Dr. Stephan Schulmeister: „New Deal“ für Europa

Die große Krise stellt das „Endprodukt“ der finanzkapitalistischen Form einer Marktwirtschaft dar.
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Die Rahmenbedingungen dieser seit den 1970er Jahren dominanten „Spielanordnung“ lenken das Gewinnstreben auf Finanzveranlagung und -spekulation.
In und durch die Krise implodiert der Finanzkapitalismus in Etappen:
Nach einem Boom der Preise von Immobilien, Aktien und Rohstoffen
– verfielen diese Vermögenswerte,
– die resultierende Rezession samt Bankenkrise ließ die Staatsschuld steigen,
– Spekulation gegen immer mehr Schuldnerländer steigerte das Zinsniveau und
– vertiefte die Spaltung der Währungsunion,
– eine „gleich-geschaltete“ Sparpolitik begleitet von einem neuerlichen Rückgang der Vermögenspreise führt in die nächste Rezession.
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Die große Krise wird die Lebensbedingungen über Jahre verschlechtern und damit den Boden bereiten für eine Neuordnung des „Spiels Wirtschaft“:
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Das Profitstreben, wird wieder auf realwirtschaftliche Aktivitäten gelenkt werden. Gleichzeitig wird die Politik eine „ausgewogenere“ Balance anstreben zwischen der Entfaltung des individuellen Eigennutzes und der Stärkung des sozialen Zusammenhalts.

Siehe im Video:
https://www.youtube.com/watch?v=A53BQUq6dtI&index=1&list=PLyRk2yIHSNKkoEujQwhLHpBRN-euSpEf5

Ähnliches Foto.

Weitere Informationen zu Wirtschaft & Politik von Stephan Schulmeister:
1:45 Lange Zyklen: Realkapitalismus und Finanzkapitalismus 6:50 Ideengeschichtlicher Hintergrund
12:30 Vergleich: Wechsel der Spielandordnung 1929 und 2008, Zyklus vor 1914
21:48 Dialektik vs. Polarität?
23:55 Zinsrate als falsches Mittel der Konjunkturpolitik
35:58 Inflationsbekämpfung mit Verteilungs- statt Zinspolitik 48:25 Arbeitsmarkt und Güterhomogenität
53:10 W. Stützels übergreifende Theorie, Keynesianismus und (Neo)klassik einschließend
58:20 Theoriepluralität vs. Allgemeine Theorie
1:07:30 Empirie der Finanzmärkte
1:14:50 Wissenschaftstheorie und der Begriff „Paradigma“, L. Fleck und T. Kuhn
1:24:00 Rolle von Bewertungsänderungen bei Stützel, seine Position ggü. flexiblen Wechselkursen und Finanzialisierung
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https://www.youtube.com/watch?v=NE48zzkwkbI&feature=youtu.be
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Quelle
Stephan schulmeister
Attac
Anep Economics
youtube

Angriff auf die Menschenwürde der arbeitenden Menschen und ihrer Angehörigen

Die Industriellen, die IV und ihre ReGIERung agieren brutal und rücksichtslos in der Durchsetzung ihrer Eigeninteressen.

– Sie sagen „modern“ und meinen damit den gesundheitsgefährdenden 12-Stunden-Tag.
– Sie sagen „freiwillig“ und „flexibel“ und meinen damit ihre unbeschränkte Befehlsgewalt über unsere Arbeitszeiten.
– Sie sagen „Entbürokratisierung“ und meinen damit ihre Straffreiheit bei Sozialbetrug und Arbeitsunfällen.
– Sie sagen „Betrugsbekämpfung“ und meinen die Rasterfahndung unter Kranken.
– Sie sagen „Gerechtigkeit für Leistungsträger“ und meinen damit die Befriedigung ihrer nimmer satten Gier.

Der 12 Stunden-Tag ist dabei nur die schmerzhafteste Spitze der Entrechtung der Beschäftigten, der Unterordnung unseres Lebens in allen Aspekten unter ihr Profitinteresse.
Die Industriellen schreiben die Gesetze, Kurz und Strache peitschen sie durch und scheren sich dabei einen Dreck darum, ob zehntausende Leben zerstört werden !
Der Druck für ArbeiterInnen, sich nicht krankschreiben zu lassen wird massiv erhöht, Krankenstände sollen kriminalisiert werden.

Im Tourismus: Längere Arbeitszeiten, verkürzte Ruhezeiten u.v.m.; Einbußen für ArbeitnehmerInnen bei Freizeit, Geld und Gesundheit!
https://awblog.at/12-stunden-tag-tourismus/

Dieser Angriff auf die Menschenwürde der arbeitenden Menschen und ihrer Angehörigen beantwortet alle letzten Zweifel über den Charakter der Regierung!
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Daher muss die aktuelle und zukünftige Parole lauten:
„Keinen Schritt zurück, auch nicht den kleinsten!“
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Denn es geht auch GANZ ANDERS!
Während in Österreich die Höchstarbeitszeit auf 60-Stunden die Woche und 12-Stunden am Tag ausgedehnt wird, geht international der Trend in Richtung Arbeitszeitverkürzung.
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– Der 6-Stunden-Tag nützt allen – Göteborg hat den 6h-Tag getestet !
https://kontrast.at/andere-laender-zeigen-der-6-stunden-tag-nuetzt-allen/
– Ein erfogreiches Kurzzeit-Arbeitsmodell – nur 5 Stunden ungestörte Arbeit / Tag !
http://www.demos.co.at/ein-erfogreiches-kurzzeit-arbeitsmodell-nur-5-stunden-ungestoerte-arbeit-tag/
– Neuseeländische Firma kürzt Arbeitszeit – Vier Tage pro Woche sind genug
http://www.spiegel.de/karriere/neuseeland-firma-wechselt-zur-vier-tage-woche-fuer-alle-a-1231197.html
– Was wäre, wenn wir alle nur noch 20 Stunden arbeiteten?
https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reset/was-waere-wenn-wir-alle-nur-noch-20-stunden-arbeiteten 
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Quelle:
DemoS
derFunke-Juni2018-2
awblog
Kontrast
Brandeins
Spiegel
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Es wird Zeit für

… was bedeutet Imperialismus ?


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Als Imperialismus (von lateinisch imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“; bezeichnet man das Bestreben eines Staatswesens, seiner politischen Führung, bzw. der globalen Konzerne in anderen Ländern oder bei anderen Völkern wirtschaftlichen und politischen Einfluss zu erlangen, bis hin zu deren Unterwerfung und zur Eingliederung in den eigenen Machtbereich.
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Typischerweise geht das damit einher, eine ungleiche wirtschaftliche, kulturelle oder territoriale Beziehung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
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1. Politik
2. Politik/Geschichte
3. Imperialismus
4. Sozialdarwinismus
5. Europäischer Imperialismus
6. Die Motive des Imperialismus
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Bildergebnis für Imperialismus.
Quellen & weitere Informationsmöglichkeiten:
– Chronik der Deutschen Verlag S.553 Ausgabe 1983
– MSN Encarta-Sozialdarwinismus
– Wikipedia Freie Enzyklopädie
de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus 
www.duden.de/rechtschreibung/Imperialismus
– u.v.m.
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sowie Literatur (Hannah Arendt, Frank Deppe, Jared Diamond, Michael Mann, Oliver Nachtwey, Sönke Neitzel, Leo Panitch, Sam Gindin, John Pilger, Klaus Schwabe, Wolfgang Caspart, Christian Zeller , … ) dazu,
u.v.m. siehe weiters
https://informieredich.blogspot.com/2017/05/imperialismus.html
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PS.:
Gegen diese Art Ungerechtigkeit des Imperialismus etwas zu unternehmen ist viel komplexer, als sich im WKII gegen eine Besatzungsmacht aufzulehnen.
Heutzutage bedeutet das :
nachdenken, publizieren, sehr LANGFRISTIG planen und handeln.
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Denn die Grundwerte, die in der Zeit der Resistance, des Widerstandes, gefordert wurden, diese Werte der Demokratie und der Menschenrechte, diese Werte des Kampfes gegen den Feudalismus der Finanzmächte sind sehr in Gefahr !
Stephane Hessel
Siehe weiter auf
http://www.demos.co.at/der-jugend-von-heute-muss-das-klargemacht-werden/
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Was und wer gefährdet unsere Gesellschaft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt?

1 Jahr Türkis-Blau, 1 Jahr Sozialabbau, 1 Jahr Demokratieabbau !
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Die Gefahr
kommt nicht von außen, nicht von den Flüchtlingen, nicht von den Linken, sondern sie sitzt mitten drinnen, mitten in der Republik, in Konzernen, Institutionen, im Parlament, …
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Mit der allgegenwärtigen „Flüchtlings-Kopftuch-Ausländer“ -Ablenkungspropaganda, wird versucht, dies alles als „im Auftrag der Mehrheit“ zu rechtfertigen.
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Die „Kopftuch“-Propaganda soll verschleiern, dass die Hauptbetroffenen der unsozialen Politik (SV-Zerschlagung, Kürzung der Mindestsicherung, „Familienbonus“, 12-Std.-Tag) die Masse der wenig verdienenden, am meisten unter Arbeitsdruck stehenden Bevölkerungsschichten sind, zu denen zwar auch Flüchtlinge gehören, aber in überwältigendem Ausmaß „die Österreicher“ davon betroffen sind.
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Schul- und Lebensbildung ist die Lösung!

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GASTKOMMENTAR von Marie Lubei-Steiner;
Antwort auf das Kommentar (im Bild) von Hagen Rether:

Man kann aber auch wirtschaftlich stark sein und trotzdem sozial „schwach“ (benachteiligt!)  sein!
Sehr viele Menschen mit Behinderung (MmB) sind wirtschaftlich und sozial benachteiligt, da viele nach wie vor vom sozialen und gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden.
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– Solange MmB die Teilnahme am gemeinschaftlichen Leben in allen Bereichen verwehrt wird, gibt es keine Inklusion!
– Solange MmB vom Kindesalter von den Krappelstube, den Kindergärten und in den Regelschulen ausgeschlossen werden, gibt es keine Chancengleichheit, um in späterer Folge höhere Schulen besuchen, eine Lehrstelle zu bekommen, um sich dann in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft behaupten zu können, um sich wirtschaftlich und sozial zu Stärken.
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Dieser Umstand führt unwillkürlich, dass viele Bürger*innen MmB nicht als gleichwertige Mitmenschen sehen und respektieren.
Bei MmB die auf Grund ihrer Beeinträchtigung in späterer Folge nicht arbeiten können, sind wir Bürger*innen, die doch in einem Sozialstaat leben und auch alle in irgendeiner Weise davon profitieren, dazu verpflichtet, diesen wirtschaftlichen und sozial benachteiligten Menschen, im Solidaritätsprinzip zu unterstützen.
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Es bedenken leider sehr viele Menschen nicht, dass auch sie als „Gesunde“, innerhalb von Sekunden eine Behinderung oder Krankheit bekommen könnten.
Und für die Jungen, alt werden wir alle, daher ist es vorprogrammiert, dass alle Bürger*innen in irgendeiner Form eine Behinderung oder Krankheit haben werden und dann froh darüber sein werden, wenn man Rücksicht darauf nimmt und sie trotzdem als vollwertige Mitmenschen ansieht und respektiert.
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Die Teilhabe am sozialem und gesellschaftlichem Leben für Bürger*innen die sozial und/oder wirtschaftlich benachteiligt werden, erfordert die Solidarität aller Mitmenschen! “
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Schul- und Lebensbildung ist die Lösung!
„Kindergarten und Schule mit gelebter Inklusion, alle Kinder gemeinsam, ob mit oder ohne Behinderung, wo für die weitere Zukunft unter anderem ihre natürliche Herzensbildung und Empathie gefördert und weitergebildet wird!
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Der Gewinn ist, dass es auch wieder ein familiärer und gesellschaftlicher Zusammenhalt geben wird.
Kinder / Enkelkinder lernen wieder, auch für ihre Geschwister / Eltern / Großeltern da zu sein, wenn ihre Lieben Zeiten haben, wo es ihnen nicht so gut geht!
Wenn Familien wieder zusammenhalten und aufeinander schauen, dann hat das auch positive Folgen auf das gesamte Verhalten gegenüber allen Mitmenschen!
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NICHTS ÜBER UNS OHNE UNS!
GEMEINSAM WAS BEWEGEN!
Marie Lubai-Steiner
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siehe weiter:
– Marie Lubei-Steiner
https://www.facebook.com/maria.lubeisteiner
– Anton Steiner
https://www.facebook.com/anton.steiner.18
– Rechte für Menschen mit Behinderung = eine berechtigte Forderung
– Aktiv im Rollstuhl
– VQGÖ – Vereinigung der Querschnitt-Gelähmten Österreich EU 
– Demonstrationsritt unserer Unabhängigen Behindertenbewegung; Katrin Markquart & Markus Markquart 

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Das Bild einer in zwei Teile gespaltenen sozialen Welt …

… UND wie man demagogische Kommunikation erkennt !

Dr. Walter Otto Ötsch  ist Ökonom und Kulturhistoriker und seit Oktober 2015 Professor für Ökonomie und Kulturgeschichte am Institut für Ökonomie an der  Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues.
Er bietet dort Lehre im Masterstudium „Ökonomie“  an.
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Vorher war Ötsch Universitätsprofessor an der Johannes Kepler Universität Linz und dort als Vorstand für das Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz  sowie als Vorstand für das (Forschungs-) Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) tätig.
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Dr. Walter Otto Ötsch :
„Das Bild einer in zwei Teile gespaltenen sozialen Welt besitzt viele Implikationen. Vier davon sind:
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1 –
die Verwendung einer strikt normierte Sprache, bei der „Die Wir“ immer und ausschließlich als gut, „Die anderen“ immer und ausschließlich als böse bezeichnet werden.
Dazu dienen eigene Wortschöpfungen, wie „Systemparteien“, „Politbonzen“, „Privilegienritter“, usw.
Die Wir“ erscheinen dabei immer als Opfer, „Die anderen“ immer als Täter, selbst wenn sie zu Schaden kommen (man spricht von Opfer-Täter-Umkehr).
(Viele Beispiele für demagogische Sprache finden sich in Ötsch 2002a.)
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2 –
Ein Politikansatz, der im Kern aus sechs Bestandteilen besteht:
– Das Ansprechen von Problemen. Populisten sprechen oft Probleme an, die andere Parteien nicht thematisieren. Auf diese Weise bekommen sie einen diskursiven Vorteil und erscheinen glaubwürdiger. Z.B. hat die langjährige Verweigerung der großen Parteien in Österreich über Probleme der Integration zu sprechen, den rechten Populismus nachhaltig gefördert (ähnliches geschieht heute zu Problemen des Sozialstaates, der in meiner Einschätzung durch den „Fiskalpakt“ europaweit bedroht ist.)
Das Anheizen von Gefühlen. Dies geschieht oft durch das Erzählen von Geschichten über Einzelfälle, oft mit erfundenen Zahlen und verzerrten Darstellungen.
Die Verbindung mit dem demagogischen Welt-Bild. Die Einzelfälle werden verallgemeinert und als Eigenschaften der ganzen Gruppe der „Die“ hingestellt.
– Die Nennung von Sündenböcken, d.h. die „Erklärung“ der genannten Probleme.
– Die Verheißung einer Besserung. Dazu preisen sich der oder die PopulistIn als RetterIn an.
– Der Entwurf einer besseren Zukunft. Für den Fall, dass die vorgeschlagene Abhilfe (den bedrohlichen Einfluss der „Anderen“ zurückzudrängen) befolgt wird, wird ein positives Bild der Zukunft gemalt.
(Frank Stronach hat z.B. angekündigt, er würde Österreich „zum höchsten Lebensstandard auf der ganzen Welt“ führen, nach Fürweger 2013, 154).
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3 –
Ein autoritäres Organisationsprinzip, das sich direkt aus dem Bild einer zweigeteilten Welt ergibt:
Die Einteilung der Bevölkerung nach „Wir“ und „Die“ ist nämlich reine Willkür. Sie beruht auf keinen Fakten, sondern auf einer im Kern beliebigen Interpretation.
Die schlechten Charaktereigenschaften der „Die“ werden durch gezielte (oder erfundene) Einzelbeispiele „belegt“. Dabei werden die verwerflichsten Mitglieder angeführt) und von ihnen auf eine fiktive Gesamtheit geschlossen.
Ob und wie eine konkrete Person zu den „Wir“ oder zu den „Die“ zu zählen ist, ist dabei nach nachvollziehbaren Kriterien meist nicht sagbar.
Ein und dieselbe Person kann einmal in der einen, ein andermal in der anderen Gruppe aufscheinen.

In demagogischen „Bewegungen“ kann und darf es keine wirkliche Auseinandersetzung über die Kriterien der Zuordnung einer aktuellen Person geben, – das würde ja die Willkür der absurden Gruppenbildung entlarven.
Anstelle dessen hat ein „Führer“ oder eine Zentrale zu treten, welche die für das Welt-Bild notwendigen persönlichen Zuordnung durch eine Aktion vornimmt (z.B. eine rüde Beschimpfung der Politiker, ein Markenzeichen von Frank Stronach im österreichischen Wahlkampf 2013).
Das bedeutet, dass demagogische Bewegungen notwendig autoritär sein müssen.
Dazu wird eine Organisationsform benötigt, die in wichtigen (aber nicht in allen) Zügen an eine Sekte erinnern kann (vgl. Kramer und Alstad 1993). Das Machtzentrum liegt bei einem „Guru“.
Er kann – wie dies Frank Stronach wiederholt demonstriert hat – tun und lassen, was er will, und wird dabei von seinem „Team“ unterstützt. Um die zentrale Führungsperson gruppiert sich ein innerster Führungskreis von loyal ergebenen Personen. Sie schützen ihn parteiintern vor Kritik und verteidigen ihn nach außen, – egal, wie skurril seine Aktionen auch sein mögen.
Die zentrale Person besitzt damit eine direkte Umgebung, die sie in einer ungeheuren Selbstüberhöhung unterstützt.
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4 –
Längerfristig kann ein solches Denken eine eigene Dynamik entfalten, weil die willkürlich konstruierte Grenzziehung von „Wir“ gegen „Die“ im Kern auf einen Verschwörungsmythos hinausläuft.
Egal, welches Problem auftaucht, immer tragen „die anderen“ die Schuld.

Die „EU-Sanktionen“ gegen die österreichische Regierung nach der ÖVP-FPÖ Regierungsbildung im Jahre 2000 z.B. waren für Jörg Haider eine Verschwörung des österreichischen Bundespräsidenten und „der Linken“ mit der EU-Spitze, Untersuchungen und Verurteilungen der Gerichte waren und sind für Berlusconi immer eine Verschwörung von Staatsanwälten und Richtern, der Wahlkampf der SPÖ in Wien im März 2001 war für die FPÖ von einem Berater von der US-Ostküste gesteuert (ein Code für das internationale Judentum), usw.“

https://www.walteroetsch.at/
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Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd.
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WIE MAN DEMAGOGISCHE KOMMUNIKATION ERKENNT
Liste der 100 Muster siehe weiter auf
https://gkrejci.blogspot.com/2015/09/wie-demagogische-kommunikation.html?showComment=1453412325288
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Quelle:
Ein Klassiker der Theorie der Propaganda
Mythos Markt
Jenseits der Hierarchie
Haider Light
Dr. Walter Otto Ötsch
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… über die technotronische Ära!

Die neue Heilsbringerin heißt „digitale Bildung“. Sie soll Schülern das Lernen erleichtern und sie intelligenter machen, doch immer mehr sagen, dass das Gegenteil der Fall ist.
Wir marschieren mit Riesenschritten auf ein technotronisches Zeitalter zu. Eine Ära, welche die Menschen mit Maschinen und Computern dominiert.
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Doch wer wird in der Zukunft eine voll digitalisierte Welt kontrollieren ?
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Schon Zbigniew Brzezinski,
Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter und Professor für US-amerikanische Außenpolitik, schrieb bereits in den 1980er Jahren über das “technotronische Zeitalter”:
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“ Die Auswirkungen des Wechsels von der industriellen zur
technotronischen Ära werden ebenso tief greifend sein, wie der Wechsel von der Agrar- zur industriellen Gesellschaft.
Die westlichen Industriestaaten sind bei dieser Transformation am weitesten fortgeschritten und entwickeln sich zunehmend zu „technotronischen“ Gesellschaften.
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Durch die heute allgemein als Globalisierung beschriebene Entwicklung werden Kräfte freigesetzt, die in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht von größerer Bedeutung sind als die der französischen Revolution.
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Denn die technotronische Ära umfasst die Einführung einer kontrollierten Gesellschaft!
Eine solche Gesellschaft wird von einer sogenannten “Elite” beherrscht, welche nicht länger an traditionelle Werte gebunden ist.
Es ist dann möglich jeden Bürger ununterbrochen zu überwachen und über jeden eine vollständige, stets aktuelle Akte zu führen, die selbst persönliche Dinge enthält. Auf diese Akten können die Behörden jeserzeit zugreifen!”
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Brzezinski schrieb dies nicht als Privatmann, sondern als Carters Berater für Nationale Sicherheit und führendes Mitglied des Club of Rome !
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Zusätzlich wurde die Bildung systematisch manipuliert, damit wurden junge Menschen hervorgebracht, welche daruf konditioniert sind, eine eben solche Gesellschaft zu akzeptieren. Weiters gibt es die Flut an “Experten”, welche die Mainstreet-Medien weltweit jeden Tag auffahren, um ins vorzugeben, was wir glauben und zu denken haben.
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Charlotte Iserbyt erklärt die Problem-Reaktion-Lösung, welche angewandt wird, um die “Orwellsche Transformation” über die Bildung voranzutreiben: “Eine inszenierte “Bildungs”-Krise folgt der nächsten, und jedesmal bestand die “Lösung” darin, die Programmierung der Wahrnehmung in der Gesellschaft auszuweiten. Kindern, die sich der Programmierung nicht fügen, bescheinigt man “Lernbehinderungen”, “Verhaltensauffälligkeiten”, oder eine Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung” (ADHS).”
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Diese Kinder werden dann mit chemischen Keulen wie Ritalin und anderen Medikamenten “behandelt” und auf diese Weise fügsam gemacht!
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Wenn Kinder nicht mehr auf Bäume klettern und im Dreck wühlen, miteinander Fangen spielen oder Knetfiguren formen, können sie ihre sensorischen Fähigkeiten nicht voll entfalten. Das reale Leben versorgt das wachsende Gehirn mit Impulsen, die für seine Entwicklung unerlässlich sind. Fehlen die vielfältigen Bewegungen und Eindrücke, werden Gehirnstrukturen nicht oder falsch aufgebaut.
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Und mit dem
Internet der Dinge, sollen smarte Geräte uns in die totale Überwachung und Abhängigkeit locken.
Dazu ist die Gesundheit – gerade von Kindern – akut gefährdet, denn „Mobilfunk ist langfristig gesehen so gefährlich wie die Radioaktivität“ .
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Auch die Akzeptanz einer “Orwellschen Gesellschaft” wird eingeimpft, indem man Schulen und Hochschulen so gestaltet, wie die Welt schlussendlich aussehen soll.
Es gibt schon Schulen und Hochschulen, in denen sich überall Kameras befinden und man mittels Fingerabdruck und / oder Iris-Erkennung zB sein Essen bezahlt oder sich in der Bibliothek Bücher ausleiht.
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Das Tempo der technologischen Entwicklung hat sich immens beschleunigt und im Gegensatz zum industriellen Zeitalter sind die Veränderungen durch den Eintritt in die technotronische Ära jedoch nicht mehr territorial begrenzt, sondern werden zu einer globalen Realität.
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Big Brother is watching you” ist so in vielen Bereichen schon Normalität und wie wir aus Erfahrung wissen, ist Datenschutz für Politik und Wirtschaft oftmals nicht mehr als nur der Name. …

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Weiterführende Themen:
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Warum schweigen die Lämmer?
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Informationskapitalismus

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Quelle
– Zbigniew Brzezinski
Die technotronischen Ära
– Charlotte Iserbyt
Deliberate Dumbing Down
– DemoS
– zeitenschrift
Digitale Bildung: Lost in Space
Club of Rome
Herausforderung Transformation

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… wir müssen jetzt beginnen, den Neubeginn zu planen !

Ungeachtet, wie lange der Kahlschlag durch die derzeitige ReGIERung dauert, … wir müssen jetzt beginnen, den Neubeginn danach zu planen !
via Christian Sadil :
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Bild könnte enthalten: Text
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WIR BRAUCHEN:
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1) Eine Bildungspolitik, die unabhängig vom sozialen Status JEDEM KIND GLEICHE CHANCEN einräumt und eine NEUE SCHULE, die nicht entmündigte arbeitslose Bittsteller vor den Toren neoliberaler Konzerne produziert, sondern unsere Kinder und Enkel ermächtigt, eigenständig UND kooperativ die veränderten Herausforderungen einer neuen Zeit anzunehmen und lustvoll kreativ zu bewältigen.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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2) Eine radikale Abkehr von der Austeritäts-Politik, welche aktuell die Arbeitnehmer immer mehr verarmt und in die untragbare Abhängigkeit von der Gnade ihrer Ausbeuter verstrickt. Dazu benötigen u.A. eine stufenweise Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit um jährlich eine Stunde bei vollem Lohnausgleich über die kommenden 20 Jahre.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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3) Die Einführung eines BGE FÜR ALLE – bevorzugt nach dem Modell einer „Sozialen-Leben-Absicherung“ (SLA) – einem umfassenden, neuen Sozialsystem, das wir in den letzten Jahren bereits – inklusive Gegenfinanzierung – bei den DemoS entwickelt haben.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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4) Eine neues, GERECHTES BESTEUERUNG-SYSTEM, das GROSSE PRIVATVERMÖGEN und KONZERN-ERTRÄGE endlich zu einem fairen Beitrag verpflichtet, die Steuerflucht vermindert und im Gegenzug die finanziellen Belastungen bei kleineren und mittleren Einkommen TATSÄCHLICH senkt.
Das bedingt u.A. die Einführung einer Vermögens- und einer Erbschaftssteuer für große Vermögen, einer umfassenden Wertschöpfungsabgabe, durch die eine stabile Abgabeleistung für Betriebe auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Roboterisierung der Arbeitsabläufe sicher gestellt wird und eine Umgewichtung bei den Lohn- und Einkommensteuern. Auch dazu gibt es bereits klare Vorstellungen.
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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5) Eine große Transparentoffensive zur Bekämpfung der Korruption, eine revolutionäre Verwaltungsvereinfachung, eine Rückgewinnung der Privatsphäre und eine bessere Sicherung der Pressefreiheit – wie es unsere Verfassung garantiert, eine Justizreform, die das Recht wieder für jedermann zugänglich macht und eine umfassende Offensive zur Erleichterung wirtschaftlicher Erfolge von Klein- und Mittelunternehmen, … und vieles mehr!
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Weitere Ideen DAZU gibt es hier: www.demos.co.at
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LASST UNS WENIGSTENS DURCH DEN SCHADEN, DEN DIE DERZEITIGE REGIERUNG SCHON DURCHGESETZT HAT, KLÜGER WERDEN!
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Bist Du dabei?
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www.demos.co.at
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Damals: Nein zur Atomenergie – Heute: Herausforderung Klimawandel!

EINLADUNG zu „40 Jahre Nein zu Zwentendorf“
Mo., 5. Nov. 2018 – 19.00 Uhr
Stiftgasse 8, 1070 Wien, Amerlinghaus, Galerie, 1. Stock
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40 Jahre Nein zu Zwentendorf
Damals: Nein zur Atomenergie – Heute: Herausforderung Klimawandel
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Die Atomindustrie will AKWs gerne als Ausweg aus der Klimaerwärmung verkaufen. Doch weder sind AKWs der Ausweg aus dem Klimawandel, noch hilft Leugnen des Klimawandels oder die „Klimaanpassung“ von Mensch, Umwelt und Wirtschaft gegen die Klimaerwärmung.
Was ist notwendig?
Ein grundlegender Wandel unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems.
Was bedeutet das und was ist zu tun?
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Podiumsdiskussion mit:

• em. Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Universität für Bodenkultur
• Dipl.-Ing. Mira Kapfinger, „System Change, not Climate Change!“
• Abg.z.NR Alois Stöger, diplômé, Leitender Sekretär der Produktionsgewerkschaft PRO-GE
• ZBRV Robert Wurm, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates ÖBB Postbus GmbH / GPF
• Dr. Wilfried Leisch, GewerkschafterInnen gegen Atomenergie und Krieg / ÖSK-proSV
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Mo., 5. Nov. 2018 – 19.00 Uhr
Stiftgasse 8, 1070 Wien, Amerlinghaus, Galerie, 1. Stock
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    © zwentendorf.com / AKW Zwentendorf
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www.atomgegner.at
http://prosv.akis.at
www.prodemokratie.com

Mit kollegialen Grüßen
Redaktionsteam
Österreichisches Solidaritätskomitee (ÖSK)
oesolkom@gmx.at
http://prosv.akis.at
Tel.: 0650 830 7 830

„Living Planet“ Studie: Massensterben !

von Robert Manoutschehri
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In den letzten 45 Jahren ist die Gesamtzahl aller Wirbeltiere um 58 Prozent zurückgegangen.
Süßwasser-Arten um 81 % geschrumpft, Meerestiere um 36 %, Landwirbeltiere um 38 %.
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Die Biodiversität auf unserer Erde schwindet
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Dank ungebremster Expansion des Menschen in beispiellosem Tempo, melden WWF International und fünf an der vierjährigen Studie beteiligte Forschungsinstitute.
Der Mensch raubt Tieren den Lebensraum, durch Übernutzung, Verbauung und Verschmutzung. Die zunehmende Ausbreitung invasiver Spezies sowie umweltbedingte Krankheiten schwächen den Tierbestand weiter.
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In den vergangenen 500 Millionen Jahren habe es auf der Erde fünf „Massenauslöschungsperioden“ gegeben, also wenn Tierarten tausend mal schneller dezimiert werden, als es unter normalen Bedingungen geschehen könnte.
Jetzt erlebt der Planet durch das Einwirken des Menschen sein sechstes Massensterben.
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Und wir dürfen bei alldem auch nicht vergessen, dass der Mensch selbst auch nur ein Glied in dieser extrem bedrohten Kette des Lebens ist.
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Zusammenfassung des World Wildlife Fund https://www.worldwildlife.org/pages/living-planet-report-2016?fbclid=IwAR3EL5ASqeLteEz32NRKnvO7TOSMsq5s-g-THZqUDZ03PqNRtM_F0YYUinUhttps://www.worldwildlife.org/pag…/living-planet-report-2016 
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Der komplette Report als PDF
http://assets.worldwildlife.org/publications/964/files/original/LPR_2016_full_report_low-res.pdf?1477526585&_ga=1.183711782.1273743480.1477569238&fbclid=IwAR2hh-6DWNZ8pzjHS1WVEOrNAOMcTgMHBfVDxHJri0C6T_q2GQ5z6x-62vg  
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Menschlicher Raubbau beschleunigt Artensterben !
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Lebensräume schwinden, immer mehr Arten sterben aus. Der menschliche Raubbau an der Natur belastet unseren Planeten stärker als je zuvor. Seit 1970 reduzierten sich die weltweiten Wirbeltier-Bestände durchschnittlich um 60 Prozent – in Österreich sogar um 70 Prozent. Diese alarmierenden Trends zeigt der vom WWF erstellte Living Planet Report, der unsere Erde alle zwei Jahre einem Gesundheits-Check unterzieht.
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Seit 40 Jahren gehen die Tierbestände weltweit kontinuierlich zurück, inzwischen um 60 Prozent gegenüber dem Beginn der Messungen im Jahr 1970. Demgegenüber steht ein weiter steigender Ressourcenverbrauch der Menschheit. Der Zusammenhang beider Entwicklungen ist offensichtlich: Die Menschheit nutzt seit 40 Jahren mehr natürliche Ressourcen als die Erde erneuern kann.
Der Ökologische Fußabdruck der Menschheit wird permanent größer: 1,7 Erden bräuchte es momentan, um den Ressourcenverbrauch zu decken.
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Die Hauptgründe für den Verlust von Biodiversität sind Übernutzung und Lebensraumverlust. Die Abholzung der Wälder, Überfischung und der Verlust natürlicher Lebensräume gehen auf Kosten der Natur, der Artenvielfalt und der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme. Wir Menschen zerstören unsere eigene Lebensgrundlage. Darüber hinaus bedrohen invasive Arten, Umweltverschmutzung und zunehmend auch der Klimawandel die Biodiversität.
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Und nicht nur auf Wirbeltiere wirkt es sich aus, wie wir mit unseren Lebensgrundlagen umgehen: Die meisten Blütenpflanzen werden von Insekten und anderen Tieren bestäubt, über 75 Prozent der weltweit wichtigsten Nahrungspflanzen sind darauf angewiesen. Die Ernährungssicherheit ist somit stark von den Bestäubern abhängig. Eine veränderte Landnutzung aufgrund intensiver Land- und Forstwirtschaft und der weitere Ausbau von Straßen, Siedlungen, etc. ist einer der Hauptgründe für das Verschwinden der Bestäuber oder anderer wichtiger Arten, insbesondere wenn natürliche Gebiete, die Nahrung und Brutplätze bieten, geschädigt werden oder verschwinden.
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„Die größten Gefahren für unseren Planeten und uns selbst sind direkt mit dem menschlichen Raubbau an der Natur verbunden.
Naturschutz ist kein Luxusthema, sondern sichert unsere Lebensgrundlagen.
Die biologische Vielfalt ist unsere beste Versicherung gegen die negativen Einflüsse der Naturzerstörung, sei es als Puffer gegen die Folgen der Klimakrise oder als Grundlage für Gesundheit, Wohlstand, Ernährung und Sicherheit der Menschheit. Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen führt zur Zerstörung und zum Verlust von Lebensräumen“, erklärt Artenschutz-Experte Georg Scattolin.
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Gemeinsam mit dem WWF fordert er ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen im Stile des Pariser Klimavertrags: „Das Artensterben ist nicht auf einzelne Brennpunkte beschränkt, sondern findet auf allen Erdteilen statt. Wir erleben einen beispiellosen Niedergang der Natur. Das Zeitfenster für Gegenmaßnahmen schließt sich bereits. Die Welt braucht einen globalen Naturschutzpakt, um die Trendwende zu schaffen.“
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70 Prozent weniger Wildtiere in Österreich!
Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) hat der WWF erstmals auch eine eigene Analyse für Österreich erstellt, die konkrete politische Versäumnisse beim Erhalt der biologischen Vielfalt aufzeigt.
„Die Wirbeltierbestände in Österreich sind in einem schlechten Zustand. Im untersuchten Zeitraum (1986 bis 2015) kam es zu einem Rückgang von im Schnitt 70 Prozent. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Living-Planet-Index auf globaler Ebene bereits von 1970 bis 1986 eine weltweite Abnahme der Bestände um 30 Prozent anzeigt, erscheint die aktuelle Situation in einem noch dramatischeren Licht“, warnt Artenschutz-Experte Arno Aschauer.
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Obwohl seit 1995 EU-Mitglied und mit entsprechenden Verpflichtungen behaftet, werden lediglich 18 Prozent der europarechtlich geschützten Arten und nur 44 Prozent der europarechtlich geschützten Lebensräume (gemäß FFH-Richtlinie) in einem österreichweit einheitlichen Monitoring untersucht – dementsprechend oft fehlen Schutzmaßnahmen.
„Es braucht ein völliges Umdenken. Bund und Länder müssen Österreichs internationale Verpflichtungen nicht nur einhalten und engagierter umsetzen, sondern sie sogar übertreffen. Ansonsten wird das laufende Artensterben nicht zu stoppen sein. Es ist schon fünf nach zwölf“, warnt Aschauer vor weiterem politischen Stillstand.
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„Es braucht weit mehr Anstrengungen zum Erhalt unserer Artenvielfalt, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch bei der Umsetzung“, sagt Univ. Prof. Klaus Hackländer, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des WWF Österreich. „Österreich braucht mehr denn je einen konkreten politischen Aktionsplan für mehr Arten- und Naturschutz. Es braucht mehr Rückzugsräume und Schutzgebiete, die ihren Namen auch verdienen. Umweltschädliche Subventionen müssen auf allen Ebenen gestoppt werden. Parallel dazu braucht es mehr Forschung und Monitoring, um negative Trends überhaupt erkennen zu können“, so Aschauer.
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Die „One Planet“ Perspektive des WWF
Ein gesunder Planet ist Voraussetzung für ein gesundes Leben. Ohne konsequenten Richtungswechsel nehmen die ökologischen Systeme weiteren Schaden. Dann müssen wir mit ernsten ökonomischen und sozialen Konsequenzen rechnen. Knappere natürliche Ressourcen führen zu Konflikten. Die gute Nachricht: Ergreifen wir konsequente Maßnahmen, ist eine Trendumkehr noch möglich! Doch ein Richtungswechsel gelingt nur, wenn Regierungen, Unternehmen, Forschung und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.
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Dazu sollen u.a. bis 2020 von Bund und/oder Ländern nationale Aktionspläne (mit klaren Zuständigkeiten und Finanzierungen sowie messbaren, terminisierten und ergebnisorientierten Zielen) für die 20 wichtigsten Arten Österreichs erstellt und mit deren Umsetzung begonnen werden. Der Erhalt und die Wiederherstellung wertvoller Lebensräume in und außerhalb von Schutzgebieten muss ebenso sichergestellt werden, wie biodiversitätsschädigende Subventionen durch die öffentliche Hand eingestellt werden müssen. Außerdem solle ein bundesweiter Forschungsschwerpunkt Biodiversität eingerichtet und ausreichend dotiert werden, so die Forderungen des WWF.
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Der Living Planet Index, der 1998 erstmals erstellt wurde, zeigt die Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf die Tierwelt auf und trifft Aussagen über die Bestandsentwicklung tausender Säugetier-, Vogel-, Fisch- und Reptilien-& Amphibienarten. Kernstück der WWF-Studie, die einen Gradmesser für den ökologischen Zustand der Erde darstellt, ist der Living Planet Index (LPI), der Populationsdaten von Wirbeltierarten ermittelt und die durchschnittlichen Bestandsveränderungen darstellt. Der LPI basiert auf wissenschaftlichen Daten zu mehr als 16.700 untersuchten Populationen von über 4.000 Wirbeltierarten weltweit.
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Der 148 Seiten umfassende Living Planet Report 2018 als PDF
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Quelle:
Robert Manoutschehri
Arno Aschauer
Living Planet Index (LPI)
Univ. Prof. Klaus Hackländer
Universität für Bodenkultur (BOKU)
WorldWildLife
WWF International