„Living Planet“ Studie: Massensterben !

von Robert Manoutschehri
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In den letzten 45 Jahren ist die Gesamtzahl aller Wirbeltiere um 58 Prozent zurückgegangen.
Süßwasser-Arten um 81 % geschrumpft, Meerestiere um 36 %, Landwirbeltiere um 38 %.
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Die Biodiversität auf unserer Erde schwindet
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Dank ungebremster Expansion des Menschen in beispiellosem Tempo, melden WWF International und fünf an der vierjährigen Studie beteiligte Forschungsinstitute.
Der Mensch raubt Tieren den Lebensraum, durch Übernutzung, Verbauung und Verschmutzung. Die zunehmende Ausbreitung invasiver Spezies sowie umweltbedingte Krankheiten schwächen den Tierbestand weiter.
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In den vergangenen 500 Millionen Jahren habe es auf der Erde fünf „Massenauslöschungsperioden“ gegeben, also wenn Tierarten tausend mal schneller dezimiert werden, als es unter normalen Bedingungen geschehen könnte.
Jetzt erlebt der Planet durch das Einwirken des Menschen sein sechstes Massensterben.
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Und wir dürfen bei alldem auch nicht vergessen, dass der Mensch selbst auch nur ein Glied in dieser extrem bedrohten Kette des Lebens ist.
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Zusammenfassung des World Wildlife Fund https://www.worldwildlife.org/pages/living-planet-report-2016?fbclid=IwAR3EL5ASqeLteEz32NRKnvO7TOSMsq5s-g-THZqUDZ03PqNRtM_F0YYUinUhttps://www.worldwildlife.org/pag…/living-planet-report-2016 
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Der komplette Report als PDF
http://assets.worldwildlife.org/publications/964/files/original/LPR_2016_full_report_low-res.pdf?1477526585&_ga=1.183711782.1273743480.1477569238&fbclid=IwAR2hh-6DWNZ8pzjHS1WVEOrNAOMcTgMHBfVDxHJri0C6T_q2GQ5z6x-62vg  
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Menschlicher Raubbau beschleunigt Artensterben !
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Lebensräume schwinden, immer mehr Arten sterben aus. Der menschliche Raubbau an der Natur belastet unseren Planeten stärker als je zuvor. Seit 1970 reduzierten sich die weltweiten Wirbeltier-Bestände durchschnittlich um 60 Prozent – in Österreich sogar um 70 Prozent. Diese alarmierenden Trends zeigt der vom WWF erstellte Living Planet Report, der unsere Erde alle zwei Jahre einem Gesundheits-Check unterzieht.
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Seit 40 Jahren gehen die Tierbestände weltweit kontinuierlich zurück, inzwischen um 60 Prozent gegenüber dem Beginn der Messungen im Jahr 1970. Demgegenüber steht ein weiter steigender Ressourcenverbrauch der Menschheit. Der Zusammenhang beider Entwicklungen ist offensichtlich: Die Menschheit nutzt seit 40 Jahren mehr natürliche Ressourcen als die Erde erneuern kann.
Der Ökologische Fußabdruck der Menschheit wird permanent größer: 1,7 Erden bräuchte es momentan, um den Ressourcenverbrauch zu decken.
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Die Hauptgründe für den Verlust von Biodiversität sind Übernutzung und Lebensraumverlust. Die Abholzung der Wälder, Überfischung und der Verlust natürlicher Lebensräume gehen auf Kosten der Natur, der Artenvielfalt und der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme. Wir Menschen zerstören unsere eigene Lebensgrundlage. Darüber hinaus bedrohen invasive Arten, Umweltverschmutzung und zunehmend auch der Klimawandel die Biodiversität.
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Und nicht nur auf Wirbeltiere wirkt es sich aus, wie wir mit unseren Lebensgrundlagen umgehen: Die meisten Blütenpflanzen werden von Insekten und anderen Tieren bestäubt, über 75 Prozent der weltweit wichtigsten Nahrungspflanzen sind darauf angewiesen. Die Ernährungssicherheit ist somit stark von den Bestäubern abhängig. Eine veränderte Landnutzung aufgrund intensiver Land- und Forstwirtschaft und der weitere Ausbau von Straßen, Siedlungen, etc. ist einer der Hauptgründe für das Verschwinden der Bestäuber oder anderer wichtiger Arten, insbesondere wenn natürliche Gebiete, die Nahrung und Brutplätze bieten, geschädigt werden oder verschwinden.
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„Die größten Gefahren für unseren Planeten und uns selbst sind direkt mit dem menschlichen Raubbau an der Natur verbunden.
Naturschutz ist kein Luxusthema, sondern sichert unsere Lebensgrundlagen.
Die biologische Vielfalt ist unsere beste Versicherung gegen die negativen Einflüsse der Naturzerstörung, sei es als Puffer gegen die Folgen der Klimakrise oder als Grundlage für Gesundheit, Wohlstand, Ernährung und Sicherheit der Menschheit. Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen führt zur Zerstörung und zum Verlust von Lebensräumen“, erklärt Artenschutz-Experte Georg Scattolin.
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Gemeinsam mit dem WWF fordert er ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen im Stile des Pariser Klimavertrags: „Das Artensterben ist nicht auf einzelne Brennpunkte beschränkt, sondern findet auf allen Erdteilen statt. Wir erleben einen beispiellosen Niedergang der Natur. Das Zeitfenster für Gegenmaßnahmen schließt sich bereits. Die Welt braucht einen globalen Naturschutzpakt, um die Trendwende zu schaffen.“
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70 Prozent weniger Wildtiere in Österreich!
Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) hat der WWF erstmals auch eine eigene Analyse für Österreich erstellt, die konkrete politische Versäumnisse beim Erhalt der biologischen Vielfalt aufzeigt.
„Die Wirbeltierbestände in Österreich sind in einem schlechten Zustand. Im untersuchten Zeitraum (1986 bis 2015) kam es zu einem Rückgang von im Schnitt 70 Prozent. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Living-Planet-Index auf globaler Ebene bereits von 1970 bis 1986 eine weltweite Abnahme der Bestände um 30 Prozent anzeigt, erscheint die aktuelle Situation in einem noch dramatischeren Licht“, warnt Artenschutz-Experte Arno Aschauer.
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Obwohl seit 1995 EU-Mitglied und mit entsprechenden Verpflichtungen behaftet, werden lediglich 18 Prozent der europarechtlich geschützten Arten und nur 44 Prozent der europarechtlich geschützten Lebensräume (gemäß FFH-Richtlinie) in einem österreichweit einheitlichen Monitoring untersucht – dementsprechend oft fehlen Schutzmaßnahmen.
„Es braucht ein völliges Umdenken. Bund und Länder müssen Österreichs internationale Verpflichtungen nicht nur einhalten und engagierter umsetzen, sondern sie sogar übertreffen. Ansonsten wird das laufende Artensterben nicht zu stoppen sein. Es ist schon fünf nach zwölf“, warnt Aschauer vor weiterem politischen Stillstand.
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„Es braucht weit mehr Anstrengungen zum Erhalt unserer Artenvielfalt, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch bei der Umsetzung“, sagt Univ. Prof. Klaus Hackländer, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des WWF Österreich. „Österreich braucht mehr denn je einen konkreten politischen Aktionsplan für mehr Arten- und Naturschutz. Es braucht mehr Rückzugsräume und Schutzgebiete, die ihren Namen auch verdienen. Umweltschädliche Subventionen müssen auf allen Ebenen gestoppt werden. Parallel dazu braucht es mehr Forschung und Monitoring, um negative Trends überhaupt erkennen zu können“, so Aschauer.
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Die „One Planet“ Perspektive des WWF
Ein gesunder Planet ist Voraussetzung für ein gesundes Leben. Ohne konsequenten Richtungswechsel nehmen die ökologischen Systeme weiteren Schaden. Dann müssen wir mit ernsten ökonomischen und sozialen Konsequenzen rechnen. Knappere natürliche Ressourcen führen zu Konflikten. Die gute Nachricht: Ergreifen wir konsequente Maßnahmen, ist eine Trendumkehr noch möglich! Doch ein Richtungswechsel gelingt nur, wenn Regierungen, Unternehmen, Forschung und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.
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Dazu sollen u.a. bis 2020 von Bund und/oder Ländern nationale Aktionspläne (mit klaren Zuständigkeiten und Finanzierungen sowie messbaren, terminisierten und ergebnisorientierten Zielen) für die 20 wichtigsten Arten Österreichs erstellt und mit deren Umsetzung begonnen werden. Der Erhalt und die Wiederherstellung wertvoller Lebensräume in und außerhalb von Schutzgebieten muss ebenso sichergestellt werden, wie biodiversitätsschädigende Subventionen durch die öffentliche Hand eingestellt werden müssen. Außerdem solle ein bundesweiter Forschungsschwerpunkt Biodiversität eingerichtet und ausreichend dotiert werden, so die Forderungen des WWF.
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Der Living Planet Index, der 1998 erstmals erstellt wurde, zeigt die Auswirkungen menschlichen Verhaltens auf die Tierwelt auf und trifft Aussagen über die Bestandsentwicklung tausender Säugetier-, Vogel-, Fisch- und Reptilien-& Amphibienarten. Kernstück der WWF-Studie, die einen Gradmesser für den ökologischen Zustand der Erde darstellt, ist der Living Planet Index (LPI), der Populationsdaten von Wirbeltierarten ermittelt und die durchschnittlichen Bestandsveränderungen darstellt. Der LPI basiert auf wissenschaftlichen Daten zu mehr als 16.700 untersuchten Populationen von über 4.000 Wirbeltierarten weltweit.
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Der 148 Seiten umfassende Living Planet Report 2018 als PDF
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Quelle:
Robert Manoutschehri
Arno Aschauer
Living Planet Index (LPI)
Univ. Prof. Klaus Hackländer
Universität für Bodenkultur (BOKU)
WorldWildLife
WWF International

Aktuelle Luftverschmutzung – unsichtbar aber tödlich !

von Robert Manoutschehri

Unsichtbar aber tödlich: Aktuelle Luftverschmutzung über den Grenzwerten von EU und WHO.

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Laut dem aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur EUA zur europäischen Luftqualität ist Feinstaub (PM2,5) für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 422 000 Menschen in 41 europäischen Ländern verantwortlich, davon rund 391 000 in den 28 EU-Mitgliedstaaten.
Der Bericht enthält die neuesten amtlichen Daten zur Luftqualität, die im Jahr 2016 von mehr als 2 500 Überwachungsstationen in ganz Europa gemeldet wurden.
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Die Europäer, vor allem diejenigen im städtischen Raum, leiden weiterhin unter der starken Luftverschmutzung. Wie schon die Jahre zuvor, wird der Straßenverkehr als Hauptverursacher der Luftverschmutzung identifiziert, insbesondere bei gefährlichen Schadstoffen wie Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM), welche ebenso wie bodennahes Ozon (O3) der menschlichen Gesundheit am meisten schaden.
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Emissionen aus Landwirtschaft, Energieerzeugung, Industrie und Haushalten tragen ebenfalls zur Luftverschmutzung bei.
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In Bulgarien und Polen sowie in den Visegrad-Ländern wurden die höchsten Schadstoffbelastungen gemessen, Österreich und Deutschland liegen etwa im Mittelfeld, Finnland und der Norden Europas dürfen sich über die geringsten Luft-Belastungen freuen.
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Die Folgen für unsere Gesundheit sind vielfältig und ebenso massiv, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen:
Unsere Lebenserwartung sinkt, die Anzahl „verlorener Lebensjahre“ steigt!
Es entstehen steigende Kosten für medizinische Versorgung sowie eine geringere wirtschaftliche Produktivität durch Krankeitstage.
Des Weiteren beeinträchtigt die Luftverschmutzung auch die Ökosysteme, indem sie Böden, Wälder, Seen und Flüsse schädigt und die landwirtschaftlichen Erträge reduziert.
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„Luftverschmutzung ist unsichtbar, aber tödlich. Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um die Ursachen zu bekämpfen. In Bezug auf die Luftverschmutzung sind Straßenverkehrsemissionen oft besonders schädlich, weil sie in Bodennähe und überwiegend in Städten in unmittelbarer Nähe zu den Menschen ausgestoßen werden.
Deshalb ist es so wichtig, dass Europa sich noch stärker bemüht, die Emissionen aus Verkehr, Energieerzeugung und Landwirtschaft zu senken und diese Bereiche sauberer und nachhaltiger zu gestalten“, so ein Statement von Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA dazu.
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Auch laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Luftverschmutzung die weltweit schlimmste Umwelt-Gesundheitsgefährdung, an der jährlich bis zu 7 Millionen Menschen erkranken und frühzeitig sterben.
Die ökonomischen Kosten dafür sind höher, als alle eventuellen Vorsorge-Maßnahmen, welche bislang aber überhaupt nur fragmentarisch umgesetzt werden (Stichwort Energie- und Mobilitätswende).
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Die wichtigsten Gefahrenstoffe im Jahresvergleich:
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Stickstoffdioxid:
Der NO2-Jahresgrenzwert wird nach wie vor in ganz Europa deutlich überschritten. Im Jahr 2016 lebten 7 % der städtischen Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedstaaten in Gebieten mit Konzentrationen, die über dem Jahresgrenzwert der EU und den Leitlinien der WHO lagen. Dieser Wert war 2015 mit 9 % noch höher gewesen. Im Jahr 2015 waren Expositionen gegenüber Stickstoffdioxid Ursache für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 79 000 Menschen in 41 europäischen Ländern.
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Feinstaub:
Im Jahr 2016 waren 6 % der städtischen Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedstaaten PM2,5 (Partikel mit einem Durchmesser von maximal 2,5 Mikrometern) ausgesetzt, während dieser Anteil im Jahr zuvor noch bei 7 % lag. Bei rund 74 % der städtischen Bevölkerung wurden jedoch die strengeren Leitlinien der WHO überschritten. 2015 waren Expositionen gegenüber PM2,5-Konzentrationen Ursache für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 422 000 Menschen in 41 europäischen Ländern.
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Bodennahes Ozon:
2016 waren rund 12 % der städtischen Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedstaaten O3-Konzentrationen ausgesetzt, die den Zielwert der EU überschritten. Das entspricht einem deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2015 (30 %). Allerdings liegt der Prozentsatz immer noch über dem 2014 gemessenen Wert von 7 %. In rund 98 % der Fälle überstiegen diese Expositionswerte die strengeren Leitlinien der WHO. Im Jahr 2015 waren Expositionen gegenüber Ozon Ursache für den vorzeitigen Tod von schätzungsweise 17 700 Menschen in 41 europäischen Ländern.
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Air quality in Europe — EEA Report No 12/2018 als PDF: https://www.eea.europa.eu/publications/air-quality-in-europe-2018 
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Ist ewiger Frieden möglich ?

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In seiner Altersschrift entwickelt Kant seinen Gedanken
des »kategorischen Imperativs« zu einem politischen Modell zwischen den Staaten der Welt weiter.
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Von der Vernunft geleitete Entscheidungen, die nach Gerechtigkeit trachten können der Menschheit den Frieden stiften, der für Kant ausdrücklich kein Naturzustand ist, sondern Ergebnis vorantwortungsvoller Politik.
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Der Text spielte eine wesentliche Rolle für die Ausgestaltung der sogenannten »Atlantik Charter«, die Franklin D. Roosevelt und Winston S. Churchill im August 1941 verfassten und auf deren Grundlage sich die Vereinten Nationen gründeten.
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Kant: Warum gibt es Krieg und wer kann ihn stoppen?
Weil der Stärkere seine Übermacht nutzt, dem Anderen seine Interessen aufzuzwingen und die Herren an der Spitze der Staaten bekommen nie genug davon!
Die Regierenden nutzen dazu auch ihre Armeen und versuchen möglichst große Staatskassen zusammenzubekommen, um möglichst starke Armeen aufzubauen, um ihre Macht auf der Erde zu vergrößern!

Krieg scheuen sie nicht, da sie Andere – ihre Untertanen – den Krieg führen lassen, sie Töten und Sterben lassen – sie an der Spitze des Staates leben im Krieg genauso gut wie im Frieden!
Sie zahlen auch nicht die Kosten des Krieges und die Schulden danach zurück! Dazu haben sie ihre Untertanen.
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Wenn Sie einen Krieg führen wollen, beauftragen sie ihre Diplomaten: Die finden immer eine gute Begründung für einen Krieg! .
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Wer kann die Kriege verhindern?
Nur die Völker selber, die mit ihren Steuern und ihrem Leben die Kriege bezahlen, haben ein Interesse daran, den Krieg zu beseitigen!
Dazu müssen sie sich demokratischen Rechte erringen und sie nutzen!
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Siehe weiter zu  Kant´s Schrift „zum Ewigen Frieden
https://homepage.univie.ac.at/benjamin.opratko/ip2010/kant.pdf?fbclid=IwAR17StkqrnWvIJMMaQZ3APMO86JwFczgvPLmmetPQuyfF_VnueAGRSWumOA


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Zum ewigen Frieden –  ein philosophischer Entwurf gehört zu den bekanntesten Werken des deutschen Philosophen Immanuel Kant.
Moderne Bedeutungen des Begriffs Frieden gehen entscheidend auf die hier vorgestellte Theorie zurück.

In Form eines Friedensvertrages wendet Kant seine Moralphilosophie  auf die Politik an, um die Frage zu beantworten, ob und wie dauerhafter Frieden zwischen den Staaten möglich wäre.
Dazu müssen von der Vernunft geleitete Maximen eingehalten werden, die aus den zugrundeliegenden Begriffen entwickelt werden.
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Quelle:
– Immanuel Kant
– zum ewigen Frieden
– Kant-Werke Band 11
– Wikipedia
– Demokratische Impulse

… die Rückkehr zum menschlichen Maß ?

EUROPA – DÄMMERUNG ?
von Christian Sadil

Leider ist diese EU – das zeigt sich ja tagtäglich – eine UNDEMOKRATISCHE Fehlkonstruktion, insofern, als für ihre Entscheider der Mensch als Faktor ihrer Handlungen gar keine Rolle spielt.
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500 Millionen Menschen innerhalb der EU werden nicht gehört. Ein paar Dutzend Konzerne haben die EU-Bürger über die EU-Instrumente mundtod gemacht, in Geiselhaft genommen, entmündigen sie immer mehr und sind im Begriiff, sie nun auch noch völlig zu versklaven !
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Aus der großartigen Vision eines geeinten, friedlichen und prosperierenden Europa wird durch die völlig empathiebefreiten, sich selbst immer mehr ermächtigenden und dabei auch noch völlig phantasielosen EU-Granden zusehend immer nur noch mehr Abscheu und Grauen „produziert“ !
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Ohne grundsätzlichen Kurswechsel hin zu den Menschen und zu ihren Sorgen, Bedürfnissen und Erwartungen steuert dieses Europa unaufhaltbar seiner Selbstzerstörung entgegen.
Christian Sadil
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Siehe weiters
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Als E. F. Schumachers Buch Small is beautiful vor vierzig Jahren erschien, bewegte es sich zunächst im Schatten der „Grenzen des Wachstums“ (Club of Rome).
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Es kann nicht genug betont werden, wie wegweisend Schumachers Zukunftsentwurf seinerzeit war – und eingedenk desheutigen Standes der Nachhaltigkeitsforschung immer noch ist.
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Denn das Prinzip des »Größer, Schneller, Mehr« ist am Ende.
Die Natur ächzt unter der Ausbeutung ihrer Ressourcen, eine überentwickelte Technik und eine entfesselte Wirtschaft stoßen immer öfter an ihre Grenzen.
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Das Buch ist daher denn je, ein aktueller Wegweiser in eine Welt, in der die Wirtschaft dem Menschen dient und nicht umgekehrt.
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Siehe weiters
https://www.buecher.de/shop/geschichte–politik/small-is-beautiful-ebook-pdf/schumacher-ernst-friedrich/products_products/detail/prod_id/39403816/ 
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Quelle:
Christian Sadil
Ernst Friedrich Schumacher
.Bildergebnis für Ernst Friedrich Schumacher
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Über unser Schulsystem …

… lassen unsere Politiker nichts kommen !
Nicht einmal die kleinsten Reförmchen…

Wozu auch?
Die Schule liefert doch genau die jungen Menschen, die unsere Wirtschaft braucht !
Beitrag von von Christian Sadil

Viele Jahre lang mühen sich tausende tüchtige LehrerInnen tagein- tagaus, unseren Kindern ihre Interessen und Flausen auszutreiben, um den Lehrstoff in sie hinein trichtern zu können.
Widerspruchsgeist ist da nicht sehr erwünscht.
Denn ohne „Disziplin“ kann man schließlich mit den kleinen „Quälgeistern“ nicht „vernünftig arbeiten“. …und später – am Arbeitsmarkt – müssen sie sich schließlich auch „fügen“ und anstrengen, um in dieser Leistungsgesellschaft nicht schon zu früh unterzugehen….

DAS muss gelernt werden… und dazu kommen noch Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, die man heute als junger Mensch schon alleine für das Verfassen der vielen Bewerbungsschreiben und später in den jahrelangen Gratis-Praktika benötigt !

DAFÜR braucht man keine Begeisterung und schon gar keine neugierigen Frager. Dafür braucht man die Fähigkeit, die Dinge widerspruchslos so anzunehmen, wie sie kommen. Das reicht völlig. Schließlich müssen die jungen Menschen im immer härter werdenden Konkurrenzkampf GEGEN ALLE ANDEREN guten Mutes bestehen.

Unser Schulsystem ist also „bestens geeignet“, die Kinder genau dorthin hinzubringen, wo sie vom AMS später gerne abgeholt werden. (Für die paar anderen, die sich das leisten können, gibt’s eh die Gymnasien und die Privatschulen – das Land braucht schließlich auch immer wieder neue Manager, wenn die anderen ausgebrannt sind.)

Blöd ist jetzt eigentlich nur, dass mit der Digitalisierung und Roboterisierung unserer Wirtschaft schon in den nächsten 20 Jahren bis zu 50% der derzeitigen Arbeitsplätze wegfallen werden….

Die jungen Menschen werden dann aber ganz andere Fähigkeiten brauchen, um überleben zu können:
Eigeninitiative, Unternehmergeist, Flexibilität im Denken, Team-Building, Kreativität, Selbstreflexion, Widerspruchsgeist, Expertise und Begeisterung hinsichtlich der ureigensten Interessen, Selbstvertrauen und Mut, ein „eigenes Ding“ zu starten.

Blöd ist das insofern, als unser derzeitiges Schulsystem genau diese Fähigkeiten den Kindern derzeit geradezu systematisch „abtrainiert“… WAS MACHEN DIE DANN IN 20 JAHREN?

ähhh…. das gefällt Dir gar nicht?
Uns auch nicht!
Christian Sadil


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Neue EU-Regeln für sauberes Trinkwasser …

… und zur Verringerung von Plastikmüll !
von Robert Manoutschehri
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Bild könnte enthalten: Text
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Bessere Qualität, weniger Schadstoffe und freier Zugang für alle zu Trinkwasser, so die Zielsetzung der Abgeordneten des Europaparlaments für eine neue Trinkwasserrichtlinie.
„Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, wie wir mit Wasser umgehen. Es versteht sich, dass alle Zugang zu sauberem und qualitativ hochwertigem Wasser haben sollten, und wir alles tun müssen, um es für alle so erschwinglich wie möglich zu machen“, kommentiert MEP Michel Dantin die knappen Abstimmungsergebnisse (300 Ja-Stimmen, bei 98 Gegenstimmen und 274 Enthaltungen).
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Das Parlament hat für Maßnahmen gestimmt, um das Vertrauen der Verbraucher in Leitungswasser zu stärken, das im Vergleich zu Tafelwasser um vieles preisgünstiger und umweltfreundlicher ist.
Der Gesetzentwurf, der am Dienstag angenommen wurde, verschärft die Höchstwerte für bestimmte Schadstoffe wie Blei (um die Hälfte gesenkt) und für schädliche Bakterien und setzt neue Grenzwerte für bestimme hormonwirksame Stoffe (endokrine Disruptoren).
Er sieht zudem eine Überwachung des Gehalts an Mikroplastik vor !
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Die Mitgliedstaaten sollten den allgemeinen Zugang zu sauberem Wasser in der Europäischen Union fördern und Zugang zu Wasser in Städten und öffentlichen Einrichtungen verbessern, und zwar durch die Einrichtung von frei zugänglichen Trinkbrunnen, soweit dies technisch möglich und verhältnismäßig ist.
Sobald der Ministerrat sich auf einen gemeinsamen Standpunkt geeinigt hat, können nun die Verhandlungen mit dem Parlament beginnen.
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Laut der Europäischen Kommission könnte ein geringerer Verbrauch von Flaschenwasser den Haushalten in Europa zusätzlich zu Einsparungen von mehr als 600 Millionen Euro pro Jahr verhelfen.
Mit einem größeren Vertrauen in Leitungswasser können die Bürgerinnen und Bürger auch dazu beitragen, Kunststoffabfälle zu verringern, die durch den Verbrauch von Flaschenwasser entstehen und unter anderem die Meere verschmutzen. Kunststoffflaschen gehören zu den an europäischen Stränden am häufigsten gefundenen Einwegprodukten aus Kunststoff.
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Info-Seite der Kommission:
http://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20181011STO15887/trinkwasser-in-der-eu-bessere-qualitat-besserer-zugang 
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European water policies
https://www.eea.europa.eu/publications/public-health-and-environmental-protection/at_download/file 

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Quelle:
Robert Manoutschehri
Europäische Kommission
Europaparlament
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Pilotstudie: Jeder hat gefährliche Mikroplastik Teilchen im Darm !

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Umweltsünden rächen sich – Pilotstudie deckt auf:
Jeder hat gefährliche Mikroplastik Teilchen im Darm

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ExpertInnen des österr. Umweltbundesamts und der Med-Uni Wien analysierten den Stuhl internationaler TeilnehmerInnen und entdeckten im Mittel 20 Mikroplastik-Teilchen pro 10 Gramm Stuhl, bestehend aus neun verschiedenen Kunststoffarten in der Größe von 50 bis 500 Mikrometer.
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Am häufigsten fanden sich PP (Polypropylen) und PET (Polyethylenterephthalat) in den mittels Infrarot-Mikrospektroskopie untersuchten Proben.
Dieses drastische Ergebnis mache größer angelegte Studien unabdingbar, so die ForscherInnen.
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Die globale Plastikproduktion liegt aktuell bei über 400 Millionen Tonnen pro Jahr. Schätzungen zufolge gelangen zwei bis fünf Prozent des produzierten Plastiks ins Meer, wo der Abfall zerkleinert von Meerestieren aufgenommen wird und über die Nahrungskette in den Menschen gelangen kann.
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Auch durch Lebensmittel-Verarbeitung und Verpackung mit Kunststoffen kann Mikroplastik im menschlichen Verdauungstrakt landen – mit noch nicht einmal ausreichend erforschten, jedenfalls aber gefährlichen Gesundheitsfolgen.
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Kein automatischer Alternativtext verfügbar.
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Aussendung des Umweltbundesamtes:
http://www.umweltbundesamt.at/aktuell/presse/lastnews/news2018/news_181023/?fbclid=IwAR2PfvKtuutzzGEbOomFtdrcYO2VupO72lBi-cYPW7iLGu_6C3l2uYKG_RM 

Die Studienpräsentation als PDF:
http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/presse/news_2018/UEG_Week_2018_-_Philipp_Schwabl_Microplastics_Web.pdf?fbclid=IwAR0QMfMylgmhPd-fZh8Bkwmd1Ln5HjMhjjcOc7IT1REL75RtTf7KxvoXHzk

Quelle:
Robert Manoutschehri
Medical University of Vienna
Umweltbundesamt

Wann wachen Frau & Herr Österreicher endlich auf?!

Gehen wir wirklich wieder in die 30er und 40er Jahre (Faschismus) des vergangenen Jahrhunderts?
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Hans Kirchmeyr:
“Ich wollte es nicht glauben, aber diese faschistische Vision für Österreich wurde tatsächlich so im “freiheitlichen Umfeld” publiziert wie Traxler sie im Standard zitiert hat!”
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Erziehung
– Wiedereinführung des Karzers (Schulkerker)
– Aberkennung des elterlichen Erziehungsrechtes bei Schülern die nicht parieren
– Abschiebung in GESCHLOSSENE Sonderschulen
– Widerspenstige Lehrer versetzen (verschwinden) lassen
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Exekutivgewalt
– Härteste Strafen bei Respektlosigkeit gegenüber Exekutivbeamte
– Erleichterung beim Waffeneinsatz der Exekutive
– Arbeitshaus (-lager?)
– Waffenbesitz von Unbescholtenen noch weiter erleichtern (American Way?)
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Weiters
– bei Nasenringen, Tätowierungen etc., kein Arbeitslosengeld
– Arbeitslose müssen sich 2x / Woche beim AMS melden
– strikte Nacht-, Sonn- & Feiertagsruhe
– Sperrstunden verschärfen
– Betriebsräte abschaffen
– ORF von “Linken” säubern
– Studienrichtungen wie Politologie & Soziologie nur mehr zum Selbstkostenpreis (damit kaum leistbar!)
– Deutsche Aufschriften bei allen Geschäften
– etc., etc., …
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https://twitter.com/bassena/status/1051783698792747008?s=19&fbclid=IwAR0XAqgD73CwyLcrHCC4QkhK21RczADApioxp13ScM4vPmUJniTXtyfegO4
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Es wird doch allerernstens versucht uns einzureden, dass Otto & Ottilie Normalverbraucher sich dies unbedingt wünschen!!!
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Und in 3 Wochen wird das Medium „Zur Zeit„, das diesen faschistischen Traum veröffentlicht hat, von der 3. Nationalratspräsidentin geehrt.
Mit dabei:
Martin Graf, Walter Rosenkranz, Gerhard Kurzmann, Herbert Haupt und der österr. Vizekanzler Heinz-Christian Strache.
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https://twitter.com/bassena/status/1051783698792747008?s=19&fbclid=IwAR0XAqgD73CwyLcrHCC4QkhK21RczADApioxp13ScM4vPmUJniTXtyfegO4
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Die Veranstaltung wurde zwar abgesagt.

Doch die getätigten Aussagen wurden nicht abgesagt, die haben sich nicht erledigt!
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Kritik an „Zur Zeit“-Auszeichnung

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Quelle:
Hans Kirchmeyr
Hans Kirchmeyr
ORF
Radio Wien live
Standard
Twitter (bassena)

Es ist Feuer am Dach unserer Sozialversicherung !

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Es ist Feuer am Dach unserer Sozialversicherung: Wenn sich die ArbeitnehmerInnen in ihrer eigenen Versicherung nicht entmündigen lassen wollen, müssen wir rasch gegen die türkis-blauen Enteignungspläne aufstehen. Der Vorschlag der Solidarwerkstatt: Urabstimmung! Denn als Versicherte haben wir ein Recht darauf, dass wir darüber entscheiden, was mit unseren sozialen Kassen geschieht.
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Der von der Regierung geplante „Umbau“ der Sozialversicherung ist im Grund genommen die – wie die Vorsitzenden der AK OÖ und der GKK OÖ gesagt haben „größte Enteignung in der Geschichte Österreichs“.
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Die Arbeitnehmer-Vertretung wird in der Kranken- und Pensionsversicherung de facto entmachtet.
In diesen Versicherungen, in denen ausschließlich ArbeitnehmerInnen versichert sind, bekommt die Arbeitgeberseite die Macht, ständig hineinzuregieren, alles zu beeinspruchen und zu blockieren.
Im Hauptverband bekommt die Arbeitgeberseite sogar die Mehrheit, obwohl die ArbeitnehmerInnen die große Mehrheit aller Sozialversicherten sind.
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Darüber hinaus werden die Aufsichts- und Eingriffsrechte des Sozial- und Gesundheitsministeriums stark ausgeweitet. Das Ministerium kann so ziemlich jeden Beschluss eines Trägers aufheben und verändern.
So kann sie etwa Beschlüsse beeinspruchen und in der Folge faktisch an sich ziehen, deren „finanzielle Auswirkungen im Ausmaß von 10 Millionen Euro innerhalb eines Kalenderjahres oder mehrerer Kalenderjahre übersteigen“.
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Somit erfolgt praktisch jede Entscheidung unter der Vormundschaft der Regierung, denn kumulierte Kosten von zehn Millionen Euro über mehrere Jahre hinweg hat eine Entscheidung in einer Kasse mit zwölf Milliarden Euro Jahresbudget wohl oft. Jede Änderung eines Gesamtvertrags mit Ärztinnen und jede zusätzliche Leistung für Versicherte ist teurer.
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Das alles läuft auf die Demontage der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung hinaus. Das bedeutet die Enteignung von Millionen Versicherten. Gleichzeitig sind enorme Mehrbelastungen bzw. Einnahmenentgänge für Kranken- und Unfallversicherung geplant. Damit drohen höhere Selbstbehalte, Leistungskürzungen und Privatisierungen im Gesundheitsbereich.
Das lehnen wir ab!
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Lassen wir uns nicht enteignen! URABSTIMMUNG!

Als Versicherte haben wir ein Recht darauf, dass wir darüber entscheiden, was mit unseren sozialen Kassen geschieht. Die Solidarwerkstatt hält daher die Durchführung einer Urabstimmung der Versicherten über die türkis-blauen Pläne für notwendig! Lassen wir uns nicht enteignen!

Die Zeit drängt: Werden wir aktiv!

Alle, die auch dieser Meinung sind, ersuchen wir um Rückmeldung. Wir müssen uns vernetzen und rasch aktiv werden!
Denn die Regierung will diese Pläne spätestens im November durchs Parlament peitschen.
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Quelle: Solidarwerkstatt
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PS.:
Themenpunkt für die DemoS-Besprechung zur möglichen Aktivität der Aktivistengruppe am 20.Oktober in Wien !!!
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PPS.:
Aktionstreffen in Oberösterreich am Di, 9. Oktober 2018 !
Motto: Stopp der Enteignung! Retten wir die OÖ GKK!
18 Uhr, Veranstaltungsraum Waltherstraße 15, 4020 Linz

Rascheste Dekarbonisierung wird überlebensnotwendig !

von Robert Manoutschehri

Der jüngste Bericht des Weltklimarats warnt vor dramatischen, nicht mehr reperablen Schäden für Mensch und Natur, sollte die globale Erwärmung nicht auf die angestrebten 1,5 bis maximal 2 Grad beschränkt werden können und veröffentlicht dringende Handlungsempfehlen für Politik und Wirtschaft, die sich dieser wohl größten Aufgabe der Menschheit weder ausreichend bewusst sind, noch ausreichende Maßnahmen ergreifen, um die Klimawandelfolgen noch rechtzeitig einzudämmen.

Der IPCC-Bericht (in einzelnen Kapiteln auf Englisch) ist hier veröffentlicht: http://www.ipcc.ch/report/sr15/

Eine Zusammenfassung auf Deutsch wurde ebenfalls bereits veröffentlicht:
https://www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_IPCC_SR15.pdf

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