Bericht über das DemoS-Gruppentreffen am 21.10.2017

Trotz etlicher zumeist Krankheit-bedingter Absagen in letzter Minute haben wir wieder ein recht gut besuchtes DemoS-Treffen (18 Teiln.) erlebt, über dessen wichtigste Ergebnisse ich kurz berichten möchte:

Der erste Teil des Treffens verlief eher zäh und verhalten … verständlich, galt es doch einige in Summe eher unerfreuliche Entwicklungen „aufzuarbeiten“ (und darüber hinaus haben die höchst unerfreulichen Ergebnisse und Perspektiven nach der jüngsten NR-Wahl deutlich spürbar ihre deprimierenden Spuren auch bei uns DemoS-„Aktivisten“ hinterlassen):

Die anhaltende Stagnation bei der Entwicklung vor allem der regionalen DemoS-Gruppen, aber auch die (oft beruflich oder familiär bedingte) Zurückhaltung im Hinblick auf die eigenständige und -verantwortliche Übernahme von anstehenden Aufgaben durch unsere Mitstreiter hat sich zuletzt nicht signifikant verbessert und dass das die Motivation jener, die sich immer noch mit vollem Einsatz einbringen, verbessert hätte, kann man nicht behaupten.

Nun ist ja bekannt, dass das offenbar eine „Zeiterscheinung“ ist, unter der auch die meisten anderen Gruppierungen „leiden“. Und da wir ja alle freiwillig an der Entwicklung der DemoS-Ideen und Aktivitäten mitarbeiten, ist auch niemandem irgendein Vorwurf aus diesem unerfreulichen Umstand zu machen … dennoch: unser Optimismus „für eine bessere Zukunft“ wird durch diese Entwicklung nicht gefördert und auch eine längere Diskussion darüber hat keine „verwertbaren“ neuen Erkenntnisse gebracht.

Wir wollen noch einmal versuchen, die DemoSRegionalgruppen zu motivieren, mehr Eigenaktivitäten zu entwickeln. Wenn das nicht gelingt, erscheint es uns sinnvoller, sie stillzulegen und alle Aktivitäten auf die überregionale DemoS-Gruppe der Demokratischen Sozialen Initiative zu konzentrieren.

Auch die Frage der eigenen Identität unserer Bewegung konnte nicht abschließend geklärt werden. Die Mehrheit der Anwesenden schreibt uns aber eher die Rolle einer Art „Denkwerkstatt“ , als die einer künftig  „wirkungsmächtigenpolitischen Bewegung zu … brachte aber auch zum Ausdruck, dass wir uns in der endgültigen Klärung dieser Frage noch ganz gelassen „etwas Zeit“ nehmen und die kommenden Entwicklungen beobachten sollten, ehe wir eine neue Positionierung der DemoS-Bewegung endgültig festlegen.

Hans Müller aus der Wiener Gruppe 1 von Diem25 hat uns dann freundlicherweise einen Einblick in die Arbeitsweise und Ziele der Österreich- „Filiale“ dieser europaweit organisierten Gruppierung rund um den ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis gegeben und stand uns anschließend auch für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung. (In den Wochen davor hatten ja einige DemoS-Mitglieder bereits Gelegenheit an einigen Treffen der Wiener Gruppe von Diem25 teilzunehmen und dort ihre ersten Eindrücke zu sammeln).

Wie schon aus diesen Aktivitäten bekannt war, gibt es beachtenswerte Übereinstimmungen zwischen unseren beiden Gruppierungen und das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, dass sich die DemoS überwiegend auf die österreichischen Perspektiven konzentrieren, während Diem25 eben in ihren Veränderungsperspektiven vor allem die EU-Perspektive wahrnimmt.

Auch, um es in den Kooperation-Perspektiven nicht bei Absichtserklärungen zu belassen, haben wir beschlossen, in beiden (und möglicherweise weiteren) Gruppierungen in den nächsten Monaten unabhängig voneinander an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Unter dem Arbeits-Titel „Green New Deal“ wollen wir unsere Ideen, Thesen, Forderungen und Schlüsse in allen beteiligten Gruppen jeweils in einem Konzept zusammenfassen.

Für uns DemoS wollen wir dabei insbesondere auch klären, welche Positionen zum Umweltschutz, zum Thema Nachhaltigkeit, zu den  Herausforderungen in der kommenden Postwachstumsgesellschaft und im Hinblick auf eine „sharing-economy“ wir in unsere Sozial- und Gesellschaftsvision aufnehmen und vertreten wollen.

Im kommenden Jahr wollen wir dann gemeinsam mit Diem25 (und mit den anderen Gruppierungen, die sich zu dieser Thematik konzeptionell animieren lassen) ein Symposium organisieren, bei dem die einzelnen Gruppen-Ergebnisse präsentiert werden, Übereinstimmungen und Differenzen geortet und diskutiert werden und dann versucht werden, ein gemeinsames Papier  – also eine Art „Deklaration eines Green New Deals“ – (auch medial) gemeinsam zu veröffentlichen.

DemoS-Mitglied Norbert Woiner regte an, uns auch mit der fb-Gruppe New Deal für Österreich und Europa zu vernetzen und er möchte dort auch unser DemoSSLA-Modell zur Diskussion vorstellen. Auch möchte er versuchen, diese Gruppe zur Teilnahme an der Erarbeitung eines eigenen „Green New Deal“ -Konzeptes zu gewinnen.

Breiten Raum nahm danach unsere Diskussion mit zwei jungen Frauen ein, die Wolfgang Werg zu unserem DemoS-Treffen eingeladen und mitgebracht hat: Aline und Elena gaben uns umfassend feedback, wie sie unsere Gruppe erlebten und beantworteten viele Fragen aus dem Auditorium. Wir wollten einfach diese Gelegenheit umfassend nutzen, herauszufinden, warum gerade die Generation der Menschen unter 25 bei uns bislang total unterrepräsentiert ist und jedenfalls bislang kaum an unseren Treffen teilgenommen hat.

Den meisten von uns ist dabei klar geworden, was es mit „auf gleicher Augenhöhe“ im Generationensprung tatsächlich auf sich hat und dass die Erlebnis-Realität junger Menschen sich eben noch mehr, als eh schon wohlwollend angenommen, von der älterer Generationen unterscheidet. Danke, dass wir viel von Euch lernen durften und – hoffentlich – demnächst noch weit mehr von euch lernen dürfen!

Die  wichtigsten weiteren Beschlüsse dieses 8. DemoS-Treffens 2017:

Wir wollen uns weiter mit gleich- oder ähnlich gesinnten Gruppen vernetzen. (… auch mit der Gruppe um Peter Pilz wollen dabei wir in Kontakt treten)

Wir wollen alles unternehmen, um mehr junge Menschen für die DemoS zu begeistern.

Wir wollen unsere visionäre Konzeptarbeit konzentriert weiter fortsetzen und dabei schon bei unserem nächsten Treffen ( 18. November 2017) mit dem Thema „Green New Deal“ ganz konkret beginnen.

Parallel dazu wird Christian Sadil damit beauftragt, unsere bisher erarbeitete Sozial– und Gesellschaftsvision „Österreich 3.0 mit den in unseren Diskussionen erarbeiteten neuen Erkenntnissen zu erweitern und auf einen die gegenwärtigen politischen Entwicklungen berücksichtigend Stand zu bringen. Im ersten Quartal 2018 wollen wir dann diese (etwas gestraffte) Neufassung diskutieren und als „erneuertes“ Leitbild verabschieden und veröffentlichen.

Nächstes Treffen der Österreich-Gruppe der DemoS

 

EINLADUNG

für Sa.,  17. FEBRUAR , 14:30h
 

1. DemoS-GRUPPENTREFFEN 2018

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AGENDA:
 
* Bericht über aktuelle Entwicklungen seit dem letzten Treffen
* Bericht Videogruppe
* Wahl von Bereichssprechern
*  Welche Positionen zum Umweltschutz, zum Thema Nachhaltigkeit, zu den  Herausforderungen in der kommenden Postwachstumsgesellschaft und im Hinblick auf eine „sharing-economy wollen wir als DemoS in unsere Sozial- und Gesellschaftsvision aufnehmen und vertreten. Grundsatzdiskussion.
* Allfälliges
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Bericht über das DemoS-Gruppentreffen am 16.9.2017

Zunächst wurde unser überaus magere Ergebnis der Sammlung der Unterstützungserklärungen für die NR-Wahl 2017 präsentiert und angeregt diskutiert.

Die Enttäuschung über die zu geringe Anzahl  von AktivistInnen war deutlich zu spüren.  Natürlich war allen bewusst gewesen, dass die Nationalratswahl 2017 ursprünglich für 2018 geplant war und wir deshalb nicht annähernd ausreichend professionell auf einen Wahlkampf 2017 vorbereitet waren und dass uns die Vorverlegung dieser Wahl letztlich „kalt erwischt“ hat.

Aber weder dieser Umstand, noch der Hinweis auf „die Urlaubszeit„, noch die „widrigen Wetterbedingungen“ (die Sammlungswochen fielen gerade in den Höhepunkt der Hitzeperiode), noch die Hinweise auf „die Berufstätigkeit der meisten unserer Mitglieder„,  können letztlich die fehlende Bereitschaft zum Engagement für die DemoS jenseits des „harten Kerns der Gruppe“ ausreichend erklären. Hier haben wir wohl nicht nur ein klares Defizit, sondern ein substanzielles Problem! 

Die einen meinten in der Diskussion darüber (durchaus zutreffend), wir wären eben eine Art „Diskutier-Club“ und keine Aktivistengruppe … andere warfen (berechtigt) ein, dass die Jugend (speziell die Gruppe der Studenten) in unseren Gruppen eben krass unterrepräsentiert wäre … und schließlich wurde auch noch die These diskutiert, dass wir einfach zu wenig (erkennbaren) Gegenwartsbezug hätten, weil unser Fokus eben auf unserer „Vision“ läge, die erst in 20 oder 25 Jahren alltagsrelevant sein wird … Das nähme unseren Argumenten eben (gefühlt) die unmittelbare Dringlichkeit … bedeutet, wir bräuchten gegenwartsbezogene und überprüfbare „Zwischenziele“, die wir kommunizieren könnten. Schließlich wurde auch noch darauf verwiesen, dass die DemoS im sowieso stark fragmentierten und verhältnismässig kleinen, „linken“ Segment eben insgesamt nur eine relativ kleine „Splittergruppe“ ohne weithin bekanntes „Gesicht der Bewegung“ wären und dass auch das von vornherein absehbare „Nichterreichen“ des Ziels, ausreichend Unterschriften für ein Antreten zur NR zusammen zu bekommen, viele demotiviert hätte… es sei eben doch was ganz anderes, irgendwo ein „like“ zu setzen, als sich aufs Magistrat zu bewegen und dort öffentlich „ein Bekenntnis“ abzulegen. Dazu käme, dass überall, wo die Anonymität der Großstadt nicht gegeben wäre, also im konkreten Fall in den Gemeinden im Burgenland (wo wir ja ebenfalls kandidieren wollten), viele Menschen davon abgehalten hätten, sich zu einem „politischen Außenseiter“ zu bekennen und sich damit zu einem „Gesprächsthema für den „Dorfklatsch“ zu machen … Last but not least sollten wir eben davon ausgehen, dass viele, die unsere Aktivitäten in unseren Gruppen mit nur „beiläufigem Interesse“ beobachten, eben anders ausgeprägte politische Vorstellungen haben und unsere Einschätzung, dass die sich für die DemoS „aktivieren liessen“, simpel eine unrealistische Wunschvorstellung wäre …

Wir waren uns gegen Ende dieses Diskussionsabschnitts immerhin einig, dass die Ursachen für das enttäuschend schwache Ergebnis beim Sammeln der Unterstützungserklärungen wohl in einem Mix all dieser Faktoren lägen und dass es vieler weiterer Anstrengungen bedürfe, einerseits mehr Menschen (auch außerhalb von fb) für die DemoS zu interessieren und andererseits die, die uns bereits kennen und beobachtend verfolgen, emotional stärker mit uns zu verbinden.

Allen die sich dennoch im Unterschriftensammeln für die DemoS persönlich engagiert haben, ein herzliches Danke!

Als erste konkrete Massnahme wollen wir im Rahmen einer Umfrage unter den Mitgliedern unserer DemoS-Gruppen im fb feststellen, wer und in welchem Ausmass bereit ist, bei uns künftig aktiv mitzuarbeiten. 

Sehr konstruktiv wurde danach die Frage diskutiert, wie wir unsere „Vision„, die ja ein „work in progress“ sein soll, weiter entwickeln und „promoten“ könnten. Wir werden dieses Thema in den Mittelpunkt unserer Herbstarbeit 2017 stellen.

Vor allem auch die Idee, uns „Etappenziele“ zu setzen und ihre Realisierung zu beobachten, wollen wir gründlich analysieren und dann konsequent verfolgen. Der Vorschlag, bis zum Ende des Wahlkampfs nach außen eher zurückhaltend zu agieren, wurde mehrheitlich deutlich abgelehnt. Wir wollen unsere Themen und Anliegen auch in den nächsten Wochen weiter mit gleicher Intensität nach außen kommunizieren. Dabei wollen wir jedoch mehr Aufmerksamkeit auf eine erkennbare einheitliche visuelle Umsetzung aufbringen, um unser Erscheinungsbild immer stärker „wiedererkennbar“ zu positionieren.

Nicht zuletzt wollen wir die Idee, mit Info-Tischen und Diskussionen auch jenseits der „digitalen Blase“ Präsenz zu zeigen und Interesse zu erwecken, weiter verfolgen.

Wir haben auch über die „Sinnhaftigkeit“ so vieler Regional- und Lokalgruppen sowie der zahlreichen Projekt- und Arbeitsgruppen der DemoS im fb gesprochen. Vor allem dort, wo wir bislang  noch keine „Manager“ unserer Regionalgruppen gefunden haben, stellt sich die Frage, ob es irgendetwas bringt, diese „unkoordinierten“ Gruppen aufrecht zu halten. (Leider hat sich die Idee mit der „Selbstorganisation“ in einigen dieser Gruppen als Wunschvorstellung entpuppt, die sich nicht realisiert hat). Wir haben uns dann geeinigt, in den nächsten 3 Monaten die Mitglieder dieser Gruppen hinsichtlich ihrer Interessen und Motivation zur aktiven Mitarbeit anzusprechen und zu versuchen, lokal verankerte DemoS-Mitglieder für die Moderation zu finden. Gruppen, bei denen das bis zum Jahresende nicht funktioniert, werden wir ebenso, wie inaktive Projektgruppen  schließen.

Größeren Raum nahm dann noch die Diskussion über mögliche strategische Kooperationen der DemoS mit anderen Gruppierungen mit ähnlichen Partikular-Interessen und vergleichbarer sozialer Grundhaltung ein:

Die DemoS haben ein Team interessierter Mitglieder damit beauftragt, in diesem Herbst konstruktive Kontakte mit solchen Gruppierungen (z.B. Diem25, Attack, Piraten, Die Linke Österreich, u.v.a. interessanten Kleingruppen) zu knüpfen. Für die aktive Mitarbeit in diesem Aussenkontakt-Team der DemoS haben sich bislang angeboten: Georg A , Georg K., Stefan , Nusin , Werner,  Thomas, Christian , Ronny , Walter und Wolfgang (Danke)

Den Anfang machen wir gleich am kommenden Dienstag, wo wir gleich mit fünf Freunden aus dieser neuen Kontaktgruppe an einem öffentlichen Treffen der Gruppe Diem25/Wien teilnehmen und dort das Gespräch über Gemeinsamkeiten und allfälliges Trennendes suchen möchten. (Wir werden darüber berichten.)

Zuletzt noch höchst Erfreuliches:

Auch wenn wir bislang selbst zu wenig operative Eigenkraft entwickelt haben, ist es doch aus unserer Sicht ein beachtlicher Etappensieg, dass einige unserer Ideen, die wir bereits vor ein bis drei Jahren für unsere „soziale und gesellschaftspolitische Vision“ entwickelt haben, offenbar Eingang in die Wahlprogramme etablierter politischer Parteien gefunden haben: sowohl in den kommunizierten Wahlprogrammen des Teams von P. Pilz, als auch neuerdings in den von BK Kern veröffentlichten Plänen der SPÖ tauchen vermehrt Vorschläge für Massnahmen auf, die wir für unsere Vision einer erneuerten sozialen Gesellschaft formuliert haben. Was Besseres kann uns gar nicht passieren!und es beweist auch, dass wir uns mit unserer Arbeit bereits auf bestem Weg sind, uns als Think-Tank für soziale und gesellschaftspolitische Entwicklungen jenseits des neoliberalen Mainstreams zu profilieren.

Vielleicht liegt dort ja langfristig eine mögliche Positionierung unserer Sozialen Demokratischen Initiative? Man muss ja nicht alles selbst realisieren, wenn andere politische Kräfte unsere Ideen aufgreifen und damit den längst fälligen Wandel betreiben! Oder?

UND GANZ ZULETZT:

ACHTUNG!  SAVE THE DATE:

 

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DemoS-Gruppe Wien: Kurzbericht vom Treffen am 11. 9. 2017

In kleinem Kreis haben wir im gemütlichen Ambiente des Ateliers von Georg Amann eine erste Bilanz aus den Erfahrungen vom gescheiterten ersten Versuch der DemoS, sich an der NR-Wahl zu beteiligen, gezogen: Diskutiert wurden vor allem die möglichen Gründe für den geringen Mobilisierungsgrad der DemoS-Mitglieder – z.B. beim Sammeln der benötigten Unterstützungs-Unterschriften.

Aus dieser sehr kritischen Auseinandersetzung entstand schnell eine offene Analyse der (viel zu vielen) Schwachstellen in unserer Organisation … und in der Folge unweigerlich eine mehrschichtige Kritik an unserem gesamten Kommunikationsverhalten. DARÜBER jedenfalls wollen wir am kommenden Samstag bei unserem Treffen in der DemoS-Österreich-Gruppe berichten und diskutieren.

Auch die schon öfters angesprochene Schwachstelle hinsichtlich offizieller Außenkontakte und Auseinandersetzungen der DemoS mit anderen Gruppierungen mit ähnlichen Zielen wollen wir als Thema in das Treffen der großen DemoS-Gruppe am 16.9. unbedingt einbringen.

Zuletzt wurde eine Diskussion darüber angeregt, dass eine der Ursachen für das aus unserer Sicht deutlich zu geringe Aktivisierungspotenzial der DemoS im hohen Abstraktionsgrad, der mit unserer zentralen Vision für ein Sozial- und Gesellschaftssystem in 20 bis 25 Jahren  verbunden ist, liegen könnte und dass es uns angebracht erscheint, kürzerfristige (realistische!) Zwischenziele zu formulieren und zu diskutieren.

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Wir brauchen die Sozial-Union

Es geht um einen „Neustart für Europa“ – um ein umfassendes Reform-Paket, mit dem neben der Wirtschaft-Union parallel dazu die Strukturen einer Sozialunion entwickelt und europaweit installiert werden.

und … ja klar … das ist ein Projekt mit einem längeren Horizont.

Dennoch ist klar, dass die gewaltigen Veränderungen durch Digitalisierung und Roboterisierung (Stichwort: Industrie 4.0) in einem vereinten Europa nicht auf nationaler Ebene bewältigt werden können.

Wir DemoS diskutieren diese Fragen schon seit 2 Jahren in unserer Facebook-Gruppe „EU 2.0“ und sind dennoch über die Feststellung des unverzichtbaren Bedarfs an so einer Sozialunion und einigen wertvollen „Erkenntnis-Inseln“ noch nicht sehr viel weiter gekommen …

Deshalb ist es höchst notwendig, dass alle, die diese Notwendigkeit erkannt haben, sich auch EU-weit dicht vernetzen und miteinander an langfristig orientierten Lösungsmodellen arbeiten.

Diese internationale Vernetzung steht deshalb ganz oben auf unserer Agenda für die Folgemonate und -Jahre! Naheliegend ist der Versuch, hier gemeinsam mit der bereits international organisierten Gruppe Diem25 in eine engere Zusammenarbeit zu kommen.

Wir werden – auch hier – laufend darüber und über die konzeptionellen Fortschritte in der Zusammenarbeit berichten.

Wenn auch Du an diesem Thema interessiert bist, freuen wir uns über Deinen Kommentar (weiter unten) oder gar über Deine aktive Mitarbeit!

Weitere DemoS-Themen:

Österreichische Innenpolitik

Macht braucht Kontrolle

Korruptionsbekämpfung 1

Korruptionsbekämpfung 2

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Einladung

Treffen der DemoS-Gruppe Wien

Wann: am Montag, 11. September 2017 um 19:00 h

Wo: im Atelier von Georg Amann, Heiligenstädterstrasse 44, (Eingang hinter dem großen Parkplatz – direkt im Stadtbahnbogen)

Agenda:
1) Zwischenbilanz der Wahlkampagne und Diskussion dazu
2) Vorbereitung auf die Herbstarbeit dieser Gruppe
3) Kontakt-Komitee zu ähnlich gesinnten Gruppen
3) Allfälliges

Bisher haben sich angemeldet:

Bisher haben sich angemeldet:

Georg Amann
Christian Sadil
Hrundy V Bakshi
Stefan Buhr
Cornelia Keller-Millak

Noch nicht sicher:

Isolde Gehl
Robert Manoutschehri
Jess Siderits
Erwin Felkel
Ute Breitengraser
Ronny Luka

Weitere Anmeldungen bitte per Kommentar (weiter unten)
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Schule neu – ein Beispiel

Wie also könnte nun ein Konzept für so eine „neue freie Schule“ aussehen? EIN Beispiel so eines Konzepts (von vielen möglichen – hier nur in Stichworten):

Methode: Interessensgeleitetes Entdecken und Lernen in selbst organisierten, wechselnden Gruppen.

Die „Lehrpersonen“ fungieren dabei als begleitende Lern-Coaches und –Berater, als Moderatoren der dabei ständig wechselnden sozialen Gruppenprozesse und als aktive Helfer bei der Selbstorganisation und Selbstaneignung von Informationstechniken und deren Bewertung durch die Kinder; als Trainer und Helfer bei der Aneignung und Vertiefung von Fertigkeiten aller Art und als fürsorgliche Begleiter in Selbstfindungs-Prozessen und als Mediatoren im kontinuierlichen Informationsaustausch zwischen den Gruppen und mit den Elternhäusern der Kinder; sowie bei der allfällig gewünschten Anforderung von externen Experten und Praktikern bei Projektarbeiten.

Bildungsziele: Interessensgeleitetes Aneignen aller Fertigkeiten und Techniken, die ein möglichst breites Verständnis der Zusammenhänge aller gesellschaftsrelevanten Gegebenheiten in einer immer komplexer werdenden, total vernetzten Welt vermitteln und damit eine umfassende Erkenntnis und Erfahrung der eigenen Begabungen, Begrenzungen und Optionen für die weitere freie Lebensgestaltung ermöglichen und so die eigene soziale Einordnung in die Gesellschaft fördern.

Ferner: Beherrschung aller dafür benötigten Grundtechniken und breites Basiswissen zu vielen gesellschaftsrelevanten Wissensfeldern (Geistes- und Sozialwissenschaften, Informations-, Wirtschafts- und Naturwissenschaften, künstlerische Ausdrucksformen und Kulturtechniken…)

Organisationskonzept: In dieser Schule wird ein ständiger offener Dialog zwischen den Schülern, den Lernbegleitern und den Eltern geführt. Die „Klasseneinteilung“ dient im Wesentlichen nur mehr einmal wöchentlich dem Informationsaustausch zwischen den gleichaltrigen Kindern/Jugendlichen darüber, darüber, was jeder einzelne Mitschüler in seinen diversen Neigungs-, Lern- und Aktivitätsgruppen erlebt und dazugelernt haben, was ihn dabei begeistert und was ihn dabei gestört hat. Dadurch (und durch die Diskussion darüber) behalten alle Schüler einen Überblick und ein Grundwissen auch über jene Gruppen, an denen sie nicht teilnehmen.

Die SchülerInnen bestimmen also selbst, an welchen Gruppen sie sich aktuell beteiligen und können diese Gruppen bei aktuellem Desinteresse an den dort bearbeiteten Inhalten auch problemlos verlassen und sich anderen Gruppen anschließen, um vielleicht später, wenn ihr Interesse wieder erwacht ist, in eine ihrer früheren Gruppe zurück zu kehren.

Für Zeiten, in denen sie ein starkes Ruhe- oder Regenerationsbedürfnis haben oder einfach das Erlebte reflektieren oder mit Schulkollegen besprechen wollen, gibt es in dieser Schule entsprechende Facilitäten – ebenso für sportliche Tätigkeiten, um aktuelle Bewegungsbedürfnisse ausleben zu können. (Die Betreuung dieser Räume könnte auch durch Freiwillige aus der Elternschaft organisiert werden, um die umfassende Betreuung und Begleitung aller „Lerngruppen“ durch qualifiziertes Personal sicher zu stellen.)

Auch die Aus- und Weiterbildung der „Lehrpersonen für diese „Neue Freie Schule“ funktioniert nach diesem Konzept Erfahrungs-basiert und selbstorganisiert. Wie das im Detail organisiert wird, wird einmal jährlich gemeinsam neu überdacht und dann Teil des Organisationskonzeptes sein.

Natürlich können wir diese Revolution der Bildung & Ausbildung nicht gleich anstelle der heutigen Schulen, sondern nur parallel dazu und (zunächst) nur ergänzend verwirklichen … in einem offenen Vergleichsumfeld, in dem beide Systeme ihre Vor- und Nachteile erweisen und ihre Verbesserungspotenziale in einem vergleichenden Dialog weiterentwickeln können. Das „bessere System“ wird dadurch immer noch besser werden und nach und nach größeren Zuspruch verzeichnen. © Copyright: Demokratische Soziale Initiative

Noch sind viele Fragen nicht geklärt, viele Vorstellungen scheinbar „zu schön, um wahr zu werden“… aber:

Die neue Schule: Sieben Schritte von der Vision zur Realität

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Können wir den Wandel in eine „neue“ Gesellschaft organisieren?

Die Gesellschaft ändert sich täglich … der Wandel findet also statt. Freilich passiert das nicht nach einem durchdachten Plan, nicht in eine vorbestimmte oder gar von uns „erwünschten“ Richtung.

Wenn wir aber (wie wir DemoS) eine klare Zielvorstellung haben, müssen wir versuchen, einen Plan zu entwickeln, wie wir dorthin kommen – mit der Definition von Etappenzielen, mit überzeugenden Strategien und mit klaren Vorstellungen darüber, wie wir „unerwünschte“ Entwicklungen im Sinne unseres Projekts irgendwann mehrheitlich wieder  „korrigieren“ können. Deine Ideen sind herzlich willkommen!

 

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