacht aufzulehnen.
Heutzutage bedeutet das :
nachdenken, publizieren, sehr LANGFRISTIG planen und handeln.
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Denn die Grundwerte, die in der Zeit der Resistance, des Widerstandes, gefordert wurden, diese Werte der Demokratie und der Menschenrechte, diese Werte des Kampfes gegen den Feudalismus der Finanzmächte sind sehr in Gefahr !
Stephane Hessel
Siehe weiter auf
http://www.demos.co.at/der-jugend-von-heute-muss-das-klargemacht-werden/
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Was und wer gefährdet unsere Gesellschaft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

1 Jahr Türkis-Blau, 1 Jahr Sozialabbau, 1 Jahr Demokratieabbau !
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Die Gefahr
kommt nicht von außen, nicht von den Flüchtlingen, nicht von den Linken, sondern sie sitzt mitten drinnen, mitten in der Republik, in Konzernen, Institutionen, im Parlament, …
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Mit der allgegenwärtigen „Flüchtlings-Kopftuch-Ausländer“ -Ablenkungspropaganda, wird versucht, dies alles als „im Auftrag der Mehrheit“ zu rechtfertigen.
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Die „Kopftuch“-Propaganda soll verschleiern, dass die Hauptbetroffenen der unsozialen Politik (SV-Zerschlagung, Kürzung der Mindestsicherung, „Familienbonus“, 12-Std.-Tag) die Masse der wenig verdienenden, am meisten unter Arbeitsdruck stehenden Bevölkerungsschichten sind, zu denen zwar auch Flüchtlinge gehören, aber in überwältigendem Ausmaß „die Österreicher“ davon betroffen sind.
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Schul- und Lebensbildung ist die Lösung!

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GASTKOMMENTAR von Marie Lubei-Steiner;
Antwort auf das Kommentar (im Bild) von Hagen Rether:

Man kann aber auch wirtschaftlich stark sein und trotzdem sozial „schwach“ (benachteiligt!)  sein!
Sehr viele Menschen mit Behinderung (MmB) sind wirtschaftlich und sozial benachteiligt, da viele nach wie vor vom sozialen und gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden.
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– Solange MmB die Teilnahme am gemeinschaftlichen Leben in allen Bereichen verwehrt wird, gibt es keine Inklusion!
– Solange MmB vom Kindesalter von den Krappelstube, den Kindergärten und in den Regelschulen ausgeschlossen werden, gibt es keine Chancengleichheit, um in späterer Folge höhere Schulen besuchen, eine Lehrstelle zu bekommen, um sich dann in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft behaupten zu können, um sich wirtschaftlich und sozial zu Stärken.
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Dieser Umstand führt unwillkürlich, dass viele Bürger*innen MmB nicht als gleichwertige Mitmenschen sehen und respektieren.
Bei MmB die auf Grund ihrer Beeinträchtigung in späterer Folge nicht arbeiten können, sind wir Bürger*innen, die doch in einem Sozialstaat leben und auch alle in irgendeiner Weise davon profitieren, dazu verpflichtet, diesen wirtschaftlichen und sozial benachteiligten Menschen, im Solidaritätsprinzip zu unterstützen.
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Es bedenken leider sehr viele Menschen nicht, dass auch sie als „Gesunde“, innerhalb von Sekunden eine Behinderung oder Krankheit bekommen könnten.
Und für die Jungen, alt werden wir alle, daher ist es vorprogrammiert, dass alle Bürger*innen in irgendeiner Form eine Behinderung oder Krankheit haben werden und dann froh darüber sein werden, wenn man Rücksicht darauf nimmt und sie trotzdem als vollwertige Mitmenschen ansieht und respektiert.
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Die Teilhabe am sozialem und gesellschaftlichem Leben für Bürger*innen die sozial und/oder wirtschaftlich benachteiligt werden, erfordert die Solidarität aller Mitmenschen! “
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Schul- und Lebensbildung ist die Lösung!
„Kindergarten und Schule mit gelebter Inklusion, alle Kinder gemeinsam, ob mit oder ohne Behinderung, wo für die weitere Zukunft unter anderem ihre natürliche Herzensbildung und Empathie gefördert und weitergebildet wird!
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Der Gewinn ist, dass es auch wieder ein familiärer und gesellschaftlicher Zusammenhalt geben wird.
Kinder / Enkelkinder lernen wieder, auch für ihre Geschwister / Eltern / Großeltern da zu sein, wenn ihre Lieben Zeiten haben, wo es ihnen nicht so gut geht!
Wenn Familien wieder zusammenhalten und aufeinander schauen, dann hat das auch positive Folgen auf das gesamte Verhalten gegenüber allen Mitmenschen!
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NICHTS ÜBER UNS OHNE UNS!
GEMEINSAM WAS BEWEGEN!
Marie Lubai-Steiner
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siehe weiter:
– Marie Lubei-Steiner
https://www.facebook.com/maria.lubeisteiner
– Anton Steiner
https://www.facebook.com/anton.steiner.18
– Rechte für Menschen mit Behinderung = eine berechtigte Forderung
– Aktiv im Rollstuhl
– VQGÖ – Vereinigung der Querschnitt-Gelähmten Österreich EU 
– Demonstrationsritt unserer Unabhängigen Behindertenbewegung; Katrin Markquart & Markus Markquart 

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Das Bild einer in zwei Teile gespaltenen sozialen Welt …

… UND wie man demagogische Kommunikation erkennt !

Dr. Walter Otto Ötsch  ist Ökonom und Kulturhistoriker und seit Oktober 2015 Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte am Institut für Ökonomie an der  Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues.
Er bietet dort Lehre im Masterstudium „Ökonomie“  an.
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Vorher war Ötsch Universitätsprofessor an der Johannes Kepler Universität Linz und dort als Vorstand für das Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz  sowie als Vorstand für das (Forschungs-) Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) tätig.
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Dr. Walter Otto Ötsch :
„Das Bild einer in zwei Teile gespaltenen sozialen Welt besitzt viele Implikationen. Vier davon sind:
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1 –
die Verwendung einer strikt normierte Sprache, bei der „Die Wir“ immer und ausschließlich als gut, „Die anderen“ immer und ausschließlich als böse bezeichnet werden.
Dazu dienen eigene Wortschöpfungen, wie „Systemparteien“, „Politbonzen“, „Privilegienritter“, usw.
Die Wir“ erscheinen dabei immer als Opfer, „Die anderen“ immer als Täter, selbst wenn sie zu Schaden kommen (man spricht von Opfer-Täter-Umkehr).
(Viele Beispiele für demagogische Sprache finden sich in Ötsch 2002a.)
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2 –
Ein Politikansatz, der im Kern aus sechs Bestandteilen besteht:
– Das Ansprechen von Problemen. Populisten sprechen oft Probleme an, die andere Parteien nicht thematisieren. Auf diese Weise bekommen sie einen diskursiven Vorteil und erscheinen glaubwürdiger. Z.B. hat die langjährige Verweigerung der großen Parteien in Österreich über Probleme der Integration zu sprechen, den rechten Populismus nachhaltig gefördert (ähnliches geschieht heute zu Problemen des Sozialstaates, der in meiner Einschätzung durch den „Fiskalpakt“ europaweit bedroht ist.)
Das Anheizen von Gefühlen. Dies geschieht oft durch das Erzählen von Geschichten über Einzelfälle, oft mit erfundenen Zahlen und verzerrten Darstellungen.
Die Verbindung mit dem demagogischen Welt-Bild. Die Einzelfälle werden verallgemeinert und als Eigenschaften der ganzen Gruppe der „Die“ hingestellt.
– Die Nennung von Sündenböcken, d.h. die „Erklärung“ der genannten Probleme.
– Die Verheißung einer Besserung. Dazu preisen sich der oder die PopulistIn als RetterIn an.
– Der Entwurf einer besseren Zukunft. Für den Fall, dass die vorgeschlagene Abhilfe (den bedrohlichen Einfluss der „Anderen“ zurückzudrängen) befolgt wird, wird ein positives Bild der Zukunft gemalt.
(Frank Stronach hat z.B. angekündigt, er würde Österreich „zum höchsten Lebensstandard auf der ganzen Welt“ führen, nach Fürweger 2013, 154).
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3 –
Ein autoritäres Organisationsprinzip, das sich direkt aus dem Bild einer zweigeteilten Welt ergibt:
Die Einteilung der Bevölkerung nach „Wir“ und „Die“ ist nämlich reine Willkür. Sie beruht auf keinen Fakten, sondern auf einer im Kern beliebigen Interpretation.
Die schlechten Charaktereigenschaften der „Die“ werden durch gezielte (oder erfundene) Einzelbeispiele „belegt“. Dabei werden die verwerflichsten Mitglieder angeführt) und von ihnen auf eine fiktive Gesamtheit geschlossen.
Ob und wie eine konkrete Person zu den „Wir“ oder zu den „Die“ zu zählen ist, ist dabei nach nachvollziehbaren Kriterien meist nicht sagbar.
Ein und dieselbe Person kann einmal in der einen, ein andermal in der anderen Gruppe aufscheinen.

In demagogischen „Bewegungen“ kann und darf es keine wirkliche Auseinandersetzung über die Kriterien der Zuordnung einer aktuellen Person geben, – das würde ja die Willkür der absurden Gruppenbildung entlarven.
Anstelle dessen hat ein „Führer“ oder eine Zentrale zu treten, welche die für das Welt-Bild notwendigen persönlichen Zuordnung durch eine Aktion vornimmt (z.B. eine rüde Beschimpfung der Politiker, ein Markenzeichen von Frank Stronach im österreichischen Wahlkampf 2013).
Das bedeutet, dass demagogische Bewegungen notwendig autoritär sein müssen.
Dazu wird eine Organisationsform benötigt, die in wichtigen (aber nicht in allen) Zügen an eine Sekte erinnern kann (vgl. Kramer und Alstad 1993). Das Machtzentrum liegt bei einem „Guru“.
Er kann – wie dies Frank Stronach wiederholt demonstriert hat – tun und lassen, was er will, und wird dabei von seinem „Team“ unterstützt. Um die zentrale Führungsperson gruppiert sich ein innerster Führungskreis von loyal ergebenen Personen. Sie schützen ihn parteiintern vor Kritik und verteidigen ihn nach außen, – egal, wie skurril seine Aktionen auch sein mögen.
Die zentrale Person besitzt damit eine direkte Umgebung, die sie in einer ungeheuren Selbstüberhöhung unterstützt.
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4 –
Längerfristig kann ein solches Denken eine eigene Dynamik entfalten, weil die willkürlich konstruierte Grenzziehung von „Wir“ gegen „Die“ im Kern auf einen Verschwörungsmythos hinausläuft.
Egal, welches Problem auftaucht, immer tragen „die anderen“ die Schuld.

Die „EU-Sanktionen“ gegen die österreichische Regierung nach der ÖVP-FPÖ Regierungsbildung im Jahre 2000 z.B. waren für Jörg Haider eine Verschwörung des österreichischen Bundespräsidenten und „der Linken“ mit der EU-Spitze, Untersuchungen und Verurteilungen der Gerichte waren und sind für Berlusconi immer eine Verschwörung von Staatsanwälten und Richtern, der Wahlkampf der SPÖ in Wien im März 2001 war für die FPÖ von einem Berater von der US-Ostküste gesteuert (ein Code für das internationale Judentum), usw.“

https://www.walteroetsch.at/
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Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd.
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WIE MAN DEMAGOGISCHE KOMMUNIKATION ERKENNT
Liste der 100 Muster siehe weiter auf
https://gkrejci.blogspot.com/2015/09/wie-demagogische-kommunikation.html?showComment=1453412325288
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Quelle:
Ein Klassiker der Theorie der Propaganda
Mythos Markt
Jenseits der Hierarchie
Haider Light
Dr. Walter Otto Ötsch
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… über die technotronische Ära!

Die neue Heilsbringerin heißt „digitale Bildung“. Sie soll Schülern das Lernen erleichtern und sie intelligenter machen, doch immer mehr sagen, dass das Gegenteil der Fall ist.
Wir marschieren mit Riesenschritten auf ein technotronisches Zeitalter zu. Eine Ära, welche die Menschen mit Maschinen und Computern dominiert.
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Doch wer wird in der Zukunft eine voll digitalisierte Welt kontrollieren ?
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Schon Zbigniew Brzezinski,
Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter und Professor für US-amerikanische Außenpolitik, schrieb bereits in den 1980er Jahren über das “technotronische Zeitalter”:
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“ Die Auswirkungen des Wechsels von der industriellen zur
technotronischen Ära werden ebenso tief greifend sein, wie der Wechsel von der Agrar- zur industriellen Gesellschaft.
Die westlichen Industriestaaten sind bei dieser Transformation am weitesten fortgeschritten und entwickeln sich zunehmend zu „technotronischen“ Gesellschaften.
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Durch die heute allgemein als Globalisierung beschriebene Entwicklung werden Kräfte freigesetzt, die in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht von größerer Bedeutung sind als die der französischen Revolution.
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Denn die technotronische Ära umfasst die Einführung einer kontrollierten Gesellschaft!
Eine solche Gesellschaft wird von einer sogenannten “Elite” beherrscht, welche nicht länger an traditionelle Werte gebunden ist.
Es ist dann möglich jeden Bürger ununterbrochen zu überwachen und über jeden eine vollständige, stets aktuelle Akte zu führen, die selbst persönliche Dinge enthält. Auf diese Akten können die Behörden jeserzeit zugreifen!”
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Brzezinski schrieb dies nicht als Privatmann, sondern als Carters Berater für Nationale Sicherheit und führendes Mitglied des Club of Rome !
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Zusätzlich wurde die Bildung systematisch manipuliert, damit wurden junge Menschen hervorgebracht, welche daruf konditioniert sind, eine eben solche Gesellschaft zu akzeptieren. Weiters gibt es die Flut an “Experten”, welche die Mainstreet-Medien weltweit jeden Tag auffahren, um ins vorzugeben, was wir glauben und zu denken haben.
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Charlotte Iserbyt erklärt die Problem-Reaktion-Lösung, welche angewandt wird, um die “Orwellsche Transformation” über die Bildung voranzutreiben: “Eine inszenierte “Bildungs”-Krise folgt der nächsten, und jedesmal bestand die “Lösung” darin, die Programmierung der Wahrnehmung in der Gesellschaft auszuweiten. Kindern, die sich der Programmierung nicht fügen, bescheinigt man “Lernbehinderungen”, “Verhaltensauffälligkeiten”, oder eine Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung” (ADHS).”
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Diese Kinder werden dann mit chemischen Keulen wie Ritalin und anderen Medikamenten “behandelt” und auf diese Weise fügsam gemacht!
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Wenn Kinder nicht mehr auf Bäume klettern und im Dreck wühlen, miteinander Fangen spielen oder Knetfiguren formen, können sie ihre sensorischen Fähigkeiten nicht voll entfalten. Das reale Leben versorgt das wachsende Gehirn mit Impulsen, die für seine Entwicklung unerlässlich sind. Fehlen die vielfältigen Bewegungen und Eindrücke, werden Gehirnstrukturen nicht oder falsch aufgebaut.
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Und mit dem
Internet der Dinge, sollen smarte Geräte uns in die totale Überwachung und Abhängigkeit locken.
Dazu ist die Gesundheit – gerade von Kindern – akut gefährdet, denn „Mobilfunk ist langfristig gesehen so gefährlich wie die Radioaktivität“ .
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Auch die Akzeptanz einer “Orwellschen Gesellschaft” wird eingeimpft, indem man Schulen und Hochschulen so gestaltet, wie die Welt schlussendlich aussehen soll.
Es gibt schon Schulen und Hochschulen, in denen sich überall Kameras befinden und man mittels Fingerabdruck und / oder Iris-Erkennung zB sein Essen bezahlt oder sich in der Bibliothek Bücher ausleiht.
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Das Tempo der technologischen Entwicklung hat sich immens beschleunigt und im Gegensatz zum industriellen Zeitalter sind die Veränderungen durch den Eintritt in die technotronische Ära jedoch nicht mehr territorial begrenzt, sondern werden zu einer globalen Realität.
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Big Brother is watching you” ist so in vielen Bereichen schon Normalität und wie wir aus Erfahrung wissen, ist Datenschutz für Politik und Wirtschaft oftmals nicht mehr als nur der Name. …

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Weiterführende Themen:
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Warum schweigen die Lämmer?
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Informationskapitalismus

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Quelle
– Zbigniew Brzezinski
Die technotronischen Ära
– Charlotte Iserbyt
Deliberate Dumbing Down
– DemoS
– zeitenschrift
Digitale Bildung: Lost in Space
Club of Rome
Herausforderung Transformation

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