Frisst die Industrie 4.0 die Jobs langsam ?

von Robert Manoutschehri
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Schon heute ist jeder vierte sozialabgabenpflichtig Beschäftigte theoretisch durch Computer und computergesteuerte Maschinen ersetzbar, so die jüngste Studie zum politisch und wirtschaftlich in blauäugig, neoliberaler Technologiegläubigkeit relativ „ausgeblendeten“ Thema der heraufdämmernden vierten industriellen Revolution, die je nach Ausbaustufe und fehlender Vorbereitung des Bildungs- und Arbeitsmarktes bis zu 57 Prozent aller Arbeitsplätze überflüssig machen könnte.

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siehe weiters:
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– den Artikel unter
https://neue-debatte.com/2018/02/16/industrie-4-0-die-technologische-revolution-frisst-die-jobs-langsam/
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– bzw.:
https://www.unsere-zeitung.at/2018/02/16/industrie-4-0-maschinelle-revolution-gefaehrdet-schon-jetzt-jeden-vierten-job/
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– Infos des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung
http://www.iab.de/de/informationsservice/presse/presseinformationen/kb0418.aspx
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– Kurzversion der IAB-Studie
http://doku.iab.de/kurzber/2018/kb0418.pdf
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Robert Manoutschehri,
ist Fotograph, Grafikdesigner, Journalist und Texter für Bürgerinitiativen und NGOs.
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Quellen:
IAB
Neue Debatte
Unsere Zeitung
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Täglich grüsst der Mythos der zu hohen Abgabenquote

von Vanessa Mühlböck

Leider ein immer aktuelles Thema:
Wieder einmal ist die Höhe der Abgabenquote im Zentrum der Debatte: Österreich müsse dringend seine Steuern und Abgaben senken, da die Abgabenquote im internationalen Vergleich zu hoch sei.
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Nur oberflächlich betrachtet klingt dies verlockend:
Die Abgaben und Steuern werden gesenkt, wir können alle billiger und mehr einkaufen bzw. mehr Geld zur Seite legen.
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Komplett übersehen wird hierbei die Tatsache, dass das Einheben
von öffentlichen Abgaben und Steuern kein Selbstzweck ist.
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Mit diesen Einnahmen werden wichtige Steuern und Abgabene Leistungen finanziert, von der Bildung, über die Krankenversorgung für alle bis hin zur Bereitstellung der
öffentlichen Infrastruktur (Straßen, Schienen, öffentliche Sicherheit etc.)
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Diese sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und könnten sich viele von uns allein in dieser Qualität nicht leisten.
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Lesen Sie den Beitrag auf
http://blog.arbeit-wirtschaft.at/taeglich-gruesst-der-mythos-der-zu-hohen-abgabenquote/


Vanessa Mühlböck
Referentin für Steuerpolitik / Abteilung Steuerrecht der AK-Wien
Arbeit & Wirtschaft

… wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder !

Fortschritt bedeutet Arbeitszeitverkürzung – der Ansicht waren schon Marx und Keynes

Wie Marx bereits feststellte, können technologische Innovationen zur gesellschaftlichen Emanzipation beitragen, solange sie NICHT REIN nach der Logik des Marktes und der Kapital-vermehrung eingesetzt werden, sondern im Interesse der Allgemeinheit.

Ähnlich wie Marx sah auch John Maynard Keynes das Ziel der historischen Entwicklung in einer Gesellschaft, in der der technologische Fortschritt es ermöglicht hat, die Arbeitszeit weitestgehend zu reduzieren und die Menschen sich in der Freizeit ihrer eigentlichen Bestimmung widmen können (siehe hierzu unten “Keynes“ selbst).

Es braucht eine andere Gesellschaft, die den Weg weist und zumindest für mehr Verteilung von Arbeit, Zeit und Teilhabe bei gleichzeitiger Reduktion von Sozial- und Gesundheitskosten sorgen kann; … es braucht also eine emanzipatorische Politik !

Als Voraussetzungen für eine drastische Reduktion der Arbeitszeit gilt die Kollektivierung der Produktionsmittel und damit verbunden eine gerechte Verteilung von Einkommen.
Man wird nicht herumkommen um die Verteilungsdebatte, da sie die Voraussetzung dafür ist, dass freiwillige Arbeitszeitverkürzung von einem Privileg der wenigen zu einer tatsächlichen Option für alle wird.

 

Quelle:
A&W – Arbeit und Wirtschaft
– Mit Marx über die Digitalisierung nachdenken
https://www.awblog.at/mit-marx-ueber-die-digitalisierung-nachdenken/
– Fortschritt bedeutet Arbeitszeitverkürzung
https://www.awblog.at/fortschritt-bedeutet-arbeitszeitverkuerzung-der-ansicht-waren-schon-marx-und-keynes/
– Arbeitszeitreduktion
https://www.awblog.at/fortschritt-bedeutet-arbeitszeitverkuerzung-der-ansicht-waren-schon-marx-und-keynes/

– Solidarische Verteilung von Arbeit (Erwerbs- und Reproduktionsarbeit)
https://www.awblog.at/faire-verteilung-der-arbeitszeit/

Keynes
– … wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder (Dieser Essay wurde erstmalig 1928 als Rede vor einigen kleineren Gesellschaften, darunter die „Essay Society“ des Winchester College und der „Political Economy Club“ in Cambridge, gehalten.)
http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/jenseits-des-wachstums/Keynes%20Enkelkinder.pdf


John Maynard Keynes