Das Bild einer in zwei Teile gespaltenen sozialen Welt

Dr. Walter Otto Ötsch  ist Ökonom und Kulturhistoriker und seit Oktober 2015 Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte am Institut für Ökonomie an der  Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues.
Er bietet dort Lehre im Masterstudium „Ökonomie“  an.
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Vorher war Ötsch Universitätsprofessor an der Johannes Kepler Universität Linz und dort als Vorstand für das Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz  sowie als Vorstand für das (Forschungs-) Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) tätig.
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Dr. Walter Otto Ötsch :
„Das Bild einer in zwei Teile gespaltenen sozialen Welt besitzt viele Implikationen. Vier davon sind:
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1 –
die Verwendung einer strikt normierte Sprache, bei der „Die Wir“ immer und ausschließlich als gut, „Die anderen“ immer und ausschließlich als böse bezeichnet werden.
Dazu dienen eigene Wortschöpfungen, wie „Systemparteien“, „Politbonzen“, „Privilegienritter“, usw.
Die Wir“ erscheinen dabei immer als Opfer, „Die anderen“ immer als Täter, selbst wenn sie zu Schaden kommen (man spricht von Opfer-Täter-Umkehr).
(Viele Beispiele für demagogische Sprache finden sich in Ötsch 2002a.)
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2 –
Ein Politikansatz, der im Kern aus sechs Bestandteilen besteht:
– Das Ansprechen von Problemen. Populisten sprechen oft Probleme an, die andere Parteien nicht thematisieren. Auf diese Weise bekommen sie einen diskursiven Vorteil und erscheinen glaubwürdiger. Z.B. hat die langjährige Verweigerung der großen Parteien in Österreich über Probleme der Integration zu sprechen, den rechten Populismus nachhaltig gefördert (ähnliches geschieht heute zu Problemen des Sozialstaates, der in meiner Einschätzung durch den „Fiskalpakt“ europaweit bedroht ist.)
Das Anheizen von Gefühlen. Dies geschieht oft durch das Erzählen von Geschichten über Einzelfälle, oft mit erfundenen Zahlen und verzerrten Darstellungen.
Die Verbindung mit dem demagogischen Welt-Bild. Die Einzelfälle werden verallgemeinert und als Eigenschaften der ganzen Gruppe der „Die“ hingestellt.
– Die Nennung von Sündenböcken, d.h. die „Erklärung“ der genannten Probleme.
– Die Verheißung einer Besserung. Dazu preisen sich der oder die PopulistIn als RetterIn an.
– Der Entwurf einer besseren Zukunft. Für den Fall, dass die vorgeschlagene Abhilfe (den bedrohlichen Einfluss der „Anderen“ zurückzudrängen) befolgt wird, wird ein positives Bild der Zukunft gemalt.
(Frank Stronach hat z.B. angekündigt, er würde Österreich „zum höchsten Lebensstandard auf der ganzen Welt“ führen, nach Fürweger 2013, 154).
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3 –
Ein autoritäres Organisationsprinzip, das sich direkt aus dem Bild einer zweigeteilten Welt ergibt:
Die Einteilung der Bevölkerung nach „Wir“ und „Die“ ist nämlich reine Willkür. Sie beruht auf keinen Fakten, sondern auf einer im Kern beliebigen Interpretation.
Die schlechten Charaktereigenschaften der „Die“ werden durch gezielte (oder erfundene) Einzelbeispiele „belegt“. Dabei werden die verwerflichsten Mitglieder angeführt) und von ihnen auf eine fiktive Gesamtheit geschlossen.
Ob und wie eine konkrete Person zu den „Wir“ oder zu den „Die“ zu zählen ist, ist dabei nach nachvollziehbaren Kriterien meist nicht sagbar.
Ein und dieselbe Person kann einmal in der einen, ein andermal in der anderen Gruppe aufscheinen.

In demagogischen „Bewegungen“ kann und darf es keine wirkliche Auseinandersetzung über die Kriterien der Zuordnung einer aktuellen Person geben, – das würde ja die Willkür der absurden Gruppenbildung entlarven.
Anstelle dessen hat ein „Führer“ oder eine Zentrale zu treten, welche die für das Welt-Bild notwendigen persönlichen Zuordnung durch eine Aktion vornimmt (z.B. eine rüde Beschimpfung der Politiker, ein Markenzeichen von Frank Stronach im österreichischen Wahlkampf 2013).
Das bedeutet, dass demagogische Bewegungen notwendig autoritär sein müssen.
Dazu wird eine Organisationsform benötigt, die in wichtigen (aber nicht in allen) Zügen an eine Sekte erinnern kann (vgl. Kramer und Alstad 1993). Das Machtzentrum liegt bei einem „Guru“.
Er kann – wie dies Frank Stronach wiederholt demonstriert hat – tun und lassen, was er will, und wird dabei von seinem „Team“ unterstützt. Um die zentrale Führungsperson gruppiert sich ein innerster Führungskreis von loyal ergebenen Personen. Sie schützen ihn parteiintern vor Kritik und verteidigen ihn nach außen, – egal, wie skurril seine Aktionen auch sein mögen.
Die zentrale Person besitzt damit eine direkte Umgebung, die sie in einer ungeheuren Selbstüberhöhung unterstützt.
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4 –
Längerfristig kann ein solches Denken eine eigene Dynamik entfalten, weil die willkürlich konstruierte Grenzziehung von „Wir“ gegen „Die“ im Kern auf einen Verschwörungsmythos hinausläuft.
Egal, welches Problem auftaucht, immer tragen „die anderen“ die Schuld.

Die „EU-Sanktionen“ gegen die österreichische Regierung nach der ÖVP-FPÖ Regierungsbildung im Jahre 2000 z.B. waren für Jörg Haider eine Verschwörung des österreichischen Bundespräsidenten und „der Linken“ mit der EU-Spitze, Untersuchungen und Verurteilungen der Gerichte waren und sind für Berlusconi immer eine Verschwörung von Staatsanwälten und Richtern, der Wahlkampf der SPÖ in Wien im März 2001 war für die FPÖ von einem Berater von der US-Ostküste gesteuert (ein Code für das internationale Judentum), usw.“
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WIE MAN DEMAGOGISCHE KOMMUNIKATION ERKENNT
Liste der 100 Muster siehe weiter auf
https://gkrejci.blogspot.com/2015/09/wie-demagogische-kommunikation.html?showComment=1453412325288
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Quelle:
Ein Klassiker der Theorie der Propaganda
Mythos Markt
Jenseits der Hierarchie
Haider Light
Dr. Walter Otto Ötsch
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… über die technotronische Ära!

Die neue Heilsbringerin heißt „digitale Bildung“. Sie soll Schülern das Lernen erleichtern und sie intelligenter machen, doch immer mehr sagen, dass das Gegenteil der Fall ist.
Wir marschieren mit Riesenschritten auf ein technotronisches Zeitalter zu. Eine Ära, welche die Menschen mit Maschinen und Computern dominiert.
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Doch wer wird in der Zukunft eine voll digitalisierte Welt kontrollieren ?
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Schon Zbigniew Brzezinski,
Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter und Professor für US-amerikanische Außenpolitik, schrieb bereits in den 1980er Jahren über das “technotronische Zeitalter”:
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“ Die Auswirkungen des Wechsels von der industriellen zur
technotronischen Ära werden ebenso tief greifend sein, wie der Wechsel von der Agrar- zur industriellen Gesellschaft.
Die westlichen Industriestaaten sind bei dieser Transformation am weitesten fortgeschritten und entwickeln sich zunehmend zu „technotronischen“ Gesellschaften.
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Durch die heute allgemein als Globalisierung beschriebene Entwicklung werden Kräfte freigesetzt, die in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht von größerer Bedeutung sind als die der französischen Revolution.
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Denn die technotronische Ära umfasst die Einführung einer kontrollierten Gesellschaft!
Eine solche Gesellschaft wird von einer sogenannten “Elite” beherrscht, welche nicht länger an traditionelle Werte gebunden ist.
Es ist dann möglich jeden Bürger ununterbrochen zu überwachen und über jeden eine vollständige, stets aktuelle Akte zu führen, die selbst persönliche Dinge enthält. Auf diese Akten können die Behörden jeserzeit zugreifen!”
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Brzezinski schrieb dies nicht als Privatmann, sondern als Carters Berater für Nationale Sicherheit und führendes Mitglied des Club of Rome !
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Zusätzlich wurde die Bildung systematisch manipuliert, damit wurden junge Menschen hervorgebracht, welche daruf konditioniert sind, eine eben solche Gesellschaft zu akzeptieren. Weiters gibt es die Flut an “Experten”, welche die Mainstreet-Medien weltweit jeden Tag auffahren, um ins vorzugeben, was wir glauben und zu denken haben.
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Charlotte Iserbyt erklärt die Problem-Reaktion-Lösung, welche angewandt wird, um die “Orwellsche Transformation” über die Bildung voranzutreiben: “Eine inszenierte “Bildungs”-Krise folgt der nächsten, und jedesmal bestand die “Lösung” darin, die Programmierung der Wahrnehmung in der Gesellschaft auszuweiten. Kindern, die sich der Programmierung nicht fügen, bescheinigt man “Lernbehinderungen”, “Verhaltensauffälligkeiten”, oder eine Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung” (ADHS).”
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Diese Kinder werden dann mit chemischen Keulen wie Ritalin und anderen Medikamenten “behandelt” und auf diese Weise fügsam gemacht!
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Wenn Kinder nicht mehr auf Bäume klettern und im Dreck wühlen, miteinander Fangen spielen oder Knetfiguren formen, können sie ihre sensorischen Fähigkeiten nicht voll entfalten. Das reale Leben versorgt das wachsende Gehirn mit Impulsen, die für seine Entwicklung unerlässlich sind. Fehlen die vielfältigen Bewegungen und Eindrücke, werden Gehirnstrukturen nicht oder falsch aufgebaut.
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Und mit dem
Internet der Dinge, sollen smarte Geräte uns in die totale Überwachung und Abhängigkeit locken.
Dazu ist die Gesundheit – gerade von Kindern – akut gefährdet, denn „Mobilfunk ist langfristig gesehen so gefährlich wie die Radioaktivität“ .
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Auch die Akzeptanz einer “Orwellschen Gesellschaft” wird eingeimpft, indem man Schulen und Hochschulen so gestaltet, wie die Welt schlussendlich aussehen soll.
Es gibt schon Schulen und Hochschulen, in denen sich überall Kameras befinden und man mittels Fingerabdruck und / oder Iris-Erkennung zB sein Essen bezahlt oder sich in der Bibliothek Bücher ausleiht.
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Das Tempo der technologischen Entwicklung hat sich immens beschleunigt und im Gegensatz zum industriellen Zeitalter sind die Veränderungen durch den Eintritt in die technotronische Ära jedoch nicht mehr territorial begrenzt, sondern werden zu einer globalen Realität.
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Big Brother is watching you” ist so in vielen Bereichen schon Normalität und wie wir aus Erfahrung wissen, ist Datenschutz für Politik und Wirtschaft oftmals nicht mehr als nur der Name. …

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Weiterführende Themen:
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Warum schweigen die Lämmer?
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Informationskapitalismus

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Quelle
– Zbigniew Brzezinski
Die technotronischen Ära
– Charlotte Iserbyt
Deliberate Dumbing Down
– DemoS
– zeitenschrift
Digitale Bildung: Lost in Space
Club of Rome
Herausforderung Transformation

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… wir müssen jetzt beginnen, den Neubeginn zu planen !

Ungeachtet, wie lange der Kahlschlag durch die derzeitige ReGIERung dauert, … wir müssen jetzt beginnen, den Neubeginn danach zu planen !
via Christian Sadil :
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WIR BRAUCHEN:
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1) Eine Bildungspolitik, die unabhängig vom sozialen Status JEDEM KIND GLEICHE CHANCEN einräumt und eine NEUE SCHULE, die nicht entmündigte arbeitslose Bittsteller vor den Toren neoliberaler Konzerne produziert, sondern unsere Kinder und Enkel ermächtigt, eigenständig UND kooperativ die veränderten Herausforderungen einer neuen Zeit anzunehmen und lustvoll kreativ zu bewältigen.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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2) Eine radikale Abkehr von der Austeritäts-Politik, welche aktuell die Arbeitnehmer immer mehr verarmt und in die untragbare Abhängigkeit von der Gnade ihrer Ausbeuter verstrickt. Dazu benötigen u.A. eine stufenweise Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit um jährlich eine Stunde bei vollem Lohnausgleich über die kommenden 20 Jahre.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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3) Die Einführung eines BGE FÜR ALLE – bevorzugt nach dem Modell einer „Sozialen-Leben-Absicherung“ (SLA) – einem umfassenden, neuen Sozialsystem, das wir in den letzten Jahren bereits – inklusive Gegenfinanzierung – bei den DemoS entwickelt haben.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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4) Eine neues, GERECHTES BESTEUERUNG-SYSTEM, das GROSSE PRIVATVERMÖGEN und KONZERN-ERTRÄGE endlich zu einem fairen Beitrag verpflichtet, die Steuerflucht vermindert und im Gegenzug die finanziellen Belastungen bei kleineren und mittleren Einkommen TATSÄCHLICH senkt.
Das bedingt u.A. die Einführung einer Vermögens- und einer Erbschaftssteuer für große Vermögen, einer umfassenden Wertschöpfungsabgabe, durch die eine stabile Abgabeleistung für Betriebe auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Roboterisierung der Arbeitsabläufe sicher gestellt wird und eine Umgewichtung bei den Lohn- und Einkommensteuern. Auch dazu gibt es bereits klare Vorstellungen.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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5) Eine große Transparentoffensive zur Bekämpfung der Korruption, eine revolutionäre Verwaltungsvereinfachung, eine Rückgewinnung der Privatsphäre und eine bessere Sicherung der Pressefreiheit – wie es unsere Verfassung garantiert, eine Justizreform, die das Recht wieder für jedermann zugänglich macht und eine umfassende Offensive zur Erleichterung wirtschaftlicher Erfolge von Klein- und Mittelunternehmen, … und vieles mehr!
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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LASST UNS WENIGSTENS DURCH DEN SCHADEN, DEN DIE DERZEITIGE REGIERUNG SCHON DURCHGESETZT HAT, KLÜGER WERDEN!
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Bist Du dabei?
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www.demos.co.at
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Damals: Nein zur Atomenergie – Heute: Herausforderung Klimawandel!

EINLADUNG zu „40 Jahre Nein zu Zwentendorf“
Mo., 5. Nov. 2018 – 19.00 Uhr
Stiftgasse 8, 1070 Wien, Amerlinghaus, Galerie, 1. Stock
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40 Jahre Nein zu Zwentendorf
Damals: Nein zur Atomenergie – Heute: Herausforderung Klimawandel
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Die Atomindustrie will AKWs gerne als Ausweg aus der Klimaerwärmung verkaufen. Doch weder sind AKWs der Ausweg aus dem Klimawandel, noch hilft Leugnen des Klimawandels oder die „Klimaanpassung“ von Mensch, Umwelt und Wirtschaft gegen die Klimaerwärmung.
Was ist notwendig?
Ein grundlegender Wandel unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems.
Was bedeutet das und was ist zu tun?
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Podiumsdiskussion mit:

• em. Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Universität für Bodenkultur
• Dipl.-Ing. Mira Kapfinger, „System Change, not Climate Change!“
• Abg.z.NR Alois Stöger, diplômé, Leitender Sekretär der Produktionsgewerkschaft PRO-GE
• ZBRV Robert Wurm, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates ÖBB Postbus GmbH / GPF
• Dr. Wilfried Leisch, GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg / ÖSK-proSV
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Mo., 5. Nov. 2018 – 19.00 Uhr
Stiftgasse 8, 1070 Wien, Amerlinghaus, Galerie, 1. Stock
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    © zwentendorf.com / AKW Zwentendorf
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www.atomgegner.at
http://prosv.akis.at
www.prodemokratie.com

Mit kollegialen Grüßen
Redaktionsteam
Österreichisches Solidaritätskomitee (ÖSK)
oesolkom@gmx.at
http://prosv.akis.at
Tel.: 0650 830 7 830

„Living Planet“ Studie: Massensterben !

von Robert Manoutschehri
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In den letzten 45 Jahren ist die Gesamtzahl aller Wirbeltiere um 58 Prozent zurückgegangen.
Süßwasser-Arten um 81 % geschrumpft, Meerestiere um 36 %, Landwirbeltiere um 38 %.
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Die Biodiversität auf unserer Erde schwindet
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Dank ungebremster Expansion des Menschen in beispiellosem Tempo, melden WWF International und fünf an der vierjährigen Studie beteiligte Forschungsinstitute.
Der Mensch raubt Tieren den Lebensraum, durch Übernutzung, Verbauung und Verschmutzung. Die zunehmende Ausbreitung invasiver Spezies sowie umweltbedingte Krankheiten schwächen den Tierbestand weiter.
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In den vergangenen 500 Millionen Jahren habe es auf der Erde fünf „Massenauslöschungsperioden“ gegeben, also wenn Tierarten tausend mal schneller dezimiert werden, als es unter normalen Bedingungen geschehen könnte.
Jetzt erlebt der Planet durch das Einwirken des Menschen sein sechstes Massensterben.
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Und wir dürfen bei alldem auch nicht vergessen, dass der Mensch selbst auch nur ein Glied in dieser extrem bedrohten Kette des Lebens ist.
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Zusammenfassung des World Wildlife Fund https://www.worldwildlife.org/pages/living-planet-report-2016?fbclid=IwAR3EL5ASqeLteEz32NRKnvO7TOSMsq5s-g-THZqUDZ03PqNRtM_F0YYUinUhttps://www.worldwildlife.org/pag…/living-planet-report-2016 
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Der komplette Report als PDF
http://assets.worldwildlife.org/publications/964/files/original/LPR_2016_full_report_low-res.pdf?1477526585&_ga=1.183711782.1273743480.1477569238&fbclid=IwAR2hh-6DWNZ8pzjHS1WVEOrNAOMcTgMHBfVDxHJri0C6T_q2GQ5z6x-62vg  
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Menschlicher Raubbau beschleunigt Artensterben !
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Lebensräume schwinden, immer mehr Arten sterben aus. Der menschliche Raubbau an der Natur belastet unseren Planeten stärker als je zuvor. Seit 1970 reduzierten sich die weltweiten Wirbeltier-Bestände durchschnittlich um 60 Prozent – in Österreich sogar um 70 Prozent. Diese alarmierenden Trends zeigt der vom WWF erstellte Living Planet Report, der unsere Erde alle zwei Jahre einem Gesundheits-Check unterzieht.
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Seit 40 Jahren gehen die Tierbestände weltweit kontinuierlich zurück, inzwischen um 60 Prozent gegenüber dem Beginn der Messungen im Jahr 1970. Demgegenüber steht ein weiter steigender Ressourcenverbrauch der Menschheit. Der Zusammenhang beider Entwicklungen ist offensichtlich: Die Menschheit nutzt seit 40 Jahren mehr natürliche Ressourcen als die Erde erneuern kann.
Der Ökologische Fußabdruck der Menschheit wird permanent größer: 1,7 Erden bräuchte es momentan, um den Ressourcenverbrauch zu decken.
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Die Hauptgründe für den Verlust von Biodiversität sind Übernutzung und Lebensraumverlust. Die Abholzung der Wälder, Überfischung und der Verlust natürlicher Lebensräume gehen auf Kosten der Natur, der Artenvielfalt und der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme. Wir Menschen zerstören unsere eigene Lebensgrundlage. Darüber hinaus bedrohen invasive Arten, Umweltverschmutzung und zunehmend auch der Klimawandel die Biodiversität.
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Und nicht nur auf Wirbeltiere wirkt es sich aus, wie wir mit unseren Lebensgrundlagen umgehen: Die meisten Blütenpflanzen werden von Insekten und anderen Tieren bestäubt, über 75 Prozent der weltweit wichtigsten Nahrungspflanzen sind darauf angewiesen. Die Ernährungssicherheit ist somit stark von den Bestäubern abhängig. Eine veränderte Landnutzung aufgrund intensiver Land- und Forstwirtschaft und der weitere Ausbau von Straßen, Siedlungen, etc. ist einer der Hauptgründe für das Verschwinden der Bestäuber oder anderer wichtiger Arten, insbesondere wenn natürliche Gebiete, die Nahrung und Brutplätze bieten, geschädigt werden oder verschwinden.
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„Die größten Gefahren für unseren Planeten und uns selbst sind direkt mit dem menschlichen Raubbau an der Natur verbunden.
Naturschutz ist kein Luxusthema, sondern sichert unsere Lebensgrundlagen.
Die biologische Vielfalt ist unsere beste Versicherung gegen die negativen Einflüsse der Naturzerstörung, sei es als Puffer gegen die Folgen der Klimakrise oder als Grundlage für Gesundheit, Wohlstand, Ernährung und Sicherheit der Menschheit. Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen führt zur Zerstörung und zum Verlust von Lebensräumen“, erklärt Artenschutz-Experte Georg Scattolin.
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Gemeinsam mit dem WWF fordert er ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen im Stile des Pariser Klimavertrags: „Das Artensterben ist nicht auf einzelne Brennpunkte beschränkt, sondern findet auf allen Erdteilen statt. Wir erleben einen beispiellosen Niedergang der Natur. Das Zeitfenster für Gegenmaßnahmen schließt sich bereits. Die Welt braucht einen globalen Naturschutzpakt, um die Trendwende zu schaffen.“
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70 Prozent weniger Wildtiere in Österreich!
Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) hat der WWF erstmals auch eine eigene Analyse für Österreich erstellt, die konkrete politische Versäumnisse beim Erhalt der biologischen Vielfalt aufzeigt.
„Die Wirbeltierbestände in Österreich sind in einem schlechten Zustand. Im untersuchten Zeitraum (1986 bis 2015) kam es zu einem Rückgang von im Schnitt 70 Prozent. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Living-Planet-Index auf globaler Ebene bereits von 1970 bis 1986 eine weltweite Abnahme der Bestände um 30 Prozent anzeigt, erscheint die aktuelle Situation in einem noch dramatischeren Licht“, warnt Artenschutz-Experte Arno Aschauer.
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Obwohl seit 1995 EU-Mitglied und mit entsprechenden Verpflichtungen behaftet, werden lediglich 18 Prozent der europarechtlich geschützten Arten und nur 44 Prozent der europarechtlich geschützten Lebensräume (gemäß FFH-Richtlinie) in einem österreichweit einheitlichen Monitoring untersucht – dementsprechend oft fehlen Schutzmaßnahmen.
„Es braucht ein völliges Umdenken. Bund und Länder müssen Österreichs internationale Verpflichtungen nicht nur einhalten und engagierter umsetzen, sondern sie sogar übertreffen. Ansonsten wird das laufende Artensterben nicht zu stoppen sein. Es ist schon fünf nach zwölf“, warnt Aschauer vor weiterem politischen Stillstand.
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„Es braucht weit mehr Anstrengungen zum Erhalt unserer Artenvielfalt, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch bei der Umsetzung“, sagt Univ. Prof. Klaus Hackländer, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des WWF Österreich. „Österreich braucht mehr denn je einen konkreten politischen Aktionsplan für mehr Arten- und Naturschutz. Es braucht mehr Rückzugsräume und Schutzgebiete, die ihren Namen auch verdienen. Umweltschädliche Subventionen müssen auf allen Ebenen gestoppt werden. Parallel dazu braucht es mehr Forschung und Monitoring, um negative Trends überhaupt erkennen zu können“, so Aschauer.
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Die „One Planet“ Perspektive des WWF
Ein gesunder Planet ist Voraussetzung für ein gesundes Leben. Ohne konsequenten Richtungswechsel nehmen die ökologischen Systeme weiteren Schaden. Dann müssen wir mit ernsten ökonomischen und sozialen Konsequenzen rechnen. Knappere natürliche Ressourcen führen zu Konflikten. Die gute Nachricht: Ergreifen wir konsequente Maßnahmen, ist eine Trendumkehr noch möglich! Doch ein Richtungswechsel gelingt nur, wenn Regierungen, Unternehmen, Forschung und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.
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Dazu sollen u.a. bis 2020 von Bund und/oder Ländern nationale Aktionspläne (mit klaren Zuständigkeiten und Finanzierungen sowie messbaren, terminisierten und ergebnisorientierten Zielen) für die 20 wichtigsten Arten Österreichs erstellt und mit deren Umsetzung begonnen werden. Der Erhalt und die Wiederherstellung wertvoller Lebensräume in und außerhalb von Schutzgebieten muss ebenso sichergestellt werden, wie biodiversitätsschädigende Subventionen durch die öffentliche Hand eingestellt werden müssen. Außerdem solle ein bundesweiter Forschungsschwerpunkt Biodiversität eingerichtet und ausreichend dotiert werden, so die Forderungen des WWF.
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Der Living Planet Index, der 1998 erstmals erstellt wurde, zeigt die Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf die Tierwelt auf und trifft Aussagen über die Bestandsentwicklung tausender Säugetier-, Vogel-, Fisch- und Reptilien-& Amphibienarten. Kernstück der WWF-Studie, die einen Gradmesser für den ökologischen Zustand der Erde darstellt, ist der Living Planet Index (LPI), der Populationsdaten von Wirbeltierarten ermittelt und die durchschnittlichen Bestandsveränderungen darstellt. Der LPI basiert auf wissenschaftlichen Daten zu mehr als 16.700 untersuchten Populationen von über 4.000 Wirbeltierarten weltweit.
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Der 148 Seiten umfassende Living Planet Report 2018 als PDF
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Quelle:
Robert Manoutschehri
Arno Aschauer
Living Planet Index (LPI)
Univ. Prof. Klaus Hackländer
Universität für Bodenkultur (BOKU)
WorldWildLife
WWF International

Aktuelle Luftverschmutzung – unsichtbar aber tödlich !

von Robert Manoutschehri

Unsichtbar aber tödlich: Aktuelle Luftverschmutzung über den Grenzwerten von EU und WHO.

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Laut dem aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur EUA zur europäischen Luftqualität ist Feinstaub (PM2,5) für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 422 000 Menschen in 41 europäischen Ländern verantwortlich, davon rund 391 000 in den 28 EU-Mitgliedstaaten.
Der Bericht enthält die neuesten amtlichen Daten zur Luftqualität, die im Jahr 2016 von mehr als 2 500 Überwachungsstationen in ganz Europa gemeldet wurden.
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Die Europäer, vor allem diejenigen im städtischen Raum, leiden weiterhin unter der starken Luftverschmutzung. Wie schon die Jahre zuvor, wird der Straßenverkehr als Hauptverursacher der Luftverschmutzung identifiziert, insbesondere bei gefährlichen Schadstoffen wie Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM), welche ebenso wie bodennahes Ozon (O3) der menschlichen Gesundheit am meisten schaden.
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Emissionen aus Landwirtschaft, Energieerzeugung, Industrie und Haushalten tragen ebenfalls zur Luftverschmutzung bei.
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In Bulgarien und Polen sowie in den Visegrad-Ländern wurden die höchsten Schadstoffbelastungen gemessen, Österreich und Deutschland liegen etwa im Mittelfeld, Finnland und der Norden Europas dürfen sich über die geringsten Luft-Belastungen freuen.
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Die Folgen für unsere Gesundheit sind vielfältig und ebenso massiv, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen:
Unsere Lebenserwartung sinkt, die Anzahl „verlorener Lebensjahre“ steigt!
Es entstehen steigende Kosten für medizinische Versorgung sowie eine geringere wirtschaftliche Produktivität durch Krankeitstage.
Des Weiteren beeinträchtigt die Luftverschmutzung auch die Ökosysteme, indem sie Böden, Wälder, Seen und Flüsse schädigt und die landwirtschaftlichen Erträge reduziert.
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„Luftverschmutzung ist unsichtbar, aber tödlich. Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um die Ursachen zu bekämpfen. In Bezug auf die Luftverschmutzung sind Straßenverkehrsemissionen oft besonders schädlich, weil sie in Bodennähe und überwiegend in Städten in unmittelbarer Nähe zu den Menschen ausgestoßen werden.
Deshalb ist es so wichtig, dass Europa sich noch stärker bemüht, die Emissionen aus Verkehr, Energieerzeugung und Landwirtschaft zu senken und diese Bereiche sauberer und nachhaltiger zu gestalten“, so ein Statement von Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA dazu.
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Auch laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Luftverschmutzung die weltweit schlimmste Umwelt-Gesundheitsgefährdung, an der jährlich bis zu 7 Millionen Menschen erkranken und frühzeitig sterben.
Die ökonomischen Kosten dafür sind höher, als alle eventuellen Vorsorge-Maßnahmen, welche bislang aber überhaupt nur fragmentarisch umgesetzt werden (Stichwort Energie- und Mobilitätswende).
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Die wichtigsten Gefahrenstoffe im Jahresvergleich:
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Stickstoffdioxid:
Der NO2-Jahresgrenzwert wird nach wie vor in ganz Europa deutlich überschritten. Im Jahr 2016 lebten 7 % der städtischen Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedstaaten in Gebieten mit Konzentrationen, die über dem Jahresgrenzwert der EU und den Leitlinien der WHO lagen. Dieser Wert war 2015 mit 9 % noch höher gewesen. Im Jahr 2015 waren Expositionen gegenüber Stickstoffdioxid Ursache für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 79 000 Menschen in 41 europäischen Ländern.
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Feinstaub:
Im Jahr 2016 waren 6 % der städtischen Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedstaaten PM2,5 (Partikel mit einem Durchmesser von maximal 2,5 Mikrometern) ausgesetzt, während dieser Anteil im Jahr zuvor noch bei 7 % lag. Bei rund 74 % der städtischen Bevölkerung wurden jedoch die strengeren Leitlinien der WHO überschritten. 2015 waren Expositionen gegenüber PM2,5-Konzentrationen Ursache für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 422 000 Menschen in 41 europäischen Ländern.
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Bodennahes Ozon:
2016 waren rund 12 % der städtischen Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedstaaten O3-Konzentrationen ausgesetzt, die den Zielwert der EU überschritten. Das entspricht einem deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2015 (30 %). Allerdings liegt der Prozentsatz immer noch über dem 2014 gemessenen Wert von 7 %. In rund 98 % der Fälle überstiegen diese Expositionswerte die strengeren Leitlinien der WHO. Im Jahr 2015 waren Expositionen gegenüber Ozon Ursache für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 17 700 Menschen in 41 europäischen Ländern.
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Air quality in Europe — EEA Report No 12/2018 als PDF: https://www.eea.europa.eu/publications/air-quality-in-europe-2018 
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Ist ewiger Frieden möglich ?

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In seiner Altersschrift entwickelt Kant seinen Gedanken
des »kategorischen Imperativs« zu einem politischen Modell zwischen den Staaten der Welt weiter.
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Von der Vernunft geleitete Entscheidungen, die nach Gerechtigkeit trachten können der Menschheit den Frieden stiften, der für Kant ausdrücklich kein Naturzustand ist, sondern Ergebnis vorantwortungsvoller Politik.
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Der Text spielte eine wesentliche Rolle für die Ausgestaltung der sogenannten »Atlantik Charter«, die Franklin D. Roosevelt und Winston S. Churchill im August 1941 verfassten und auf deren Grundlage sich die Vereinten Nationen gründeten.
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Bildergebnis für Bild UNO.
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Kant: Warum gibt es Krieg und wer kann ihn stoppen?
Weil der Stärkere seine Übermacht nutzt, dem Anderen seine Interessen aufzuzwingen und die Herren an der Spitze der Staaten bekommen nie genug davon!
Die Regierenden nutzen dazu auch ihre Armeen und versuchen möglichst große Staatskassen zusammenzubekommen, um möglichst starke Armeen aufzubauen, um ihre Macht auf der Erde zu vergrößern!

Krieg scheuen sie nicht, da sie Andere – ihre Untertanen – den Krieg führen lassen, sie Töten und Sterben lassen – sie an der Spitze des Staates leben im Krieg genauso gut wie im Frieden!
Sie zahlen auch nicht die Kosten des Krieges und die Schulden danach zurück! Dazu haben sie ihre Untertanen.
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Wenn Sie einen Krieg führen wollen, beauftragen sie ihre Diplomaten: Die finden immer eine gute Begründung für einen Krieg! .
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Wer kann die Kriege verhindern?
Nur die Völker selber, die mit ihren Steuern und ihrem Leben die Kriege bezahlen, haben ein Interesse daran, den Krieg zu beseitigen!
Dazu müssen sie sich demokratischen Rechte erringen und sie nutzen!
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Siehe weiter zu  Kant´s Schrift „zum Ewigen Frieden
https://homepage.univie.ac.at/benjamin.opratko/ip2010/kant.pdf?fbclid=IwAR17StkqrnWvIJMMaQZ3APMO86JwFczgvPLmmetPQuyfF_VnueAGRSWumOA


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Zum ewigen Frieden –  ein philosophischer Entwurf gehört zu den bekanntesten Werken des deutschen Philosophen Immanuel Kant.
Moderne Bedeutungen des Begriffs Frieden gehen entscheidend auf die hier vorgestellte Theorie zurück.

In Form eines Friedensvertrages wendet Kant seine Moralphilosophie  auf die Politik an, um die Frage zu beantworten, ob und wie dauerhafter Frieden zwischen den Staaten möglich wäre.
Dazu müssen von der Vernunft geleitete Maximen eingehalten werden, die aus den zugrundeliegenden Begriffen entwickelt werden.
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Quelle:
– Immanuel Kant
– zum ewigen Frieden
– Kant-Werke Band 11
– Wikipedia
– Demokratische Impulse

… die Rückkehr zum menschlichen Maß ?

EUROPA – DÄMMERUNG ?
von Christian Sadil

Leider ist diese EU – das zeigt sich ja tagtäglich – eine UNDEMOKRATISCHE Fehlkonstruktion, insofern, als für ihre Entscheider der Mensch als Faktor ihrer Handlungen gar keine Rolle spielt.
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500 Millionen Menschen innerhalb der EU werden nicht gehört. Ein paar Dutzend Konzerne haben die EU-Bürger über die EU-Instrumente mundtod gemacht, in Geiselhaft genommen, entmündigen sie immer mehr und sind im Begriiff, sie nun auch noch völlig zu versklaven !
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Aus der großartigen Vision eines geeinten, friedlichen und prosperierenden Europa wird durch die völlig empathiebefreiten, sich selbst immer mehr ermächtigenden und dabei auch noch völlig phantasielosen EU-Granden zusehend immer nur noch mehr Abscheu und Grauen „produziert“ !
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Ohne grundsätzlichen Kurswechsel hin zu den Menschen und zu ihren Sorgen, Bedürfnissen und Erwartungen steuert dieses Europa unaufhaltbar seiner Selbstzerstörung entgegen.
Christian Sadil
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Siehe weiters
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Als E. F. Schumachers Buch Small is beautiful vor vierzig Jahren erschien, bewegte es sich zunächst im Schatten der „Grenzen des Wachstums“ (Club of Rome).
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Es kann nicht genug betont werden, wie wegweisend Schumachers Zukunftsentwurf seinerzeit war – und eingedenk desheutigen Standes der Nachhaltigkeitsforschung immer noch ist.
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Denn das Prinzip des »Größer, Schneller, Mehr« ist am Ende.
Die Natur ächzt unter der Ausbeutung ihrer Ressourcen, eine überentwickelte Technik und eine entfesselte Wirtschaft stoßen immer öfter an ihre Grenzen.
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Das Buch ist daher denn je, ein aktueller Wegweiser in eine Welt, in der die Wirtschaft dem Menschen dient und nicht umgekehrt.
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Siehe weiters
https://www.buecher.de/shop/geschichte–politik/small-is-beautiful-ebook-pdf/schumacher-ernst-friedrich/products_products/detail/prod_id/39403816/ 
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Quelle:
Christian Sadil
Ernst Friedrich Schumacher
.Bildergebnis für Ernst Friedrich Schumacher
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Über unser Schulsystem …

… lassen unsere Politiker nichts kommen !
Nicht einmal die kleinsten Reförmchen…

Wozu auch?
Die Schule liefert doch genau die jungen Menschen, die unsere Wirtschaft braucht !
Beitrag von von Christian Sadil

Viele Jahre lang mühen sich tausende tüchtige LehrerInnen tagein- tagaus, unseren Kindern ihre Interessen und Flausen auszutreiben, um den Lehrstoff in sie hinein trichtern zu können.
Widerspruchsgeist ist da nicht sehr erwünscht.
Denn ohne „Disziplin“ kann man schließlich mit den kleinen „Quälgeistern“ nicht „vernünftig arbeiten“. …und später – am Arbeitsmarkt – müssen sie sich schließlich auch „fügen“ und anstrengen, um in dieser Leistungsgesellschaft nicht schon zu früh unterzugehen….

DAS muss gelernt werden… und dazu kommen noch Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, die man heute als junger Mensch schon alleine für das Verfassen der vielen Bewerbungsschreiben und später in den jahrelangen Gratis-Praktika benötigt !

DAFÜR braucht man keine Begeisterung und schon gar keine neugierigen Frager. Dafür braucht man die Fähigkeit, die Dinge widerspruchslos so anzunehmen, wie sie kommen. Das reicht völlig. Schließlich müssen die jungen Menschen im immer härter werdenden Konkurrenzkampf GEGEN ALLE ANDEREN guten Mutes bestehen.

Unser Schulsystem ist also „bestens geeignet“, die Kinder genau dorthin hinzubringen, wo sie vom AMS später gerne abgeholt werden. (Für die paar anderen, die sich das leisten können, gibt’s eh die Gymnasien und die Privatschulen – das Land braucht schließlich auch immer wieder neue Manager, wenn die anderen ausgebrannt sind.)

Blöd ist jetzt eigentlich nur, dass mit der Digitalisierung und Roboterisierung unserer Wirtschaft schon in den nächsten 20 Jahren bis zu 50% der derzeitigen Arbeitsplätze wegfallen werden….

Die jungen Menschen werden dann aber ganz andere Fähigkeiten brauchen, um überleben zu können:
Eigeninitiative, Unternehmergeist, Flexibilität im Denken, Team-Building, Kreativität, Selbstreflexion, Widerspruchsgeist, Expertise und Begeisterung hinsichtlich der ureigensten Interessen, Selbstvertrauen und Mut, ein „eigenes Ding“ zu starten.

Blöd ist das insofern, als unser derzeitiges Schulsystem genau diese Fähigkeiten den Kindern derzeit geradezu systematisch „abtrainiert“… WAS MACHEN DIE DANN IN 20 JAHREN?

ähhh…. das gefällt Dir gar nicht?
Uns auch nicht!
Christian Sadil


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Neue EU-Regeln für sauberes Trinkwasser …

… und zur Verringerung von Plastikmüll !
von Robert Manoutschehri
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Bild könnte enthalten: Text
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Bessere Qualität, weniger Schadstoffe und freier Zugang für alle zu Trinkwasser, so die Zielsetzung der Abgeordneten des Europaparlaments für eine neue Trinkwasserrichtlinie.
„Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, wie wir mit Wasser umgehen. Es versteht sich, dass alle Zugang zu sauberem und qualitativ hochwertigem Wasser haben sollten, und wir alles tun müssen, um es für alle so erschwinglich wie möglich zu machen“, kommentiert MEP Michel Dantin die knappen Abstimmungsergebnisse (300 Ja-Stimmen, bei 98 Gegenstimmen und 274 Enthaltungen).
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Das Parlament hat für Maßnahmen gestimmt, um das Vertrauen der Verbraucher in Leitungswasser zu stärken, das im Vergleich zu Tafelwasser um vieles preisgünstiger und umweltfreundlicher ist.
Der Gesetzentwurf, der am Dienstag angenommen wurde, verschärft die Höchstwerte für bestimmte Schadstoffe wie Blei (um die Hälfte gesenkt) und für schädliche Bakterien und setzt neue Grenzwerte für bestimme hormonwirksame Stoffe (endokrine Disruptoren).
Er sieht zudem eine Überwachung des Gehalts an Mikroplastik vor !
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Die Mitgliedstaaten sollten den allgemeinen Zugang zu sauberem Wasser in der Europäischen Union fördern und Zugang zu Wasser in Städten und öffentlichen Einrichtungen verbessern, und zwar durch die Einrichtung von frei zugänglichen Trinkbrunnen, soweit dies technisch möglich und verhältnismäßig ist.
Sobald der Ministerrat sich auf einen gemeinsamen Standpunkt geeinigt hat, können nun die Verhandlungen mit dem Parlament beginnen.
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Laut der Europäischen Kommission könnte ein geringerer Verbrauch von Flaschenwasser den Haushalten in Europa zusätzlich zu Einsparungen von mehr als 600 Millionen Euro pro Jahr verhelfen.
Mit einem größeren Vertrauen in Leitungswasser können die Bürgerinnen und Bürger auch dazu beitragen, Kunststoffabfälle zu verringern, die durch den Verbrauch von Flaschenwasser entstehen und unter anderem die Meere verschmutzen. Kunststoffflaschen gehören zu den an europäischen Stränden am häufigsten gefundenen Einwegprodukten aus Kunststoff.
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Info-Seite der Kommission:
http://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20181011STO15887/trinkwasser-in-der-eu-bessere-qualitat-besserer-zugang 
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European water policies
https://www.eea.europa.eu/publications/public-health-and-environmental-protection/at_download/file 

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Quelle:
Robert Manoutschehri
Europäische Kommission
Europaparlament
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