Digitalpolitik

Was noch vor kurzem Zukunftsvision war, ist heute alltäglich und aus dem Leben der Menschen nicht mehr wegzudenken:
Jeder kann an nahezu jedem Ort elektronisch kommunizieren, Informationen abrufen sowie Produkte und Dienstleistungen im Internet kaufen und sich online fortbilden.

Nie zuvor hat eine Entwicklung die Welt so schnell und so grenzüber-schreitend verändert wie die Digitalisierung und dieVerbreitung des Internets. Das stellt unsere Gesellschaften vor enorme Herausforderungen.

Wie können wir gestalten, was derart schnell voranschreitet und einen massiven Einfluss auf unser gesamtes Leben ausübt – auf unsere Art zu kommunizieren, zu arbeiten und zu lernen, zu entspannen und zu spielen, …?

Seit einigen Jahren ist „Netzpolitik“ verstärkt in den öffentlichen Fokus gerückt. Spektakuläre Anlässe, über die Rolle und die Gestaltung des Raumes Internet nachzudenken, gab es in der jüngeren Vergangenheit zuhauf.
Den damit verbundenen Fragen – zB „Freiheit oder Sicherheit“ – werden zunehmende Priorität eingeräumt.

Staat und Bürger nutzen das Netz in wachsendem Maße aus einem einfachen Grund: Weil es möglich ist!

Die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft führt zu Veränderungen der Teilhabemöglichkeiten und zu einem neuen Selbstverständnis im Kommunikations- und Interaktionsverhalten.

Die Netzpolitik beschreibt im Kern ein Politikfeld um netzkulturelle Fragen und gehört zu den neuesten Ressorts, die in Politik und Verwaltung als solches wahrgenommen werden.

siehe weiter auf:
– Digitalpolitik
https://www.slideshare.net/secret/5wXqFG1Uw30M1a
– Politik geht mit Digitalisierung der Welt falsch um
http://mobil.derstandard.at/2000059468094/Forscherin-Politik-geht-mit-Digitalisierung-der-Welt-falsch-um?ref=article

Quellen:
DemoS
GKr; auf Slideshare
https://www.slideshare.net/secret/5wXqFG1Uw30M1a
bpb, Bundeszentrale für politische Bildung
digitale-demokratie
APuZ 7-2012; Daniel Roleff
Digitale Politik und Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen

 

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Zusammenfassung: Klimaschutzbericht 2017

In Österreich war der Temperaturanstieg in der Vergangenheit mehr als doppelt so hoch wie im globalen Mittel !!!

Nach drei Jahren mit extrem milden Wintern lag der letzte Winter 2016/2017 trotz eines sehr kalten Jänners immer noch um 0,5 °C über dem vieljährigen Mittel. Klimamodelle sagen voraus, dass sich Österreich bzw. der Alpenraum auch in Zukunft stärker als das globale Mittel erwärmen wird.

Im Jahr 2015 betrugen die Treibhausgas-Emissionen Österreichs 78,9 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalent (CO2-Äquivalent). Die Emissionen lagen damit um 3,2 % bzw. 2,5 Mio. Tonnen über dem Niveau von 2014 und um 0,1 % über dem Wert von 1990.
Hauptverantwortlich für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr 2014 war insbesondere die Emissionserhöhung im Bereich der Energieaufbringung.

Klima- und Energiepolitik bis 2030 und 2050

Das übergeordnete Ziel der internationalen Klimapolitik, welches im Pariser Übereinkommen vom Dezember 2015 beschlossen wurde, ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, was im Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) steht.

Für Industrieländer bedeutet dies einen weitgehenden Verzicht auf den Einsatz fossiler Energieträger bis Mitte des Jahrhunderts !!!

Siehe die komplette Zusammenfassung unter
http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0622BFZ.pdf

Nächstes Treffen der Österreich-Gruppe der DemoS

 

EINLADUNG

für Sa.,  17. FEBRUAR , 14:30h
 

1. DemoS-GRUPPENTREFFEN 2018

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AGENDA:
 
* Bericht über aktuelle Entwicklungen seit dem letzten Treffen
* Bericht Videogruppe
* Wahl von Bereichssprechern
*  Welche Positionen zum Umweltschutz, zum Thema Nachhaltigkeit, zu den  Herausforderungen in der kommenden Postwachstumsgesellschaft und im Hinblick auf eine „sharing-economy wollen wir als DemoS in unsere Sozial- und Gesellschaftsvision aufnehmen und vertreten. Grundsatzdiskussion.
* Allfälliges
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Bisher angemeldet:
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Weitere Anmeldungen bitte per Kommentar

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Bericht über das DemoS-Gruppentreffen am 16.9.2017

Zunächst wurde unser überaus magere Ergebnis der Sammlung der Unterstützungserklärungen für die NR-Wahl 2017 präsentiert und angeregt diskutiert.

Die Enttäuschung über die zu geringe Anzahl  von AktivistInnen war deutlich zu spüren.  Natürlich war allen bewusst gewesen, dass die Nationalratswahl 2017 ursprünglich für 2018 geplant war und wir deshalb nicht annähernd ausreichend professionell auf einen Wahlkampf 2017 vorbereitet waren und dass uns die Vorverlegung dieser Wahl letztlich „kalt erwischt“ hat.

Aber weder dieser Umstand, noch der Hinweis auf „die Urlaubszeit„, noch die „widrigen Wetterbedingungen“ (die Sammlungswochen fielen gerade in den Höhepunkt der Hitzeperiode), noch die Hinweise auf „die Berufstätigkeit der meisten unserer Mitglieder„,  können letztlich die fehlende Bereitschaft zum Engagement für die DemoS jenseits des „harten Kerns der Gruppe“ ausreichend erklären. Hier haben wir wohl nicht nur ein klares Defizit, sondern ein substanzielles Problem! 

Die einen meinten in der Diskussion darüber (durchaus zutreffend), wir wären eben eine Art „Diskutier-Club“ und keine Aktivistengruppe … andere warfen (berechtigt) ein, dass die Jugend (speziell die Gruppe der Studenten) in unseren Gruppen eben krass unterrepräsentiert wäre … und schließlich wurde auch noch die These diskutiert, dass wir einfach zu wenig (erkennbaren) Gegenwartsbezug hätten, weil unser Fokus eben auf unserer „Vision“ läge, die erst in 20 oder 25 Jahren alltagsrelevant sein wird … Das nähme unseren Argumenten eben (gefühlt) die unmittelbare Dringlichkeit … bedeutet, wir bräuchten gegenwartsbezogene und überprüfbare „Zwischenziele“, die wir kommunizieren könnten. Schließlich wurde auch noch darauf verwiesen, dass die DemoS im sowieso stark fragmentierten und verhältnismässig kleinen, „linken“ Segment eben insgesamt nur eine relativ kleine „Splittergruppe“ ohne weithin bekanntes „Gesicht der Bewegung“ wären und dass auch das von vornherein absehbare „Nichterreichen“ des Ziels, ausreichend Unterschriften für ein Antreten zur NR zusammen zu bekommen, viele demotiviert hätte… es sei eben doch was ganz anderes, irgendwo ein „like“ zu setzen, als sich aufs Magistrat zu bewegen und dort öffentlich „ein Bekenntnis“ abzulegen. Dazu käme, dass überall, wo die Anonymität der Großstadt nicht gegeben wäre, also im konkreten Fall in den Gemeinden im Burgenland (wo wir ja ebenfalls kandidieren wollten), viele Menschen davon abgehalten hätten, sich zu einem „politischen Außenseiter“ zu bekennen und sich damit zu einem „Gesprächsthema für den „Dorfklatsch“ zu machen … Last but not least sollten wir eben davon ausgehen, dass viele, die unsere Aktivitäten in unseren Gruppen mit nur „beiläufigem Interesse“ beobachten, eben anders ausgeprägte politische Vorstellungen haben und unsere Einschätzung, dass die sich für die DemoS „aktivieren liessen“, simpel eine unrealistische Wunschvorstellung wäre …

Wir waren uns gegen Ende dieses Diskussionsabschnitts immerhin einig, dass die Ursachen für das enttäuschend schwache Ergebnis beim Sammeln der Unterstützungserklärungen wohl in einem Mix all dieser Faktoren lägen und dass es vieler weiterer Anstrengungen bedürfe, einerseits mehr Menschen (auch außerhalb von fb) für die DemoS zu interessieren und andererseits die, die uns bereits kennen und beobachtend verfolgen, emotional stärker mit uns zu verbinden.

Allen die sich dennoch im Unterschriftensammeln für die DemoS persönlich engagiert haben, ein herzliches Danke!

Als erste konkrete Massnahme wollen wir im Rahmen einer Umfrage unter den Mitgliedern unserer DemoS-Gruppen im fb feststellen, wer und in welchem Ausmass bereit ist, bei uns künftig aktiv mitzuarbeiten. 

Sehr konstruktiv wurde danach die Frage diskutiert, wie wir unsere „Vision„, die ja ein „work in progress“ sein soll, weiter entwickeln und „promoten“ könnten. Wir werden dieses Thema in den Mittelpunkt unserer Herbstarbeit 2017 stellen.

Vor allem auch die Idee, uns „Etappenziele“ zu setzen und ihre Realisierung zu beobachten, wollen wir gründlich analysieren und dann konsequent verfolgen. Der Vorschlag, bis zum Ende des Wahlkampfs nach außen eher zurückhaltend zu agieren, wurde mehrheitlich deutlich abgelehnt. Wir wollen unsere Themen und Anliegen auch in den nächsten Wochen weiter mit gleicher Intensität nach außen kommunizieren. Dabei wollen wir jedoch mehr Aufmerksamkeit auf eine erkennbare einheitliche visuelle Umsetzung aufbringen, um unser Erscheinungsbild immer stärker „wiedererkennbar“ zu positionieren.

Nicht zuletzt wollen wir die Idee, mit Info-Tischen und Diskussionen auch jenseits der „digitalen Blase“ Präsenz zu zeigen und Interesse zu erwecken, weiter verfolgen.

Wir haben auch über die „Sinnhaftigkeit“ so vieler Regional- und Lokalgruppen sowie der zahlreichen Projekt- und Arbeitsgruppen der DemoS im fb gesprochen. Vor allem dort, wo wir bislang  noch keine „Manager“ unserer Regionalgruppen gefunden haben, stellt sich die Frage, ob es irgendetwas bringt, diese „unkoordinierten“ Gruppen aufrecht zu halten. (Leider hat sich die Idee mit der „Selbstorganisation“ in einigen dieser Gruppen als Wunschvorstellung entpuppt, die sich nicht realisiert hat). Wir haben uns dann geeinigt, in den nächsten 3 Monaten die Mitglieder dieser Gruppen hinsichtlich ihrer Interessen und Motivation zur aktiven Mitarbeit anzusprechen und zu versuchen, lokal verankerte DemoS-Mitglieder für die Moderation zu finden. Gruppen, bei denen das bis zum Jahresende nicht funktioniert, werden wir ebenso, wie inaktive Projektgruppen  schließen.

Größeren Raum nahm dann noch die Diskussion über mögliche strategische Kooperationen der DemoS mit anderen Gruppierungen mit ähnlichen Partikular-Interessen und vergleichbarer sozialer Grundhaltung ein:

Die DemoS haben ein Team interessierter Mitglieder damit beauftragt, in diesem Herbst konstruktive Kontakte mit solchen Gruppierungen (z.B. Diem25, Attack, Piraten, Die Linke Österreich, u.v.a. interessanten Kleingruppen) zu knüpfen. Für die aktive Mitarbeit in diesem Aussenkontakt-Team der DemoS haben sich bislang angeboten: Georg A , Georg K., Stefan , Nusin , Werner,  Thomas, Christian , Ronny , Walter und Wolfgang (Danke)

Den Anfang machen wir gleich am kommenden Dienstag, wo wir gleich mit fünf Freunden aus dieser neuen Kontaktgruppe an einem öffentlichen Treffen der Gruppe Diem25/Wien teilnehmen und dort das Gespräch über Gemeinsamkeiten und allfälliges Trennendes suchen möchten. (Wir werden darüber berichten.)

Zuletzt noch höchst Erfreuliches:

Auch wenn wir bislang selbst zu wenig operative Eigenkraft entwickelt haben, ist es doch aus unserer Sicht ein beachtlicher Etappensieg, dass einige unserer Ideen, die wir bereits vor ein bis drei Jahren für unsere „soziale und gesellschaftspolitische Vision“ entwickelt haben, offenbar Eingang in die Wahlprogramme etablierter politischer Parteien gefunden haben: sowohl in den kommunizierten Wahlprogrammen des Teams von P. Pilz, als auch neuerdings in den von BK Kern veröffentlichten Plänen der SPÖ tauchen vermehrt Vorschläge für Massnahmen auf, die wir für unsere Vision einer erneuerten sozialen Gesellschaft formuliert haben. Was Besseres kann uns gar nicht passieren!und es beweist auch, dass wir uns mit unserer Arbeit bereits auf bestem Weg sind, uns als Think-Tank für soziale und gesellschaftspolitische Entwicklungen jenseits des neoliberalen Mainstreams zu profilieren.

Vielleicht liegt dort ja langfristig eine mögliche Positionierung unserer Sozialen Demokratischen Initiative? Man muss ja nicht alles selbst realisieren, wenn andere politische Kräfte unsere Ideen aufgreifen und damit den längst fälligen Wandel betreiben! Oder?

UND GANZ ZULETZT:

ACHTUNG!  SAVE THE DATE:

 

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Zivilcourage lernen: Analysen – Modelle – Arbeitshilfen

Mit den großen Programmen Entimon, Civitas und Xenos gibt es in Deutschland pädagogische Projekte und Verhaltenstrainings in Schulen und in der Erwachsenenbildung, Runde Tische zur Gewaltprävention und Preis-verleihungen an mutige Mitbürger.

So richten sich Aufmerksamkeit und Anstrengungen zu Recht auf die drängenden, sichtbaren Probleme:
Rassismus und Rechtsextremismus, vor allem aber die Zunahme von Gewalt, nicht nur in der Schule und unter Jugendlichen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht – neben der Erörterung der Ursachen – die Frage,
wie man mit „Tätern“ und „Opfern“ umgeht, wie man effektiv eingreifen, die Öffentlichkeit mobilisieren und insgesamt „die Probleme in den Griff bekommen“ kann.

Zivilcourage sollte verstanden werden als öffentliches Handeln im Alltag, als sozialer Mut in der Lebenswelt der Bürger, als Element der Zivilgesellschaft.
Es geht um die alltägliche Meinungsfreiheit und die Akzeptanz von Widerspruch bis hin zur Anerkennung bzw. Nicht-Diskriminierung von Menschen, die sich einsetzen für Recht und Gerechtigkeit, für „aufrechten Gang“ und die Achtung der Menschenwürde.

Gerd Meyer: Zivilcourage fördern
„Wir verstehen Zivilcourage als „sozialen Mut“ in sehr unterschiedlichen Kontexten. Wir haben uns bewusst nicht beschränkt auf jene oft gewalthaltigen Situationen im öffentlichen Raum, in denen man meist spontan und mit körperlichem Risiko für sich selbst eingreifen sollte. Wichtiger noch scheint uns das alltägliche Handeln am Arbeitsplatz, in Bildung und Erziehung, in Verwaltung und öffentlichen Diskussionen:
– Wie kann man sozial mutige Interventionen im Alltag fördern?
– Wie gehen wir als Einzelne mit Macht und Hierarchien um?
– Wie bewältigen wir Konflikte, gerade auch dann, wenn wir unterlegen oder in der Minderheit sind, wenn wir ab- weichen wollen von dem, was „man“ denkt und tut?
– Wie können wir Zivilcourage als demokra- tische Tugend in der politischen Kultur unserer Gesellschaft verankern?

Siehe weiter unter:
https://www.slideshare.net/gkrejci1/zivilcourage-lernen

Quelle:
BPB – Bundeszentrale für Politische Bildung
LPB – Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg
Gerd Meyer, Ulrich Dovermann, Siegfried Frech, Günther Gugel
slideshare.net/gkrejci1

Arbeit der Zukunft – Möglichkeiten, Grenzen


Wirtschaft und Arbeitsleben verändern sich rasant:

– Technologische Umbrüche folgen immer schneller aufeinander,
– Dienstleistungen werden in globalem Maßstab erbracht,
– prekäre Beschäftigungsformen und psychische Belastungen nehmen zu.
– Neue Lebensentwürfe stellen den „klassischen Arbeitstag“ in Frage.

Konflikte brechen auf:
– um den Wert der Arbeit,
– um gerechte Bezahlung,
– um die Entgrenzung von Arbeit und Leben.

Dieses Buch analysiert aktuelle Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene, nennt Handlungsfelder und Lösungsansätze für Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber. Im Spannungsfeld der neuen Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen zeigt es programmatisch auf, wie neue Leitlinien für „Gute Arbeit“ entwickelt werden können – für eine „Arbeit der Zukunft“.

– Laster, welche selbst fahren,
– Roboter, die alte Menschen pflegen,
– Algorithmen, die Börsengeschäfte steuern, oder
– Drucker, die Häuser bauen
die Phantasie für technologische Innovationen kann mit der Realität kaum Schritt halten. Verändern wird sich vor allem die Erwerbsarbeit; sie wird nicht nur optimiert oder verschlankt, sondern neu definiert.

Doch wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?
Im Sammelband »Arbeit der Zukunft« analysieren 38 Wissenschaftler/-innen verschiedener Fachrichtungen Möglichkeiten und Grenzen, die Arbeitswelt von morgen zu gestalten. Herausgeber sind Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, und Claudia Bogedan, Leiterin der Forschungsförderung in der Hans-Böckler-Stiftung.

Dieser Band bietet einen umfangreichen Überblick über den Stand arbeitsweltlicher Forschung und Diskurse, die angesichts der Reichweite der Veränderungsprozesse viel mehr Aufmerksamkeit erfahren sollten – nicht zuletzt, weil von hier wichtige Hinweise und Anregungen für soziale Innovationen einer von und für Menschen gestalteten Entwicklung ausgehen können.
Der Band bietet in 28 thematisch breit gefächerten Beiträgen auch keineswegs nur bekannte gewerkschaftsnahe Positionen, sondern vermittelt, dass verstanden wurde, wie viel Arbeit auf die Gewerkschaften zukommt.

Quelle:
Arbeit der Zukunft, Möglichkeiten nutzen – Grenzen setzen; Reiner Hoffmann, Claudia Bogedan (Hrsg.); Campus Verlag,  520 Seiten,
Barbara HEMKES; Leiterin des Arbeitsbereichs »Qualität, Nachhaltigkeit, Durchlässigkeit« im BIBB
campus.de; Klaus F. Zimmermann

DemoS-Gruppe Wien: Kurzbericht vom Treffen am 11. 9. 2017

In kleinem Kreis haben wir im gemütlichen Ambiente des Ateliers von Georg Amann eine erste Bilanz aus den Erfahrungen vom gescheiterten ersten Versuch der DemoS, sich an der NR-Wahl zu beteiligen, gezogen: Diskutiert wurden vor allem die möglichen Gründe für den geringen Mobilisierungsgrad der DemoS-Mitglieder – z.B. beim Sammeln der benötigten Unterstützungs-Unterschriften.

Aus dieser sehr kritischen Auseinandersetzung entstand schnell eine offene Analyse der (viel zu vielen) Schwachstellen in unserer Organisation … und in der Folge unweigerlich eine mehrschichtige Kritik an unserem gesamten Kommunikationsverhalten. DARÜBER jedenfalls wollen wir am kommenden Samstag bei unserem Treffen in der DemoS-Österreich-Gruppe berichten und diskutieren.

Auch die schon öfters angesprochene Schwachstelle hinsichtlich offizieller Außenkontakte und Auseinandersetzungen der DemoS mit anderen Gruppierungen mit ähnlichen Zielen wollen wir als Thema in das Treffen der großen DemoS-Gruppe am 16.9. unbedingt einbringen.

Zuletzt wurde eine Diskussion darüber angeregt, dass eine der Ursachen für das aus unserer Sicht deutlich zu geringe Aktivisierungspotenzial der DemoS im hohen Abstraktionsgrad, der mit unserer zentralen Vision für ein Sozial- und Gesellschaftssystem in 20 bis 25 Jahren  verbunden ist, liegen könnte und dass es uns angebracht erscheint, kürzerfristige (realistische!) Zwischenziele zu formulieren und zu diskutieren.

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Kommentare bitte weiter unten anfügen!

Wir brauchen die Sozial-Union

Es geht um einen „Neustart für Europa“ – um ein umfassendes Reform-Paket, mit dem neben der Wirtschaft-Union parallel dazu die Strukturen einer Sozialunion entwickelt und europaweit installiert werden.

und … ja klar … das ist ein Projekt mit einem längeren Horizont.

Dennoch ist klar, dass die gewaltigen Veränderungen durch Digitalisierung und Roboterisierung (Stichwort: Industrie 4.0) in einem vereinten Europa nicht auf nationaler Ebene bewältigt werden können.

Wir DemoS diskutieren diese Fragen schon seit 2 Jahren in unserer Facebook-Gruppe „EU 2.0“ und sind dennoch über die Feststellung des unverzichtbaren Bedarfs an so einer Sozialunion und einigen wertvollen „Erkenntnis-Inseln“ noch nicht sehr viel weiter gekommen …

Deshalb ist es höchst notwendig, dass alle, die diese Notwendigkeit erkannt haben, sich auch EU-weit dicht vernetzen und miteinander an langfristig orientierten Lösungsmodellen arbeiten.

Diese internationale Vernetzung steht deshalb ganz oben auf unserer Agenda für die Folgemonate und -Jahre! Naheliegend ist der Versuch, hier gemeinsam mit der bereits international organisierten Gruppe Diem25 in eine engere Zusammenarbeit zu kommen.

Wir werden – auch hier – laufend darüber und über die konzeptionellen Fortschritte in der Zusammenarbeit berichten.

Wenn auch Du an diesem Thema interessiert bist, freuen wir uns über Deinen Kommentar (weiter unten) oder gar über Deine aktive Mitarbeit!

Weitere DemoS-Themen:

Österreichische Innenpolitik

Macht braucht Kontrolle

Korruptionsbekämpfung 1

Korruptionsbekämpfung 2

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Thema – Arbeit / Wirtschaft 4.0

Die Experten sind sich einig: 
Die digitale Revolution hat längst begonnen.
Auch in Österreich.
Jetzt kommt die Vollautomatisierung der gesamten Arbeitswelt !

 


Was haben Uhrmacher, Models und Immobilienmaklerinnen gemeinsam?

Ihre Berufe könnte es gemäß einer vielzitierten Untersuchung in 20 Jahren nicht mehr geben.
Hingegen können Sozialarbeiter, Zahnärztinnen und Förster aufatmen – die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Berufe in absehbarer Zeit von Computern oder
Maschinen übernommen werden, ist der Studie zufolge gering.

Maschinen, die Menschen ersetzen:
Diese Grundangst lässt sich bis zu den Anfängen der Industriellen Revolution zurückverfolgen und taucht bis heute in Automatisierungsdebatten auf.
Wo sich welche Technologien durchsetzen werden, wie menschliche Arbeit und digitale Technik dabei zusammenspielen und wie sich dies auf Berufsbilder  und den Arbeitsmarkt auswirken wird, ist nur bedingt vorherzusagen.

Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wie unsere Arbeitswelt von morgen aussehen wird, aber der Wandel ist da. Wir werden Zeugen einer digitalen Revolution, welche unsere Arbeitswelt schon bald auf den Kopf stellt!

In unserem Verständnis umfasst der Begriff „digitale Revolution“ verschiedene Phänomene der Digitalisierung, den verstärkten Einsatz von Computern, Robotern und Maschinen (und verwandten Technologien) sowie den allgemeinen Wandel der Technik, der im vergangenen Jahrhundert seinen Ausgang nahm.

Die digitale Revolution ist in vollem Gange. Man braucht längst keine Science-Fiction-Literatur mehr zu bemühen, um ein Bild des digitalen Zeitalters zu erhalten.
Die kommerzielle Nutzung von Informations- und Kommunikations-technologien wird zuletzt häufig mit Phänomenen wie dem „Internet der Dinge“, der „Industrie 4.0“, der „Sharing Economy“ oder auch „Crowdworking“ in Verbindung gebracht.

Damit wird vor allem der Trend beschrieben, dass intelligente und vernetzte Gegenstände sowie Onlineplattformen und virtuelle Marktplätze zunehmend in den (gewerblichen) Alltag und in Wertschöpfungsketten vordringen.

So sind in den vergangenen Jahren die Geschäftsmodelle einer Reihe von Industrien erheblich unter Druck geraten. Zum Teil müssen sie sich
deshalb neu erfinden. So kann der Wandel weiterhin als ein Prozess der „kreativen Zerstörung bezeichnet werden. Dazu gehört, dass namhafte Unternehmen vom Markt verschwinden, ebenso einstmals mächtige Wirtschaftszweige und altbekannte Berufe.

Es zeichnen sich weiters weitreichende Umwälzungen ab:
Denn während in der Vergangenheit das Humankapital der Unternehmen eng an die physische Präsenz der Mitarbeiter gebunden war, könnten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz diese Verbindung herausfordern.

Die technischen Voraussetzungen für lernfähige Roboter und Maschinen sind also längst in unserem Alltag gegenwärtig. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann sie entsprechend eingesetzt werden.
Dies hat auch Implikationen für künftige Verteilungsfragen:
Denn die Besitzverhältnisse an den Maschinen der Zukunft werden entscheidend für die Aufteilung in Gewinner und Verlierer sein.

 

Weiterführende Informationen zu Arbeit / Wirtschaft 4.0

o Zeitenwende
http://www.demos.co.at/die-grosse-zeitenwende/

o Arbeit neu denken
http://www.demos.co.at/arbeit-neu-denken/

o JA zur Wertschöpfung-Abgabe
http://www.demos.co.at/ja-zur-wertschoepfung-abgabe/

o ZEITENWENDE – Illusion 4.0
Deutschlands naiver Traum von der smarten Fabrik
http://www.demos.co.at/zeitenwende-illusion-4-0/

o Arbeit und Digitalisierung
– Die digitale Arbeitswelt von heute und morgen
– Arbeit und Technik bei Industrie 4.0
– Zur Persistenz der Argumente im Automatisierungsdiskurs
– Digitalisierung der Dienstleistungsarbeit
– Digitalisierung und „Wissensarbeit“
– Ambivalenzen digitaler Kommunikation am Arbeitsplatz
http://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/225700/arbeit-und-digitalisierung

.
Wir müssen die Chancen und Potentiale der Arbeit der Zukunft nutzen. Die Arbeit muss besser gestaltet werden, um Psychostress am Arbeitsplatz zu mindern, Qualifizierungen zu stärken und die Arbeitszeit IM SINNE der Beschäftigten zu flexibilisieren.Reiner Hoffmann:
– Nur mitbestimmte Arbeit ist Gute Arbeit !
– Gute Unternehmensführung ist mitbestimmte Unternehmensführung.
– Mitbestimmung ist aktive Demokratisierung in der Wirtschaft, welche über Arbeitsplätze und Betriebe hinaus wirkt.
Es wird auch unvermeidlich sein, die noch vorhandene Lohnarbeit neu zu verteilen.
Das bedeutet:
Wir müssen JETZT beginnen, die Arbeitszeit für alle Arbeiter und Angestellten stufenweise zu verkürzen – bei vollem oder weitgehendem Lohnausgleich, um möglichst keine Kaufkraft zu verlieren! Optimal wäre jährlich um eine halbe bis ganze Stunde, bis wir in 20 Jahren bei 22 bis maximal 25 Wochenstunden angelangt sind.

DemoS

Quellen:
bpb / APuZ
derstandard
DemoS
Reiner Hoffmann
Slideshare / GKrejci1

Hier gehts weiter:

Quo vadis Europa?

Österreichische Innenpolitik

Macht braucht Kontrolle

Korruptionsbekämpfung 1

Korruptionsbekämpfung 2

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Fundraising für demokratische Kultur

In schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass nicht der Staat allein, sondern alle seine Bürger bereit sind, für die Demokratie zu handeln !
Besonders hart ist es für Aktivitäten, Initiativen und Projekte, die sich dem Schutz demokratischer Kultur verschrieben haben.
Sie verteidigen die unverzichtbare Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens im Ganzen und übernehmen die Verantwortung dafür im täglichen Detail.

Es kommt ihnen eine andere wichtige Rolle zu. Trotz der oft krisenhaften Veränderungen ist es ihre Aufgabe, auf die Standards des demokratischen Miteinanders im Alltag zu bestehen und sie als Chance für Innovation zu begreifen. Selbstverständlich funktioniert das alles nur in enger Partnerschaft mit dem gesamten demokratischen Gemeinwesen.
Anetta Kahane

Diese Broschüre ist Teil des Projekts »Fundraising für demokratische Kultur« der Amadeu Antonio Stiftung.
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms »CIVITAS – initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern«.

Siehe weiter im PDF, –  HIER zum Download:
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/fundrasising.pdf

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