Bildungsfreiheit – was ist das?

Bildungsfreiheitwas ist das?
Selbst der mit dem Thema bestens vertraute Philosoph Bertrand Stern mag diese Bezeichnung nicht, weil er mit der Bedeutung des ominösen Begriffes Bildung hadert und lieber von einem
Frei-sich-Bilden redet.

Erste Pflänzchen einer freien Bildung sprießen auch schon in Österreich. Alljährlich wird am 15. September der Internationale Tage der Bildungsfreiheit begangen, der derzeit nur Appellcharakter hat. Warum es noch ein weiter Weg ist, bis dieser Tag tatsächlich ein Feiertag für alle bildungshungrigen Menschen ist und es sich dennoch lohnt ihn zu gehen, beschreibt
Michael Karjalainen-Dräger.
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Ich freu mich schon auf morgen!

“Das schönste ist für mich, wenn meine Söhne abends vor dem Einschlafen sagen: ‘Ich freu mich schon so auf morgen!’ Dann weiß ich, dass sich all die Mühen gelohnt haben.”
Richard Lamprecht ist Mitglied im Familiennetzwerk der Freilerner und damit einer jener Menschen, die ihren Kindern die von diesen gewünschte Bildungsfreiheit ermöglichen.

“Wer Kindheit verkauft und junge Menschen nicht als Subjekt sieht, sondern zum Objekt von Erziehung macht, bewirkt fast automatisch deren Zwangsbeglückung durch staatliche Gewalt.” Bertrand Stern
Siehe den Beitrag von Karjalainen-Dräger auf
https://getbildung.weebly.com/der-blog/category/bildungsfreiheit
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Freilernen ist für uns eine Lebenshaltung.“
(Heidrun Krisa)

Freilernen (oder Unschooling) bezeichnet ein vom jungen Menschen selbstgesteuertes Lernen in seinem jeweiligen Lebensumfeld, im Unterschied zum Schulunterricht und zur klassischen Form des Hausunterrichts (oder Homeschooling).

Bei dieser Art des Lernens gibt es daher keinen geplanten Unterricht oder bestimmte Zeiten am Tag, für die schulähnliche Aktivitäten vorgeschrieben sind. Im Wissen, dass Lernen und Bildung immer und überall stattfinden und an keinen Ort und keine Institutionen gebunden sind, erfolgt das Lernen hier nicht durch extrinsische, sondern ausschließlich durch intrinsische Motivation.

Der junge Mensch entscheidet selbst, welchen Interessen er wann nachgeht.

Beim Freilernen geht es also nicht um ein weiteres pädagogisches Regelwerk sondern um einen anderen Blick auf das Lernen als höchstpersönliches und natürliches Bedürfnis jedes Menschen und gleichzeitig eine andere Haltung gegenüber dem Kind als gleichwertiger und gleichwürdiger Mitmensch. Das bedeutet, die spontanen Bedürfnisse, Emotionen und Äußerungen des Kindes genauso ernst zu nehmen wie jene Erwachsener

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Wir sorgen uns, was morgen aus unserem Kind werden wird, dabei vergessen wir, dass es heute schon jemand ist.
(Stacia Tauscher)
Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
(Galileo Galilei, Mathematiker, 1564 – 1643)
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Siehe dazu weiter auf

https://freilerner.at/freilernen/
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Quelle:
Freilerner
getbildung
Michael Karjalainen-Dräger
Bertrand Stern
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Eine Antwort auf „Bildungsfreiheit – was ist das?“

  1. Kinderrechte im Bildungssystem – Realität oder Illusion?

    Wie Schule beschämt !
    Kerstin Rabenstein, Professorin im Arbeitsbereich Schulpädagogik/Empirische Unterrichtsforschung und Schulentwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen, stellte auf Basis der von ihr durchgeführten Untersuchungen fest, dass Scham und Beschämung im Kontext Schule weit verbreitet sind, auch an jenen Bildungserinrichtungen, in denen Wertschätzung im Schulprofil verankert ist.

    Beschämung ist vor allem in den Bereichen Leistungsbeurteilung, Üben, Einzelgespräche bzgl. Förderung, bei der Kommunikation von mehreren PädagogInnen über SchülerInnen in deren Anwesenheit und im Sportunterricht gang und gäbe. Thematisiert werde diese Erfahrung aber kaum, da sie im Schulsystem als Tabu gelte !

    Eine Zusammenfassung von Michael Karjalainen-Dräger:
    https://getbildung.weebly.com/der-blog/category/beschaumlmung

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