Bericht über das DemoS-Gruppentreffen am 21.10.2017

Trotz etlicher zumeist Krankheit-bedingter Absagen in letzter Minute haben wir wieder ein recht gut besuchtes DemoS-Treffen (18 Teiln.) erlebt, über dessen wichtigste Ergebnisse ich kurz berichten möchte:

Der erste Teil des Treffens verlief eher zäh und verhalten … verständlich, galt es doch einige in Summe eher unerfreuliche Entwicklungen „aufzuarbeiten“ (und darüber hinaus haben die höchst unerfreulichen Ergebnisse und Perspektiven nach der jüngsten NR-Wahl deutlich spürbar ihre deprimierenden Spuren auch bei uns DemoS-„Aktivisten“ hinterlassen):

Die anhaltende Stagnation bei der Entwicklung vor allem der regionalen DemoS-Gruppen, aber auch die (oft beruflich oder familiär bedingte) Zurückhaltung im Hinblick auf die eigenständige und -verantwortliche Übernahme von anstehenden Aufgaben durch unsere Mitstreiter hat sich zuletzt nicht signifikant verbessert und dass das die Motivation jener, die sich immer noch mit vollem Einsatz einbringen, verbessert hätte, kann man nicht behaupten.

Nun ist ja bekannt, dass das offenbar eine „Zeiterscheinung“ ist, unter der auch die meisten anderen Gruppierungen „leiden“. Und da wir ja alle freiwillig an der Entwicklung der DemoS-Ideen und Aktivitäten mitarbeiten, ist auch niemandem irgendein Vorwurf aus diesem unerfreulichen Umstand zu machen … dennoch: unser Optimismus „für eine bessere Zukunft“ wird durch diese Entwicklung nicht gefördert und auch eine längere Diskussion darüber hat keine „verwertbaren“ neuen Erkenntnisse gebracht.

Wir wollen noch einmal versuchen, die DemoSRegionalgruppen zu motivieren, mehr Eigenaktivitäten zu entwickeln. Wenn das nicht gelingt, erscheint es uns sinnvoller, sie stillzulegen und alle Aktivitäten auf die überregionale DemoS-Gruppe der Demokratischen Sozialen Initiative zu konzentrieren.

Auch die Frage der eigenen Identität unserer Bewegung konnte nicht abschließend geklärt werden. Die Mehrheit der Anwesenden schreibt uns aber eher die Rolle einer Art „Denkwerkstatt“ , als die einer künftig  „wirkungsmächtigenpolitischen Bewegung zu … brachte aber auch zum Ausdruck, dass wir uns in der endgültigen Klärung dieser Frage noch ganz gelassen „etwas Zeit“ nehmen und die kommenden Entwicklungen beobachten sollten, ehe wir eine neue Positionierung der DemoS-Bewegung endgültig festlegen.

Hans Müller aus der Wiener Gruppe 1 von Diem25 hat uns dann freundlicherweise einen Einblick in die Arbeitsweise und Ziele der Österreich- „Filiale“ dieser europaweit organisierten Gruppierung rund um den ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis gegeben und stand uns anschließend auch für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung. (In den Wochen davor hatten ja einige DemoS-Mitglieder bereits Gelegenheit an einigen Treffen der Wiener Gruppe von Diem25 teilzunehmen und dort ihre ersten Eindrücke zu sammeln).

Wie schon aus diesen Aktivitäten bekannt war, gibt es beachtenswerte Übereinstimmungen zwischen unseren beiden Gruppierungen und das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, dass sich die DemoS überwiegend auf die österreichischen Perspektiven konzentrieren, während Diem25 eben in ihren Veränderungsperspektiven vor allem die EU-Perspektive wahrnimmt.

Auch, um es in den Kooperation-Perspektiven nicht bei Absichtserklärungen zu belassen, haben wir beschlossen, in beiden (und möglicherweise weiteren) Gruppierungen in den nächsten Monaten unabhängig voneinander an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Unter dem Arbeits-Titel „Green New Deal“ wollen wir unsere Ideen, Thesen, Forderungen und Schlüsse in allen beteiligten Gruppen jeweils in einem Konzept zusammenfassen.

Für uns DemoS wollen wir dabei insbesondere auch klären, welche Positionen zum Umweltschutz, zum Thema Nachhaltigkeit, zu den  Herausforderungen in der kommenden Postwachstumsgesellschaft und im Hinblick auf eine „sharing-economy“ wir in unsere Sozial- und Gesellschaftsvision aufnehmen und vertreten wollen.

Im kommenden Jahr wollen wir dann gemeinsam mit Diem25 (und mit den anderen Gruppierungen, die sich zu dieser Thematik konzeptionell animieren lassen) ein Symposium organisieren, bei dem die einzelnen Gruppen-Ergebnisse präsentiert werden, Übereinstimmungen und Differenzen geortet und diskutiert werden und dann versucht werden, ein gemeinsames Papier  – also eine Art „Deklaration eines Green New Deals“ – (auch medial) gemeinsam zu veröffentlichen.

DemoS-Mitglied Norbert Woiner regte an, uns auch mit der fb-Gruppe New Deal für Österreich und Europa zu vernetzen und er möchte dort auch unser DemoSSLA-Modell zur Diskussion vorstellen. Auch möchte er versuchen, diese Gruppe zur Teilnahme an der Erarbeitung eines eigenen „Green New Deal“ -Konzeptes zu gewinnen.

Breiten Raum nahm danach unsere Diskussion mit zwei jungen Frauen ein, die Wolfgang Werg zu unserem DemoS-Treffen eingeladen und mitgebracht hat: Aline und Elena gaben uns umfassend feedback, wie sie unsere Gruppe erlebten und beantworteten viele Fragen aus dem Auditorium. Wir wollten einfach diese Gelegenheit umfassend nutzen, herauszufinden, warum gerade die Generation der Menschen unter 25 bei uns bislang total unterrepräsentiert ist und jedenfalls bislang kaum an unseren Treffen teilgenommen hat.

Den meisten von uns ist dabei klar geworden, was es mit „auf gleicher Augenhöhe“ im Generationensprung tatsächlich auf sich hat und dass die Erlebnis-Realität junger Menschen sich eben noch mehr, als eh schon wohlwollend angenommen, von der älterer Generationen unterscheidet. Danke, dass wir viel von Euch lernen durften und – hoffentlich – demnächst noch weit mehr von euch lernen dürfen!

Die  wichtigsten weiteren Beschlüsse dieses 8. DemoS-Treffens 2017:

Wir wollen uns weiter mit gleich- oder ähnlich gesinnten Gruppen vernetzen. (… auch mit der Gruppe um Peter Pilz wollen dabei wir in Kontakt treten)

Wir wollen alles unternehmen, um mehr junge Menschen für die DemoS zu begeistern.

Wir wollen unsere visionäre Konzeptarbeit konzentriert weiter fortsetzen und dabei schon bei unserem nächsten Treffen ( 18. November 2017) mit dem Thema „Green New Deal“ ganz konkret beginnen.

Parallel dazu wird Christian Sadil damit beauftragt, unsere bisher erarbeitete Sozial– und Gesellschaftsvision „Österreich 3.0 mit den in unseren Diskussionen erarbeiteten neuen Erkenntnissen zu erweitern und auf einen die gegenwärtigen politischen Entwicklungen berücksichtigend Stand zu bringen. Im ersten Quartal 2018 wollen wir dann diese (etwas gestraffte) Neufassung diskutieren und als „erneuertes“ Leitbild verabschieden und veröffentlichen.

Versuchsprojekt für bedingungsloses Grundeinkommen

In Niederösterreich hat ein umstrittenes Projekt die Runde gemacht:
44 Arbeitslose erhalten mehrere Monate Zeit, um ohne Druck in sich zu gehen. Keine Bewerbungen, keine AMS-Kurse, keine Gespräche. Es ist ein Versuchsballon für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

https://www.facebook.com/unsergrundeinkommen/
https://www.facebook.com/MeinGrundeinkommen/

Quelle: ORF ZIB Magazain
Dauer: 4:17 Minuten
Neue Wege finden 
Gestern um 15:00

.

PS.:
Es tut sich was, auch in Vorarlberg !


.

PPS.:
Siehe auch „SLA“, unsere Soziale Lebens-Absicherung
http://www.demos.co.at/neu/

Grenzen des Wachstums

von Prof. em. Dr. Paul Erbrich :
„Grenzen des Wachstums im Widerstreit der Meinungen“
http://www.beck-shop.de/fachbuch/vorwort/9783170181304_Intro_003.pdf

Niemand glaubt, dass die Weltbevölkerung zahlenmäßig endlos wachsen könne. Aber jedermann scheint zu glauben, dass genau dies der Wirtschaft möglich sei, obwohl eine wachsende Wirtschaft noch immer zunehmenden Naturverbrauch bedeutet.

Muss daher das Potential für Wachstum nicht bevorzugt den armen Gesellschaften, den Entwicklungsländern reserviert bleiben und müssen nicht die hochentwickelten Länder ihr Wachstum beenden?
Zwar sind noch beträchtliche Wachstumsmöglichkeiten vorhanden, sie erstrecken sich allerdings nicht gleichmäßig über alle Quellen von Naturressourcen. Grenzen drohen vor allem beim flüssigen Energieträger
Erdöl. Flüssige Treibstoffe, gewonnen aus dem Erdöl, werden noch für lange Zeit für den Transport von Personen und Gütern unentbehrlich sein, jedenfalls für Entwicklungsländer.

Für jeden Entwicklungspfad gilt die Forderung der Nachhaltigkeit. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) werden am Beispiel des Erdöls und seiner drohenden Verknappung vor Augen
geführt.

Prof. em. Dr. Paul Erbrich lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München.

Siehe weiters dazu :
Postwachstumsgesellschaft
http://www.demos.co.at/der-faktor-nachhaltigkeit/

Arbeit der Zukunft – Möglichkeiten, Grenzen
http://www.demos.co.at/arbeit-der-zukunft-moeglichkeiten-grenzen/

Buchempfehlung
https://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Philosophie/Ethik/Grenzen-des-Wachstums-im-Widerstreit-der-Meinungen-BonD/

PDF kostenlos herunterladen:
Grenzen Des Wachstums Im Widerstreit Der Meinungen.
Bond: Leitlinien Fur Eine Nachhaltige Okologische, Soziale Und Okonomische Entwicklung Globale Solidaritat – Schritte Zu Einer Neuen Weltkultur.pdf
.

Quelle:
Prof. em. Dr. Paul Erbrich
Verlag: Kohlhammer W., GmbH;
Auflage: Bond der Originalausgabe 2004. (9. August 2007)
Books › Books in German › Business

Informationskapitalismus

Siehe zu diesem Thema auch das Buch von Yvonne Hofstetter:
SIE WISSEN ALLES
Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen!
https://www.randomhouse.de/Buch/Sie-wissen-alles/Yvonne-Hofstetter/C-Bertelsmann/e458581.rhd

»- Ich stelle nur aufgrund von Naturbeobachtungen eine Theorie (…) auf.
– Diese Theorie schreibe ich in der Sprache der Mathematik nieder und erhalte mehrere Formeln.
– Dann kommen die Techniker. Sie kümmern sich nur noch um die Formeln. (…) Sie stellen Maschinen her, und brauchbar ist eine Maschine erst dann, wenn sie von der Erkenntnis unabhängig geworden ist, die zu ihrer Erfindung führte.
– So vermag heute jeder Esel eine Glühbirne zum Leuchten bringen – oder eine Atombombe zur Explosion.«
Friedrich Dürrenmatt, aus „Die Physiker“
.

Der Kapitalismus ist von höchst wandelbarer Natur. Glaubten wir noch bis zum Fall des Warschauer Pakts, dass der Kapitalismus der beste Begleiter der Demokratie sei und ihrem Pluralismus bevorzugt entspräche, werden wir jetzt eines Besseren belehrt.

Big Data läutet einen neuen Bund ein: Als Informationskapitalismus etabliert Big Data die Diktatur von Informationseliten, weil sie über unsere Daten und über Schlüsseltechnologien zu deren Analyse verfügen.
Es ist die uralte menschliche Wurzelsünde, der Drang, wissen zu wollen, um Macht und Reichtum durch Kontrolle zu erlangen.

 

SIE WISSEN ALLES – siehe weiter unter
http://www.besserewelt.at/media/files_public/b5eab1253fc296f47cd1289ff8648c31/Leseprobe_Hofstetter_Sie-wissen-alles.pdf

oder siehe auf Youtube:
A – Sie wissen alles – Yvonne Hofstetter im Interview – YouTube
B – Yvonne Hofstetter Wie unsere Spuren im Netz die Freiheit gefährden

Quelle:
– Yvonne Hofstetter
– ÖGB Verlag
– www.besserewelt.at

Der Ausverkauf der Republik !


·
Nachdem ÖVP und FPÖ Anfang 2000 eine Regierung bildeten, starteten sie eine Welle der Privatisierung (Telekom Austria, Austria Tabak, Dorotheum, BUWOG, Post, Voestalpine und 1.600 Grundstücke der Bundesforste) – öffentliche Beteiligungen an rentablen Unternehmen und Immobilien wurden zum Teil zu Spottpreisen verscherbelt !!!

Der Republik hat das insgesamt geschadet, profitiert haben vor allem Privatpersonen mit guten Kontakten in die Politik.

Wenn es nach der ÖVP & FPÖ geht, was kommt als nächstes?

siehe
https://kontrast.at/schwarz-blaue-privatisierungen-verlust-fuer-den-staat-profit-fuer-einige-private-und-mittelsmaenner/

Quelle:
kontrast.at

Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht !

Menschen sind rationaleWesen, sie können vernunftgesteuert handeln. So denken viele Menschen, doch mit dieser Vorstellung hinken wir den Erkenntnissen der Neuro- und Kognitionsforschung hinterher !
Denn in Debatten sind nicht Fakten an und für sich entscheidend, sondern gedankliche Deutungsrahmen, in der kognitiven Wissenschaft Frames genannt.

Frames werden durch Sprache im Gehirn aktiviert; sie sind es, welche den Fakten erst eine Bedeutung verleihen.
Dabei sind Frames immer selektiv. Sie heben bestimmte Fakten und Realitäten hervor und lassen andere unter den Tisch fallen.
Frames interpretieren und bewerten !

Um Worte zu begreifen, aktiviert unser Gehirn ganze Vorratslager abgespeicherten Wissens (zB. Bewegungsabläufe, Gefühle, Gerüche oder visuelle Erinnerungen) und simuliert diese Dinge gedanklich, um linguistischen Konzepten eine Bedeutung zuschreiben zu können.
So hat die Sprache einen immensen Einfluss auf unsere Wahrnehmung !

Wann immer unser Gehirn Worte und Ideen verarbeitet, aktiviert es dazu Wissen und Sinnzusammenhänge aus vorangegangenen Erfahrungen mit der Welt.

D.h.: wir begreifen Worte, in dem unser Gehirn körperliche Vorgänge abruft, die mit den Worten assoziiert sind !

.

›Leistungsträger‹, ›Steuerasyl‹, ›Flüchtlingswelle‹ – in unseren Diskursen reiht sich ein metaphorisches Sprachbild an das nächste, mit immensen Auswirkungen für unser Begreifen politischer Handlungsaufträge.

Dieses Buch ist ein fulminantes Plädoyer für die Revitalisierung unserer politischen Sprache – und unserer Demokratie. Pflichtlektüre nicht nur für unsere oft ›sprachvergessene‹ Politik, sondern für alle, die verstehen wollen, wie Alltagssprache, PR und Propaganda unser Denken und unsere gesellschaftliche Wirklichkeit prägen.

Elisabeth Wehling zeigt in einer auch für Nicht-Fachleute verständlichen Diktion, welche Bedeutung die Erkenntnisse der Kognitionswissenschaften und Kognitiven Linguistik für die Analyse politischen Denkens und Handelns haben.
Sie zeigt, dass politische Schlüsselwörter Frames, d.h. komplexe Wissens- und Bedeutungsstrukturen, hervorrufen, die unsere Weltsicht prägen. Dies wird in Wehlings Studie an zahlreichen aktuellen Fallbeispielen illustriert und erhärtet. Ein faszinierendes Buch, das eine große Leserschaft verdient!

In den USA wird Framing spätestens seit Barack Obamas Wahlkampf 2008 als Geheimrezept für gelungene Kampagnenführung gehandelt, und Wehling und Kollegen gelten als Framing-Docs der progressiven Politikszene.

.

Siehe weiter auch unter:
https://www.buecher.de/shop/politik/politisches-framing/wehling-elisabeth/products_products/detail/prod_id/43836294/

oder höre Elisabeth Wehling: Politisches Framing – Wie Deutschland sich politische Wahrheiten einredet auf
https://www.youtube.com/watch?v=r8Radhef5eI

Quelle:
Politisches Framing / Elisabeth Wehling
Christina Endruschat, USA Korrespondentin RTL
Albrecht Müller, Herausgeber NachDenkSeiten
Dr. Leonard Novy, Ko-Direktor Institut für Medien- und Kommunikationspolitik
Prof. Dr. Klaus-Uwe Panther, Amerikanistik Institut Universität Hamburg
http://static.onleihe.de
https://www.youtube.com
https://www.buecher.de

.