Arbeit der Zukunft – Möglichkeiten, Grenzen


Wirtschaft und Arbeitsleben verändern sich rasant:

– Technologische Umbrüche folgen immer schneller aufeinander,
– Dienstleistungen werden in globalem Maßstab erbracht,
– prekäre Beschäftigungsformen und psychische Belastungen nehmen zu.
– Neue Lebensentwürfe stellen den „klassischen Arbeitstag“ in Frage.

Konflikte brechen auf:
– um den Wert der Arbeit,
– um gerechte Bezahlung,
– um die Entgrenzung von Arbeit und Leben.

Dieses Buch analysiert aktuelle Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene, nennt Handlungsfelder und Lösungsansätze für Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber. Im Spannungsfeld der neuen Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen zeigt es programmatisch auf, wie neue Leitlinien für „Gute Arbeit“ entwickelt werden können – für eine „Arbeit der Zukunft“.

– Laster, welche selbst fahren,
– Roboter, die alte Menschen pflegen,
– Algorithmen, die Börsengeschäfte steuern, oder
– Drucker, die Häuser bauen
die Phantasie für technologische Innovationen kann mit der Realität kaum Schritt halten. Verändern wird sich vor allem die Erwerbsarbeit; sie wird nicht nur optimiert oder verschlankt, sondern neu definiert.

Doch wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?
Im Sammelband »Arbeit der Zukunft« analysieren 38 Wissenschaftler/-innen verschiedener Fachrichtungen Möglichkeiten und Grenzen, die Arbeitswelt von morgen zu gestalten. Herausgeber sind Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, und Claudia Bogedan, Leiterin der Forschungsförderung in der Hans-Böckler-Stiftung.

Dieser Band bietet einen umfangreichen Überblick über den Stand arbeitsweltlicher Forschung und Diskurse, die angesichts der Reichweite der Veränderungsprozesse viel mehr Aufmerksamkeit erfahren sollten – nicht zuletzt, weil von hier wichtige Hinweise und Anregungen für soziale Innovationen einer von und für Menschen gestalteten Entwicklung ausgehen können.
Der Band bietet in 28 thematisch breit gefächerten Beiträgen auch keineswegs nur bekannte gewerkschaftsnahe Positionen, sondern vermittelt, dass verstanden wurde, wie viel Arbeit auf die Gewerkschaften zukommt.

Quelle:
Arbeit der Zukunft, Möglichkeiten nutzen – Grenzen setzen; Reiner Hoffmann, Claudia Bogedan (Hrsg.); Campus Verlag,  520 Seiten,
Barbara HEMKES; Leiterin des Arbeitsbereichs »Qualität, Nachhaltigkeit, Durchlässigkeit« im BIBB
campus.de; Klaus F. Zimmermann

3 Antworten auf „Arbeit der Zukunft – Möglichkeiten, Grenzen“

  1. Bereits in den 1950ern prognostzierte Hannah Arendt, dass die Arbeit ausgehen würde.
    Ralf Dahrendorf sagte in den 1980ern das Ende der Arbeitsgesellschaft voher.
    Auch Jürgen Habermas konstatierte das Ende der arbeitsgesellschaftlichen Utopie.

    Dieser Band bietet einen umfangreichen Überblick über den Stand arbeitsweltlicher Forschung und Diskurse, die angesichts der Reichweite der Veränderungsprozesse viel mehr Aufmerksamkeit erfahren sollten !
    Nicht zuletzt, weil von hier wichtige Hinweise und Anregungen für soziale Innovationen einer von und für Menschen gestalteten Entwicklung ausgehen können.

  2. Digitale Kompetenz wird zu einer Schlüsselkompetenz, denn soziale und wirtschaftliche Teilhabe ist künftig ohne digitale Teilhabe kaum mehr denkbar.
    .
    Deshalb sollte nachdenklich stimmen, dass sich eine Sättigung
    der privaten IT-Nutzung bei knapp 85 Prozent der Bevölkerung abzeichnet.
    Ulf Rinne / Klaus F. Zimmermann

  3. … siehe auch:
    Rationalisierung, Digitalisierung, gesellschaftliche Entwicklungen: Was denken die Angestellten?

    Die Umbrüche in der Arbeitswelt werden in der Öffentlichkeit stark diskutiert:
    – Wie viele und welche Jobs werden durch die Digitalisierung wegfallen, welche werden neu entstehen?
    – Wie wird sich die Arbeitsorganisation in Zukunft
    verändern?
    – Was bedeutet das für die vielbeschworene „Work-Life-Balance“?

    Aus gewerkschaftlicher Perspektive ist es nicht nur interessant, wissenschaftlich fundierte Einschätzungen zur „Zukunft der Arbeit“ http://blog.arbeit-wirtschaft.at/denkraumarbeit-neue-ideen-zur-arbeitswelt/
    und zur „Beschäftigungsentwicklung“ http://blog.arbeit-wirtschaft.at/jobkiller-digitalisierung-zumindest-bislang-nicht/
    zu erstellen. Es ist auch wichtig, herauszufinden, wie ArbeitnehmerInnen diese gesellschaftlichen Veränderungen erleben, wahrnehmen und deuten.

    Wir haben Angestellte in der Bankenbranche und im Handel zu ihren Einschätzungen befragt. Auch wenn sie eher skeptisch in die Zukunft blicken, so sehen sie dennoch Potenziale für Gestaltungsmöglichkeiten …

    Lesen Sie den gesamten Beitrag auf
    https://blog.arbeit-wirtschaft.at/rationalisierung-digitalisierung-gesellschaftliche-entwicklungen-was-denken-die-angestellten/

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